Altcoins im Standby, Bitcoin dominiert: Das verraten Kapitalflüsse im Januar
Altcoins geraten zunehmend in die Bredouille. Die Bitcoin-Dominanz steigt, doch Stablecoins werden weiter gehalten. Warum Altcoins im Januar 2026 stocken.
CoinGecko beziffert die globale Krypto-Marktkapitalisierung am 9.
Januar auf rund 3,18 Billionen US-Dollar.
Die Bitcoin-Marktkapitalisierung liegt demnach bei rund 1,8 Billionen US-Dollar, die Bitcoin-Dominanz bei etwa 56,87 %.
Stablecoins kommen laut CoinGecko auf rund 312 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung (Anteil ca. 9,83 %).
Der Markt handelt nicht “ohne Liquidität”, sondern selektiv: Bitcoin zieht Kapital an, Breite bleibt zäh.
Während sich der Blick auf den Bitcoin-Kurs verengt, passiert darunter etwas mindestens genauso Wichtiges: Kapital bündelt sich, Dominanz verschiebt sich, Stablecoins halten ihren Anteil. Gibt es noch Potential für eine Altcoin-Season?
Breite fehlt, Dominanz steigt
Von einer Altcoin-Season ist der Markt derzeit weit entfernt. Doch laut CoinGecko beläuft sich die globale Krypto-Marktkapitalisierung am 9. Januar auf rund 3,18 Billionen US-Dollar. Das System ist also alles andere als ausgetrocknet. Entscheidend ist die Verteilung dieses Kapitals.
Bitcoin kommt aktuell auf eine Marktkapitalisierung von etwa 1,8 Billionen US-Dollar und vereint damit rund 56,87 Prozent des gesamten Kryptomarktes auf sich. Eine hohe Dominanz ist dabei kein automatisches Abgesang-Signal für Altcoins, aber bedeutet: Kapital sucht Sicherheit und Konzentration. Anleger parken ihr Risiko lieber im Platzhirsch, statt es auf kleinere Narrative und spekulative Story-Coins zu verteilen.
Solange makroökonomische Richtungsentscheidungen ausstehen, bleibt der Markt defensiv positioniert. Trader warten auf klare Signale von Zinsen, Inflation und Geldpolitik – und solange diese fehlen, fließt Geld eher in Bitcoin als in den zweiten oder dritten Reihen des Marktes. Die Altcoins sind damit zwar nicht tot, aber sie stehen auf Abruf.
Stablecoins im Wartezimmer: Liquidität ist da
Ein weitere Indikator für den aktuellen Marktmodus sind Stablecoins. Laut CoinGecko summiert sich ihre Marktkapitalisierung am 9. Januar auf rund 312 Milliarden US-Dollar, was etwa 9,83 Prozent der gesamten Krypto-Marktkapitalisierung entspricht. Das ist ein relevanter Kapitalblock, der bewusst abseits des Kursrisikos positioniert ist.
Das Geld ist also bereits im Krypto-Ökosystem angekommen, es steht grundsätzlich bereit. Was fehlt, ist die Bereitschaft, dieses Kapital breit in volatile Assets zu lenken. In solchen Phasen entstehen nachhaltige Bewegungen selten durch eine einzelne Schlagzeile oder ein isoliertes Ereignis. Meist braucht es eine Kombination mehrerer Faktoren, die gemeinsam genug Unsicherheit aus dem Markt nehmen, damit Risiko wieder eingegangen wird.
Vor diesem Hintergrund gewinnt die aktuelle Ballung makroökonomischer Termine an Bedeutung. Entscheidungen und Datenpunkte rund um den Supreme Court, den US-Arbeitsmarkt, die Inflationszahlen und später die Geldpolitik der US-Notenbank wirken wie Ventile, Coinspeaker berichtete. Je nach Ausgang können sie den Stillstand verlängern oder den Impuls liefern, der das geparkte Kapital wieder in Bewegung setzt.
Es sieht danach aus, dass der Markt “erwachsener” geworden ist und damit deutlich schwerer über einfache Narrative zu bewegen ist. Wo früher einzelne Schlagzeilen oder neue Token-Stories für kurzfristige Euphorie sorgten, greifen solche Mechanismen heute nur noch begrenzt. Zum einen begründet über die Entwicklung bei Bitcoin-ETFs, zum anderen über Treasury-Strategien großer Marktteilnehmer mit signifikanten Bitcoin-Beständen wie etwa Strategy.
Sie verschieben den mentalen „Default“ vieler Investoren. Bitcoin wird zunehmend als strukturelle Basisposition wahrgenommen, als Kernbestand im Portfolio, während Altcoins eher die Rolle von Satelliten einnehmen.
Warum ausgerechnet heute ein Stresstest für die Breite wird
Märkte handeln Erwartungen. Und genau diese Erwartungen haben heute klare Fixpunkte. Auf der einen Seite steht ein potenziell marktbewegendes Urteil des Supreme Court zu Trumps Zollpolitik, auf der anderen der US-Arbeitsmarktbericht, der unmittelbaren Einfluss auf Zinserwartungen haben kann. Flankiert wird das Ganze in den kommenden Tagen von den US-Inflationsdaten und wenig später vom nächsten FOMC-Meeting Ende Januar.
Für die Marktbreite ist das ein klassischer Belastungstest. Kehrt der Risikoappetit zurück, zeigt sich das in der Regel zuerst dort, wo Anleger bereit sind, wieder über Bitcoin hinauszugehen. Altcoins profitieren dann überproportional, weil Kapital nicht mehr nur Sicherheit sucht, sondern Rendite. Dreht die Stimmung jedoch in die andere Richtung, verstärkt sich das Gegenteil: Konzentration nimmt zu, Dominanz steigt, und die Breite trocknet weiter aus.
„Emotionslos bleiben“ und Bedingungen definieren, statt Erwartungen hinterherzulaufen, dürfte eine sinnvolle Haltung für ein Marktsegment sein, das besonders sensibel auf makroökonomische Überraschungen reagiert. Altcoins reagieren meist überzeichnet, nach oben wie nach unten.
🚨 The latest data paints a clearer cooling trend: The number of available jobs in the US just hit its lowest level in more than a year, US businesses sought out fewer workers in November and hiring rates wilted even further.#Jobs#LaborMarket#EconomicData#Economy#Stocks… pic.twitter.com/bvT5NqaUiP
Pia ist Web3- und AI-Enthusiastin. Als studierte Geisteswissenschaftlerin liebt sie es, den Zeitgeist innerhalb der Gesellschaft zu beobachten und zu analysieren. Ehemalig im Think Tank und Forschungszentrum der Frankfurt School of Finance als Bitcoin-Talent und NFT-Talent im Frankfurt Blockchain Center. Wenn sie nicht gerade schreibt, surft sie gerne am Atlantik.
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