Bitcoin 2026: So könnte sich der Kurs im nächsten Jahr entwickeln
Nach einem volatilen vierten Quartal 2025 richten Investoren den Blick auf 2026 und stellen sich die Frage, ob Bitcoin im nächsten Jahr eine nachhaltige Erholung gelingt, oder ob sich die Abwärtsbewegung weiter fortsetzt. Erfahre hier mehr!
Die Aussicht auf eine geldpolitische Lockerung durch die US-Notenbank Federal Reserve dürfte Liquidität in Risikoassets wie Bitcoin lenken.
Zugleich sendet die zunehmend krypto-freundliche Haltung der USA Signale an internationale Investoren und Institutionen, die Bitcoin weiter legitimiert.
Nüchtern betrachtet könnten diese strukturellen Faktoren im Jahr 2026 einen starken Anstieg des Bitcoin-Kurses ermöglichen, mit möglichen Zielzonen jenseits von 150.000 USD.
Bitcoin 2025: So schwierig war das Jahr für den Krypto-König
Während sich das Jahr 2025 allmählich dem Ende zuneigt, ziehen viele Krypto-Händler eine ernüchternde Bilanz:
Nach der Euphorie rund um die US-Präsidentschaftswahl folgte ein Jahr starker Gegensätze, politischer Unsicherheiten und extremer Volatilität. Ausgangspunkt der Rallye war das vierte Quartal 2024.
Im Vorfeld der Wahl sorgten ambitionierte, teils vage formulierte Versprechen von Donald Trump für einen deutlichen Stimmungswechsel am Markt, und BTC stieg innerhalb weniger Wochen von 60.000 auf 105.000 USD.
Mit Trumps Wahlsieg folgte jedoch die Ernüchterung. Viele der angekündigten Maßnahmen wurden nur eingeschränkt umgesetzt oder blieben ganz aus.
In Kombination mit einer wilden Zollpolitik sowie wachsenden geopolitischen Spannungen geriet der Markt unter Druck. In den ersten beiden Quartalen 2025 verlor Bitcoin rund 32 Prozent und fiel zeitweise auf etwa 74.500 US-Dollar zurück.
Zwar gelang in den darauffolgenden Monaten eine Stabilisierung, die den Kurs in Erwartung einer geldpolitischen Lockerung in den USA sogar auf ein neues Allzeithoch von rund 126.000 US-Dollar trieb.
Doch im Oktober folgte ein historischer „Flashcrash“: Innerhalb einer Woche brach Bitcoin um 16,3 Prozent ein, begleitet von marktweiten Liquidierungen in Höhe von über 19 Milliarden US-Dollar – ein in der Geschichte von Krypto beispielloses Ereignis!
Seitdem steht Bitcoin unter erheblichem Druck und notiert aktuell bei rund 87.100 US-Dollar. Vor diesem Hintergrund stellt sich für viele Anleger die Frage, ob Bitcoin im Jahr 2026 eine nachhaltige Erholung gelingt, oder ob sich die Abwärtsbewegung weiter fortsetzt. So kannst du Bitcoin anonym kaufen!
Steigende globale Liquidität als Treiber für Risiko-Assets
Meiner Meinung nach stellt die Entwicklung der globalen Liquidität einen zentralen makroökonomischen Einflussfaktor für den Bitcoin-Preis im Jahr 2026 dar.
Kurzfristig belasten die jüngste Leitzinserhöhung in Japan sowie Rückflüsse aus dem Carry Trade die Märkte. Dieser Effekt dürfte jedoch weitestgehend begrenzt bleiben, da Japan im globalen Kontext lediglich ein vergleichsweise kleiner Impulsgeber ist.
Weitaus entscheidender ist die geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank. Die Federal Reserve hat zuletzt eine Lockerung ihrer Politik in Aussicht gestellt und signalisiert damit eine Abkehr von der restriktiven Phase der vergangenen Jahre.
Eine solche Lockerung setzt neue Liquidität frei, die erfahrungsgemäß nicht im Bankensystem verbleibt, sondern ihren Weg in Finanzmärkte und Risikoassets findet. Bitcoin profitiert in diesem Umfeld gleich doppelt:
Zum einen als hochvolatiles Asset mit überdurchschnittlicher Sensitivität gegenüber Liquiditätszuflüssen, zum anderen als bewusst knapp konstruierte Alternative zu inflationärer Geldpolitik.
Gerade die Aussicht auf erneute monetäre Expansion unterstreicht den strukturellen Nutzen eines „harten“ Assets. Historisch betrachtet kennt die globale Liquidität langfristig nur eine Richtung – nach oben.
Umfang und Tempo der geldpolitischen Lockerung werden daher maßgeblich bestimmen, wie stark das Momentum für knappe Assets ausfällt. Neben Edelmetallen, Aktien und ETFs dürfte natürlich auch Bitcoin überproportional von neuer Liquidität profitieren.
Neue Maßnahmen der USA könnten neue Impulse für Bitcoin liefern
Der zweite zentrale Treiber ist meiner Einschätzung zufolge die zunehmend bitcoin- und kryptoversierte Haltung der USA. Mit der Zulassung von Bitcoin-ETFs und dem Markteintritt großer Asset-Manager ist der institutionelle Zugang bereits strukturell verankert worden.
Parallel dazu zeichnet sich unter der Führung von Donald Trump aber auch auf politischer Ebene ein klar konträrer Kurs gegenüber früherer Regulierung ab: Krypto und Stablecoins werden unterstützt, anstatt bekämpft.
Diese Positionierung ist weit mehr als innenpolitische Symbolik. Sie sendet ein starkes Signal an internationale Investoren, Staaten und Finanzinstitutionen, dass Krypto als legitime Anlageklasse akzeptiert wird.
Zwar bleibt derzeit offen, wie tief Bitcoin tatsächlich in das US-Finanzsystem integriert werden soll.
Doch schon einzelne bullische Impulse – etwa eine Ausweitung der strategischen Bitcoin-Reserve, eine breitere Zulassung in Pensionsfonds, oder regulatorische Privilegierungen – könnten eine weitreichende Signalwirkung entfalten, da Maßnahmen der größten Volkswirtschaft in der Vergangenheit häufig als „Blaupause“ dienten.
Auch wenn bereits einige Staaten Bitcoin halten bzw. nutzen, bleibt die USA der entscheidende Dreh- und Angelpunkt. Ein glaubwürdiger, struktureller Einstieg der USA hätte das Potenzial, eine zweite, staatlich getriebene Adoptionswelle auszulösen – mit entsprechendem Einfluss auf Preis, Marktstruktur und die langfristige Wahrnehmung von Bitcoin.
Fazit: Niemand kennt die Zukunft – und trotzdem sieht sie rosig aus!
Niemand kennt die Zukunft. Weder lässt sich exakt vorhersagen, wie stark und wie schnell eine geldpolitische Lockerung tatsächlich auf die Finanzmärkte durchschlägt, noch ist absehbar, wie konsequent und nachhaltig die USA ihre krypto-freundliche Haltung in konkrete Maßnahmen umsetzen werden.
Vor diesem Hintergrund erachte ich folgende Prognose für plausibel: Nach einem zähen, von Konsolidierung und Volatilität geprägten vierten Quartal 2025 rechne ich 2026 mit einem klar bullischen Marktumfeld für Bitcoin.
In einem „Basisszenario“ halte ich Preisregionen jenseits der 150.000-USD-Marke für realistisch, getragen von steigender globaler Liquidität, wachsender institutioneller Beteiligung und zunehmender geopolitischer Legitimation, insbesondere durch die USA.
In einem „bullischen Szenario“ sind sogar Kurse um oder oberhalb von 200.000 US-Dollar nicht auszuschließen. Diese Einschätzung steht auch im Einklang mit Prognosen führender Marktakteure wie ARK Invest, Grayscale, Bitwise oder Standard Chartered.
Entscheidend ist dabei weniger ein einzelner Auslöser als das Zusammenspiel struktureller Faktoren: geldpolitische Lockerung, regulatorische Akzeptanz und die fortschreitende Etablierung von Bitcoin als knappes, globales Wertaufbewahrungsmittel.
Dennis Geisler, 25, stammt aus Kiel und lebt seit August in Thailand. Im Jahr 2020 kam er erstmals mit Kryptowährungen in Berührung, als er über Binance XRP im Wert von 100 Euro kaufte. Die starken Kursschwankungen und das Potenzial schneller Gewinne zogen ihn in den Bann und weckten sein Interesse an den Mechanismen hinter den Preisbewegungen – von rationalen Marktkräften bis hin zu psychologischen Mustern.
Heute verbindet er seine journalistische Leidenschaft mit der Krypto-Welt: Für verschiedene Formate verfasst er Nachrichten, Grundlagenartikel und tiefgehende Blockchain-Analysen. Mit BitBlog engagiert er sich zudem in Norddeutschland für die Beratung von Unternehmen und Privatpersonen rund um digitale Währungen.
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