XRP unter Druck: Extreme Angst am Markt trifft auf charttechnische Schwäche
XRP steht erneut im Fokus der Bären. Mit einem Rückgang von 4,6 Prozent binnen 24 Stunden und einem Kurs nahe dem Tagestief verschärft sich das kurzfristig negative Chartbild. Parallel signalisiert der Crypto Fear & Greed Index extreme Angst, während On-Chain- und Momentum-Daten weitere Schwäche anzeigen. Die Kombination aus technischer Erosion und defensiver Marktstimmung erhöht das Risiko weiterer Abgaben. Erfahre hier mehr!
XRP notiert klar unter wichtigen Widerständen, während RSI, MACD und gleitende Durchschnitte anhaltend bärisches Momentum bestätigen.
On-Chain-Daten wie ein SOPR unter 1 und steigende Exchange-Inflows deuten auf Verlustrealisierungen und potenziellen Verkaufsdruck hin.
Institutionelle Engagements, darunter ein begrenztes XRP-ETF-Exposure von Goldman Sachs, sprechen eher für taktisches Risikomanagement als für bullishe Neubewertung.
Technische Schwäche und Panik belasten den Kurs
XRP steht erneut unter spürbarem Verkaufsdruck. Zum Zeitpunkt der Erhebung notiert der Token bei 1,36 US-Dollar und damit 4,6 Prozent im Minus innerhalb von 24 Stunden.
Die Tagesspanne zwischen 1,43 und 1,35 US-Dollar verdeutlicht, dass sich der Kurs nahe dem Session-Tief bewegt – ein klassisches Zeichen kurzfristiger Schwäche.
Auch auf Stundenbasis zeigt sich ein klarer Abwärtstrend. Nach dem scharfen Einbruch von 1,60 auf rund 1,20 Dollar kam es zwar zu einer dynamischen Gegenbewegung über 1,50 US-Dollar.
Diese Erholung erwies sich jedoch als nicht nachhaltig. Seitdem dominieren tiefere Hochs, während Aufwärtsimpulse unterhalb der 1,45-USD-Marke konsequent abverkauft werden. Die Marktstruktur bleibt damit technisch bärisch.
Makro-Stimmung verstärkt den Druck
Der breitere Markt liefert derzeit keinen Rückenwind. Der Crypto Fear & Greed Index notiert bei 9 Punkten und signalisiert „Extreme Fear“. Parallel dazu ist Bitcoin unter wichtige Unterstützungszonen gefallen, während Ethereum ebenfalls Schwäche zeigt.
In einem solchen Umfeld dominieren Kapitalerhalt und Risikoreduktion!
On-Chain-Daten unterstreichen diese defensive Haltung. Der Spent Output Profit Ratio (SOPR) von XRP liegt bei 0,96. Das bedeutet, dass Coins im Durchschnitt mit Verlust bewegt werden – ein Hinweis auf Kapitulationstendenzen.
Gleichzeitig steigen die Exchange-Inflows, also die Zuflüsse von XRP auf Handelsplattformen. Historisch gelten erhöhte Börsentransfers als potenzieller Vorläufer weiterer Verkaufswellen, da Token typischerweise vor einer Liquidation auf Exchanges transferiert werden.
Technische Indikatoren bestätigen das Bild
Auch die klassischen Momentum-Indikatoren liefern keine Entwarnung. Der Relative Strength Index (RSI) etwa notiert unterhalb der 50er-Marke und signalisiert anhaltend bärisches Momentum, ohne bereits klar überverkauft zu sein.
Der MACD hingegen bleibt im negativen Bereich, und die Histogramm-Balken deuten auf eine nachlassende Erholung seit der Zurückweisung an der 1,50-Dollar-Zone hin.
XRP handelt zudem unter seinen kurzfristigen gleitenden Durchschnitten. Der Bereich zwischen 1,40 und 1,45 Dollar fungiert aktuell als Widerstandscluster.
Gleichzeitig beginnen sich die zuvor stark ausgeweiteten Bollinger-Bänder zu verengen – ein typisches Vorzeichen für eine bevorstehende Richtungsentscheidung.
Ein Bruch unter das jüngste Tief bei 1,35 Dollar könnte kurzfristig den Bereich um 1,30 Dollar ins Spiel bringen. Erst eine nachhaltige Rückeroberung der 1,40-Dollar-Marke würde das kurzfristige Chartbild stabilisieren.
Institutionelle Signale bleiben gemischt
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt eine Offenlegung von Goldman Sachs. Laut 13F-Bericht für Q4 2025 hält die Investmentbank ein Krypto-Engagement von insgesamt 2,36 Milliarden US-Dollar.
Darin enthalten sind rund 153 Millionen Dollar in XRP-Spot-ETFs. Gleichzeitig wurden jedoch die Bestände an Bitcoin- und Ethereum-ETFs signifikant reduziert.
Das Gesamtengagement entspricht lediglich 0,33 Prozent des verwalteten Vermögens – ein klar taktisches Exposure.
Die Kombination aus Positionsabbau bei den Marktführern und begrenztem XRP-Engagement deutet eher auf kontrolliertes Risikomanagement als auf eine aggressive Neubewertung hin.
In Summe bleibt XRP damit sowohl technisch als auch stimmungsseitig angeschlagen. Eine nachhaltige Trendwende erfordert derzeit mehr als nur kurzfristige Gegenbewegungen – sie braucht eine Stabilisierung des Gesamtmarktes.
Dennis Geisler, 25, stammt aus Kiel und lebt seit August in Thailand. Im Jahr 2020 kam er erstmals mit Kryptowährungen in Berührung, als er über Binance XRP im Wert von 100 Euro kaufte. Die starken Kursschwankungen und das Potenzial schneller Gewinne zogen ihn in den Bann und weckten sein Interesse an den Mechanismen hinter den Preisbewegungen – von rationalen Marktkräften bis hin zu psychologischen Mustern.
Heute verbindet er seine journalistische Leidenschaft mit der Krypto-Welt: Für verschiedene Formate verfasst er Nachrichten, Grundlagenartikel und tiefgehende Blockchain-Analysen. Mit BitBlog engagiert er sich zudem in Norddeutschland für die Beratung von Unternehmen und Privatpersonen rund um digitale Währungen.
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