XRP News: Société Générale bringt Euro-Stablecoin EURCV auf den XRP Ledger

SG-FORGE rollt den Euro-Stablecoin EURCV auf dem XRP Ledger aus. Fokus: institutionelle Use-Cases, Custody und Trading-Collateral. Was der Schritt bedeutet.

Pia Messerschmitt von Pia Messerschmitt Updated 2 Min. read
XRP News: Société Générale bringt Euro-Stablecoin EURCV auf den XRP Ledger

Das Wichtigste in Kürze

  • SG-FORGE (Société Générale) hat den Euro-Stablecoin EUR CoinVertible (EURCV) am 18 Februar 2026 auf dem XRP Ledger (XRPL) live geschaltet.
  • Laut SG-FORGE soll der Schritt Skalierung, Geschwindigkeit und niedrige Kosten des XRPL für institutionelle Anwendungsfälle nutzbar machen – inklusive Trading-Collateral.
  • Der Launch wird nach Unternehmensangaben durch Ripples Custody-Lösung unterstützt; perspektivisch will SG-FORGE eine Einbindung in Ripple-Produkte prüfen.

Der Moment ist typisch 2026: Während Krypto rund um die Uhr tickt, zieht das Bankensystem seine Infrastruktur langsam auf Public Chains nach. Mit EURCV auf dem XRP Ledger macht SG-FORGE genau das, was viele Institute jahrelang nur angekündigt haben: einen regulierten Euro-Token dahin bringen, wo Liquidität, Settlement-Geschwindigkeit und programmierbare Finanzprozesse bereits Alltag sind.

EURCV auf XRPL: Was SG-FORGE konkret startet

SG-FORGE meldet den Start von EUR CoinVertible auf dem XRP Ledger als Teil einer Multi-Chain-Strategie. In der XRPL-Mitteilung nennt das Unternehmen explizit Ethereum und Solana als bereits bediente Netze und positioniert XRPL als nächsten Baustein. SG-FORGE hatte bereits 2025 außerdem einen Rollout von EURCV auf dem Stellar-Netzwerk kommuniziert.

Ripple Custody als Brücke für Institutionelle

Der zentrale Satz im SG-FORGE-Update ist weniger „XRPL“, sondern „Custody“: Der Launch werde durch Ripples Custody-Lösung unterstützt. Das ist der klassische institutionelle Hebel, weil Verwahrung, Zugriffskontrollen und Governance-Prozesse in Banken nicht nice-to-have, sondern Eintrittskarte sind.

„Trading-Collateral“: Warum das Wort im Kleingedruckten groß ist

SG-FORGE schreibt offen, dass EURCV als Trading-Collateral genutzt werden soll. Übersetzt: Der Stablecoin soll als Sicherheit in professionellen Handels- und Abwicklungsprozessen dienen – genau dort, wo heute überwiegend Bankguthaben, Staatsanleihen oder andere hochliquide Assets liegen.

Das ist mehr als Marketing, weil Collateral im institutionellen Alltag die eigentliche Engstelle ist: Wer Sicherheiten effizient bewegen kann, verkürzt Settlement-Wege, reduziert Friktion und verbessert Liquiditätssteuerung. SG-FORGE setzt damit implizit auf den Use-Case, in dem Stablecoins ihre stärkste „TradFi-Logik“ entfalten: nicht als Trinkgeld-Token, sondern als Settlement- und Sicherheiten-Asset.

SWIFT-Pilot als Blaupause für Interoperabilität

Dass SG-FORGE das Thema Interop ernst meint, ist nicht neu: Am 15. Januar 2026 meldeten SG-FORGE und SWIFT einen erfolgreich abgeschlossenen Test für Exchange und Settlement tokenisierter Anleihen – sowohl in Fiat-Währungen als auch mit digitalen Währungen.

In derselben Mitteilung bezeichnet SG-FORGE EUR CoinVertible als MiCA-konformen Stablecoin und hebt hervor, SWIFT habe Interoperabilitätsfunktionen genutzt, um Blockchain-Plattformen und traditionelle Systeme zu orchestrieren.

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Pia Messerschmitt

Pia ist Web3- und AI-Enthusiastin. Als studierte Geisteswissenschaftlerin liebt sie es, den Zeitgeist innerhalb der Gesellschaft zu beobachten und zu analysieren. Ehemalig im Think Tank und Forschungszentrum der Frankfurt School of Finance als Bitcoin-Talent und NFT-Talent im Frankfurt Blockchain Center. Wenn sie nicht gerade schreibt, surft sie gerne am Atlantik.

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