Trotz Bärenmarkt: Diese Krypto-Projekte verdienen wirklich Geld

Der Kryptomarkt befindet sich in einer schwierigen Marktphase. Der Bärenmarkt führt bei einigen Projekten zu existenziellen Problemen. Doch andere Krypto-Protokolle verdienen weiter Millionen.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 4 Min. read
Trotz Bärenmarkt: Diese Krypto-Projekte verdienen wirklich Geld

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bärenmarkt stellt Projekte vor eine große Herausforderung, Kapital wird selektiver.
  • Einige Projekte verdienen trotz Bärenmarkt viel Geld, beispielsweise Hyperliquid.
  • Polymarket verdient nach neuem Gebührenmodell erste Millionen, bullische Dynamik.

Der Kryptomarkt steckt aktuell klar im Bärenmodus. Bitcoin notiert weiterhin über 40 Prozent unter seinem Allzeithoch, während viele Altcoins noch deutlich stärker korrigiert haben – einige bewegen sich sogar näher an ihren Tiefs als an früheren Höchstständen.

Die Dynamik ist schwach, Momentum fehlt weitgehend, und Kapital fließt deutlich selektiver in den Markt. Zahlreiche Projekte sind bereits gescheitert oder kämpfen ums Überleben. Geld zu verdienen wird schwieriger.

Doch genau in diesem Umfeld zeigt sich, welche Geschäftsmodelle wirklich tragen – denn einige Protokolle generieren weiterhin konstant hohe Einnahmen.

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Diese Krypto-Projekte verdienen weiterhin Millionen

Ein Blick auf die aktuellen Daten zeigt ein klares Bild: Während viele Token an Relevanz verlieren, profitieren bestimmte Protokolle weiterhin von realer Nutzung und stabilen Einnahmequellen. Angeführt wird das Ranking von Hyperliquid mit rund 59 Millionen US-Dollar Umsatz in den letzten 30 Tagen. Das Perpetuals-DEX-Modell funktioniert besonders gut in volatilen Märkten, da Trader aktiv bleiben und Gebühren durch Leverage-Trading generiert werden. Hier wird nicht auf Narrative gesetzt, sondern auf tatsächliche Handelsaktivität.

Pump.fun folgt mit etwa 33,7 Millionen US-Dollar. Die Plattform monetarisiert die Spekulation selbst – ein bemerkenswert robustes Modell. Selbst im Bärenmarkt bleibt die Nachfrage nach neuen Tokens bestehen, und Pump.fun profitiert direkt von dieser Aktivität durch Launch-Fees und Transaktionsgebühren.

Auch Tron zeigt mit rund 28,6 Millionen US-Dollar, dass einfache, skalierbare Nutzung entscheidend ist. Das Netzwerk profitiert massiv vom Stablecoin-Transfer-Volumen, insbesondere bei USDT. Hier geht es weniger um Innovation als um konstante Nachfrage im Zahlungsverkehr – ein klarer Product-Market-Fit.

Mit edgeX (15,6 Mio. USD) und Sky (14,8 Mio. USD) folgen zwei weitere Projekte, die stark von realer Nutzung profitieren. edgeX setzt ebenfalls auf Derivatehandel und aktive Trader, während Sky als Infrastruktur für Stablecoins und Kreditmärkte Einnahmen durch Onchain-Kreditvergabe generiert – ein Bereich, der gerade in defensiven Marktphasen stabil bleibt.

Aave bleibt mit rund 6,2 Millionen US-Dollar ein Klassiker im DeFi-Sektor. Lending und Borrowing funktionieren auch im Bärenmarkt, da Liquidität weiterhin benötigt wird. Das Modell ist etabliert und zeigt, dass DeFi-Grundfunktionen langfristig bestehen können.

Abgerundet wird die Liste von Aerodrome mit etwa 5,7 Millionen US-Dollar. Als zentraler Liquiditätshub im Base-Ökosystem profitiert das Protokoll von Swap-Gebühren und AMM-Aktivität. Gerade wenn sich Liquidität auf wenige Chains konzentriert, entstehen hier starke Einnahmeströme.

Insgesamt wird deutlich: Nicht Narrative, sondern Nutzung entscheidet. Projekte, die echte Nachfrage bedienen – Trading, Stablecoins, Lending oder Liquidität – bleiben auch im Bärenmarkt profitabel. Genau diese Kategorien könnten auch die Grundlage für die nächste Aufwärtsphase bilden. So manch ein Krypto Geheimtipp findet sich, wenn Anleger auf reale Umsätze schauen.

Polymarket könnte schon bald weit oben auftauchen

Ein weiteres Projekt, das in diesem Ranking schon sehr bald eine noch größere Rolle spielen könnte, ist Polymarket. Der Grund ist relativ einfach: Die Plattform hat ihr Gebührenmodell zuletzt spürbar ausgeweitet. Laut offiziellen Polymarket-Dokumenten werden Taker Fees inzwischen deutlich breiter angewendet, während die Gebühr dynamisch vom jeweiligen Marktpreis abhängt.

Am höchsten ist sie rund um die 50-Prozent-Wahrscheinlichkeit, dort liegt die maximale effektive Gebühr bei 1,8 Prozent. Je näher ein Markt an 1 oder 99 Prozent notiert, desto geringer fällt die Gebühr aus.

Genau diese Änderung zeigt bereits Wirkung. Berichte über die jüngste Fee-Expansion verweisen darauf, dass Polymarket die Gebühren am 30. März 2026 auf fast alle Marktkategorien ausgedehnt hat. Kurz danach schossen die täglichen Einnahmen massiv nach oben: Bereits zum Monatswechsel lagen die täglichen Fees teils über 1 Million US-Dollar.

Das ist bemerkenswert, weil Polymarket damit zeigt, wie stark sich echte Nutzeraktivität monetarisieren lässt. Prediction Markets profitieren von Nachrichtenlage, Politik, Makro und Krypto zugleich. Wenn das Handelsinteresse hoch bleibt, dürfte Polymarket in den kommenden Wochen bei den umsatzstärksten Krypto-Projekten weiter nach oben klettern.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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