Der Clarity Act passierte das Repräsentantenhaus mit 294 zu 134 Stimmen – eine Mehrheit, die ein erhebliches parteiübergreifendes Interesse an der Schaffung eines kohärenten Bundesrahmens für die Klassifizierung digitaler Vermögenswerte und die behördliche Aufsicht signalisierte.
Der Gesetzentwurf baut strukturell auf der Debatte zur Regulierung von Stablecoins auf, die bereits durch den GENIUS Act (formell der Stablecoins Act von 2025) vorangetrieben wurde, indem er die umfassenderen Fragen der Marktstruktur adressiert, die in der zahlungsspezifischen Gesetzgebung bewusst offengehalten wurden.
Der Vorsitzende des Bankenausschusses des Senats, Tim Scott, erklärte am Donnerstag in einem Interview mit Fox Business News, dass der Digital Asset Market Clarity Act – die parteiübergreifende Gesetzgebung zur Schaffung gesetzlicher Regulierungsgrenzen für digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten – sich „in der Endzone“ befinde und kurz vor einer für Mai 2026 erwarteten Ausschussabstimmung (Markup) stehe. Dies signalisiert, dass die jahrelangen Zuständigkeitsverhandlungen zwischen der SEC und der CFTC einer legislativen Lösung nahekommen könnten, sofern eine geschlossene Unterstützung der Republikaner im Bankenausschuss des Senats erfolgt.
Dies ist nicht einfach nur ein routinemäßiges Update des Zeitplans. Es ist das bisher deutlichste Anzeichen dafür, dass der langwierige Stillstand bei der US-Kryptogesetzgebung, der durch die verschobene Ausschussabstimmung des Bankenausschusses am 15. Januar 2026 und monatelange ungeklärte Kompetenzstreitigkeiten zwischen den Bundesbehörden geprägt war, in eine entscheidend neue Phase eintritt, in der das verfahrenstechnische Momentum die langwierigen Beratungen ablöst.
CLARITY Act News und der Bankenausschuss des Senats: Legislative Geschichte und der Weg zum Markup
Der Clarity Act passierte das Repräsentantenhaus mit 294 zu 134 Stimmen – eine Mehrheit, die ein erhebliches parteiübergreifendes Interesse an der Schaffung eines kohärenten Bundesrahmens für die Klassifizierung digitaler Vermögenswerte und die behördliche Aufsicht signalisierte. Der Gesetzentwurf baut strukturell auf der Debatte zur Regulierung von Stablecoins auf, die bereits durch den GENIUS Act (formell der Stablecoins Act von 2025) vorangetrieben wurde, indem er die umfassenderen Fragen der Marktstruktur adressiert, die in der zahlungsspezifischen Gesetzgebung bewusst offengehalten wurden.
Der Fortschritt geriet ins Stocken, nachdem der Bankenausschuss des Senats seine geplante Abstimmung im Januar 2026 verschoben hatte, wobei die Zuständigkeitskonflikte zwischen der SEC und der CFTC das primäre legislative Hindernis blieben. Scotts Äußerungen am Donnerstag stellen die erste positive Zusage für einen Zeitplan seitens der republikanischen Ausschussführung seit dieser Verschiebung dar und haben aufgrund seiner Rolle als amtierender Vorsitzender des Ausschusses besonderes Gewicht.
Scott betonte, dass die Sicherstellung der vollständigen republikanischen Geschlossenheit im Ausschuss die Voraussetzung für den Übergang zum Markup sei. Er bezeichnete die einheitliche Unterstützung der GOP als den Mechanismus, der einen reibungsloseren parteiübergreifenden Prozess ermöglichen würde, statt eines parteipolitischen Erzwingungsmanövers. Wir vermuten, dass diese Abfolge eine bewusste Strategie widerspiegelt: Die Konsolidierung des republikanischen Blocks eliminiert zunächst das Verfahrensrisiko einer gespaltenen Mehrheit und stärkt Scotts Position in allen nachfolgenden Verhandlungen mit den demokratischen Mitgliedern über Änderungsanträge und den Kompetenzbereich der Behörden.
Die Regulierung von Stablecoins ist zwar teilweise durch den GENIUS Act abgedeckt, bleibt jedoch eng mit den Marktstrukturbestimmungen des Clarity Act verwoben. Der Clarity Act schafft eine dritte Kategorie – „zulässige Zahlungs-Stablecoins“ (permitted payment stablecoins), die Instrumente wie USDC und PYUSD abdeckt – die neben den Klassifizierungen für digitale Rohstoffe (Commodities) und Investmentvertragsanlagen steht. Dies bedeutet, dass Stablecoin-Emittenten, die unter einem künftigen GENIUS-Act-Rahmen operieren, auch den durch den Clarity Act festgelegten Marktstrukturregeln unterliegen werden.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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