Altcoin-News: Warum Ethereum plötzlich wieder an der Wall Street hängt

Bitcoin stabilisiert sich nach dem 65.000-US-Dollar-Schock. Ein Analyst sieht bei Ethereum & Altcoins Aufholpotenzial – wenn Risk-on zurückkommt.

Michael Sprick von Michael Sprick Michael Sprick Editor Michael Sprick Updated 2 Min. read
Altcoin-News: Warum Ethereum plötzlich wieder an der Wall Street hängt

Das Wichtigste in Kürze

  • Bitcoin hat sich nach dem Rutsch Richtung 65.000 US-Dollar zunächst gefangen.
  • Ethereum bleibt dabei der “Risk-on-Seismograf” – und hängt stark am Aktien-Sentiment.
  • Der Analyst erwartet: Wenn Risk-on zurückkehrt, könnten Altcoins überproportional nachziehen – aber die Strecke bleibt holprig.

Bitcoin wackelte diese Woche bis in den Bereich um 65.000 US-Dollar, Ethereum rangt an der 2000 US-Dollar-Marke; doch der Markt sucht bereits den nächsten Hebel für eine Erholung. Ein Analyst setzt dabei nicht zuerst auf Bitcoin selbst, sondern auf Ethereum und Altcoins – ausgerechnet über ein Signal, das viele Krypto-Anleger im Alltag ignorieren: die Risikolaune der Wall Street.

Ethereum als Risk-on-Wette: Der Punkt, den viele übersehen

Im Kern ist das Argument simpel: Krypto handelt in Stressphasen oft wie der “Turbo” auf Risikoassets. Wenn Tech und Small Caps zittern, wackeln Ethereum & Co meist schneller. Wenn die Stimmung dreht, geht’s andersherum – Altcoins reagieren dann häufig über.

Dass diese Logik zuletzt wieder im Markt war, zeigt der Blick auf die Aktienseite: Am 12. Februar rutschten die großen US-Indizes kräftig ab, der Nasdaq besonders deutlich – begleitet von einem klassischen “Risk-off”-Move.

Der Analyst Oliver Michel knüpft genau daran an und beschreibt Ethereum als einen Markt, der sich in einer Erholungsphase wieder “synchron” zu US-Risikoindikatoren verhalten könnte.

Der Elefant im Raum: Der 10/10-Crash hat Vertrauen verbrannt, auch bei Ethereum

Wer verstehen will, warum viele Altcoins trotz späterer Zwischenrallyes zäh geblieben sind, kommt am Oktober-Schock nicht vorbei. Der 10. Oktober 2025 gilt als historisches Liquidationsereignis: Laut CoinGecko wurden in kurzer Zeit Positionen in Milliardenhöhe zwangsliquidiert – ein Muster, das sich wie ein Brandbeschleuniger durch den Markt fraß.

Der Crash als Lehrstück darüber, wie Leverage, Liquidität und Marktdesign in Stressmomenten kollidieren können – und warum sich die Nachwirkungen nicht “in einer Woche” aus dem Chart wischen lassen.

Wenn Michel also von “Aufholen” spricht, ist das keine magische Kursformel, sondern eher Psychologie plus Marktmechanik: Vertrauen muss zurück, Liquidität muss wieder in den breiten Altcoin-Komplex fließen.

Was heißt das für Anleger?

Aktuell steht Bitcoin laut CoinGecko bei rund 67.000 US-Dollar – das ist weit weg vom Oktober-Top, aber auch nur knapp über dem Panik-Bereich um 65.000 US-Dollar.

Ethereum notiert laut CoinGecko knapp unter 2.000 US-Dollar – und genau dort wird’s spannend, weil Derivate-Positionierung und On-Chain-Signale schnell zum Zündfunken werden können, wenn das Sentiment kippt. Und wer Ethereum eher als Langfrist-Thema liest, findet hier auch eine laufend aktualisierte Ethereum Prognose (ETH): 2026 – 2030: Kursziele, Szenarien & Experten-Analyse

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