Das Wichtigste in Kürze
- Elon Musk sagt, X Money laufe bereits intern und solle in ein bis zwei Monaten in eine (externe) Beta gehen.
- Sein Anspruch: X solle der Ort werden, an dem „das Geld“ beziehungsweise der Wertfluss zusammenläuft.
- Im Hintergrund baut X seit Längerem an Zahlungsinfrastruktur – unter anderem mit einer Visa-Partnerschaft.
- Welche Rolle Krypto (Bitcoin/Stablecoins) spielten könnte.
Das Entscheidende an Musks jüngster Ansage ist weniger ein Feature-Teaser, sondern der Zeitplan: X Money sei bereits intern nutzbar, und die externe Ausrollung solle „in ein bis zwei Monaten“ beginnen.
Gleichzeitig setzt Musk rhetorisch maximal hoch an – X solle zur zentralen Drehscheibe für Transaktionen werden, also dahin, „wo das Geld“ beziehungsweise der Wert entlangfließt.
Dass Musk dieses „Everything-App“-Narrativ ernst meint, ist nicht neu, aber die Beta-Ansage macht aus Vision ein konkretes Lieferdatum.
Visa, Lizenzen, Zahlungsrails: X baut am Fundament
Der schnellste Reality-Check bei Payment-Ankündigungen lautet: Welche Rails und welche Genehmigungen stehen dahinter?
Schon 2025 wurde öffentlich, dass X mit Visa kooperiert, um künftige Zahlungsfunktionen rund um X Money aufzusetzen.
Parallel dazu arbeitete X (über seine Payment-Einheit) an regulatorischen Voraussetzungen in den USA, also an den Basics, ohne die eine Zahlungs-App schnell an Grenzen stößt.
Wer den damaligen Stand nachlesen will: Coinspeaker hatte die Visa-Partnerschaft und die frühe Erwartungshaltung der Community (inklusive Dogecoin-Debatte) bereits 2025 eingeordnet: Elon Musk macht X zur Bezahl-App, aber ohne DOGE. Dogecoin steht laut CoinGecko aktuell bei rund 0,11 US-Dollar.
X Money
X Money is the center of Elon Musk’s plan to transform X from a social media site into a „Super App“ like WeChat, where you can handle your entire financial life in one place.
Here are the key details about how it works and what is coming:
What is X Money?
At its… https://t.co/B92nXr193O pic.twitter.com/sTJKkymDWq
— Cern Basher (@CernBasher) February 12, 2026
Mit Krypto zahlen in X Money?
So taucht die Hoffnung auf, X Money könnte Bitcoin (etwa über Lightning) oder zumindest Stablecoins integrieren.
Fakt ist: Aus Musks aktueller Beta-Ankündigung lässt sich das nicht seriös ableiten, weil dazu keine klare, offizielle Produktbeschreibung veröffentlicht wurde, die eine Krypto-Schiene bestätigt.
Was man aber sauber als Kontext sagen kann: X experimentierte schon vor Jahren mit Bitcoin-Tipping (über Zahlungsanbieter/Lightning-Integrationen) – das zeigt, dass Bitcoin auf der Plattform grundsätzlich kein Fremdwort ist, ersetzt aber keine Aussage zu X Money.
Der wunde Punkt: Zentralisierung, Datenmacht, Vertrauen
Wenn Musk X tatsächlich dahin entwickeln will, wo Wertströme zusammenlaufen, dann ist das nicht nur ein Payment-Produkt – dann ist es ein Machtprojekt über Daten und Distribution.
Denn Zahlungsverkehr ist immer auch: Identitäten, Risikomodelle, Sperr- und Freigabelogik – und damit die Frage, wie „frei“ ein System im Konfliktfall wirklich ist.
Genau an dieser Stelle landet die Debatte schnell bei CBDCs und Überwachungsszenarien – nicht weil X Money automatisch CBDCs bedeutet, sondern weil zentral gesteuerte digitale Zahlungssysteme diese Diskussion strukturell anziehen.
Was Nutzer jetzt wirklich wissen müssen
Kurzfristig entscheidet sich die Relevanz von X Money an drei Punkten: Rollout-Tempo, Regulatorik und Produktumfang (Wallet, P2P, Händlerzahlungen, Auszahlungen).
Ob Krypto dabei eine Hauptrolle bekommt oder nur eine Randnotiz bleibt, ist Stand jetzt offen – und genau deshalb lohnt es sich, Musks Beta-Countdown nüchtern zu begleiten.
Wer unabhängig davon sein eigenes Setup verstehen will (Stichwort: Selbstverwahrung, Wallet-Typen, Sicherheitsmodelle), findet als dauerhaft passenden Grundlagen-Link diesen Wallet-Vergleich.