XRP Prognose: Banken-Lobby bremst Ripple – Kurs im Wartemodus

XRP Prognose im Februar 2026: SEC-Kurswechsel, Bankenlobby und Clarity Act entscheiden, ob XRP 2026 wieder Momentum bekommt.

Michael Sprick von Michael Sprick Michael Sprick Editor Michael Sprick Updated 4 Min. read
XRP Prognose: Banken-Lobby bremst Ripple – Kurs im Wartemodus

Das Wichtigste in Kürze

  • XRP notiert am 13 Februar 2026 laut CoinGecko bei rund 1,36 US-Dollar.
  • Die Branche streitet 2026 weiter über die Chance eines großen US-Krypto-Gesetzes.
  • Die US-Bankenlobby drängt die Aufsicht, Krypto-Bank-Charter zu verlangsamen, bis Regeln klarer sind.
  • SEC-Chef Paul Atkins steht im Kongress unter Druck und weist Vorwürfe politischer Bevorzugung zurück.

XRP steht heute weniger wegen Technik im Fokus, sondern wegen Politik. In Washington eskaliert der Streit um Marktregeln, Stablecoin-Yields und Bank-Charter. Was das für Ripples Token bedeutet – und welche Szenarien jetzt realistisch sind.

XRP-Kurs heute: Stabiler als das Umfeld

Der XRP-Kurs liegt am Freitag, dem 13. Februar 2026, bei etwa 1,36 US-Dollar. Damit bewegt sich der Token in einer engen Spanne: In den vergangenen sieben Tagen reichte die Bandbreite laut CoinGecko von 1,33 bis 1,52 US-Dollar. Auffällig ist, dass diese Seitwärtsphase nicht aus “nichts” entsteht, sondern aus einem Umfeld, das für XRP gleichzeitig Rückenwind und Bremsklötze liefert: mehr regulatorische Aufmerksamkeit, mehr Lobbykampf, mehr Unsicherheit darüber, wann (und ob) Washington 2026 wirklich liefert.

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Washington entscheidet mit: Clarity Act, Stablecoin-Yields und die 25–60%-Frage

Die zentrale US-Baustelle bleibt ein Marktstruktur-Gesetz, das Rollen zwischen Aufsehern klären und Regeln vereinheitlichen soll. In der Branche gehen die Einschätzungen zur Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung 2026 weit auseinander – die Spanne liegt zwischen 25 und 60 Prozent. Der Grund für die Nervosität: Nicht die Schlagzeilen fehlen, sondern der Konsens.

Banken wollen, dass Stablecoins keine Zinsen oder Rewards an Kunden auszahlen dürfen, weil das Einlagen aus dem klassischen Bankensystem abziehen könnte. Krypto-Unternehmen halten dagegen, dass genau solche Anreize Wettbewerb schaffen und Nutzer binden. Ergebnis: Ein Treffen im Weißen Haus Anfang Februar brachte keinen Durchbruch, der Streit blockiert die Dynamik.

Für XRP ist das mehr als Polit-Theater. Je klarer die Spielregeln, desto leichter lässt sich institutionelles Geld in “regulierte” Kanäle lenken – und desto eher können Produkte, Zahlungsanwendungen oder Bankanbindungen skalieren. Dass es ohne Gesetz geht, zeigt die Vergangenheit. Dass es mit Gesetz schneller ginge, ist genau die Wette, die der Markt gerade nicht sauber einpreisen kann.

Banken-Lobby gegen Charter: Warum Ripple im Fadenkreuz landet

Parallel zur Gesetzesdebatte läuft ein zweiter Machtkampf: der Zugang zur US-Bankeninfrastruktur. Die American Bankers Association (ABA) fordert das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) auf, Krypto-nahe Charter-Anträge langsamer zu behandeln – solange der rechtliche Rahmen (unter anderem rund um Stablecoins) nicht fertig ist. Der Punkt ist brisant: Mit einer solchen Charter rücken Firmen näher an regulierte Abwicklung, potenziell auch an Infrastruktur, die bislang Banken dominiert.

Damit wird XRP indirekt zum Spielball: Wenn Ripple und andere große Krypto-Akteure tiefer in den Finanzapparat wollen, wächst der politische Gegendruck. Und dieser Druck wirkt typischerweise nicht linear, sondern in Schüben: ein Hearing, ein Brief, eine Blockade – und der Markt reagiert auf Stimmung, nicht nur auf Fakten.

XRP Prognose: Drei Szenarien, die jetzt zählen

Das kurzfristige Bild ist simpel: Solange Washington keine klare Richtung vorgibt und die Bankenlobby erfolgreich bremst, bleibt XRP anfällig für Richtungswechsel ohne Trend. Aus dem, was aktuell belegbar ist, lassen sich drei realistische Szenarien ableiten:

Im bullischen Szenario gelingt 2026 ein Deal zur Marktstruktur, die Blockade bei Stablecoin-Yields wird politisch aufgelöst, und Charter-Fragen werden in einen klaren Rahmen gezwungen. Das wäre der Mix, der Risikoaufschläge reduziert – der Kurs bekommt dann oft nicht “magisch” neue Fantasie, sondern schlicht weniger Gegenwind.

Im neutralen Szenario bleibt es beim Status quo: Debatten, Hearings, Briefe, aber kein sauberer Abschluss. Dann spricht vieles dafür, dass XRP weiter in Spannen wie zuletzt pendelt, weil Anleger jede positive Nachricht sofort gegen die nächste Verzögerung aufrechnen.

Im bärischen Szenario eskaliert der Lobbykampf: Charter werden ausgebremst, der Gesetzgebungsprozess verliert Tempo (die “Clock is ticking”-Logik), und politische Vorwürfe gegen Behördenentscheidungen vergiften das Klima.

Unterm Strich ist die XRP Prognose für 2026 weniger eine Frage von Chartmagie als von Machtfragen: Wer kontrolliert den Zugang zum Geldsystem – Banken oder neue Krypto-Akteure – und wer schreibt die Regeln? Hier findest du eine Anleitung zum XRP kaufen.

Wer XRP langfristig halten will, sollte das “Wo” nicht unterschätzen: Coinspeaker hat dafür einen XRP Wallet-Vergleich 2026, der die gängigen Optionen und Sicherheitslogik erklärt.

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