Bitcoin Kurs Prognose: BTC konsolidiert, während MARA Holdings mit heftigen Verlusten konfrontiert ist

Der US-Bitcoin-Miner MARA Holdings hat im vierten Quartal 2025 einen massiven Ergebniseinbruch verbucht. Ein Nettoverlust von 1,7 Milliarden US-Dollar – ausgelöst durch die Neubewertung der umfangreichen Bitcoin-Reserven – markiert eine deutliche Trendwende. Dennoch reagierten Anleger positiv: Ein strategisches Joint Venture im Bereich KI-Infrastruktur ließ die Aktie zweistellig steigen und verschob den Fokus auf künftige Wachstumsfelder.

Dennis Geisler von Dennis Geisler Updated 4 Min. read
Bitcoin Kurs Prognose: BTC konsolidiert, während MARA Holdings mit heftigen Verlusten konfrontiert ist

Das Wichtigste in Kürze

  • MARA verzeichnete bei rückläufigem Umsatz und steigenden Produktionskosten einen deutlichen Gewinneinbruch, während die Mining-Schwierigkeit und der Margendruck weiter zunahmen.
  • Trotz operativer Fortschritte bei der Rechenleistung sank die tatsächliche Bitcoin-Produktion, was die strukturellen Herausforderungen des Geschäftsmodells verdeutlicht.
  • Die angekündigte Partnerschaft mit Starwood Capital Group zur Entwicklung KI-fähiger Rechenzentren wurde vom Markt positiv aufgenommen und trieb die Aktie deutlich an.

MARA mit ernüchternden Zahlen für das 4. Quartal 2025

Der US-amerikanische Bitcoin-Taditionsminer MARA Holdings hat im vierten Quartal einen drastischen Ergebniseinbruch verzeichnet.

So meldete das Unternehmen einen Nettoverlust von 1,7 Milliarden US-Dollar – maßgeblich verursacht durch eine Neubewertung der immensen Bitcoin-Bestände.

Trotz der schwachen Bilanzzahlen legte die Aktie im späten Wochenverlauf um mehr als 15 Prozent zu. Auslöser war die Ankündigung eines neuen Rechenzentrums-Joint-Ventures mit Starwood Capital Group.

Der Umsatz sank im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 202,3 Millionen US-Dollar. Hintergrund ist der rund 30-prozentige Rückgang des Bitcoin-Preises im Quartalsverlauf, der den bilanziellen Wert der digitalen Vermögenswerte deutlich reduzierte.

Im Vorjahreszeitraum hatte MARA noch einen Nettogewinn von 528,3 Millionen US-Dollar ausgewiesen. Die aktuelle Entwicklung markiert damit eine klare Trendwende – typisch für Geschäftsmodelle, die stark am Kryptomarkt hängen.

Operativ zeigte sich ein gemischtes Bild: Die sogenannte „energized hashrate“ – also die aktiv eingesetzte Rechenleistung – stieg um 25 Prozent auf 66,4 Exahashes pro Sekunde. Dennoch sank die tatsächliche Bitcoin-Produktion.

Im Berichtsquartal wurden 2.011 Bitcoin geschürft, und damit weniger als im Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging die Zahl der „gewonnenen“ Blöcke sogar um 15 Prozent zurück!

Steigende Kosten und wachsender Wettbewerbsdruck

Grund für diese Entwicklung ist die Tatsache, dass sich der Energieaufwand pro gemintem Bitcoin deutlich erhöht hat. Die Kosten stiegen auf 48.611 US-Dollar je Einheit, nach 31.608 US-Dollar im Vorjahr.

Hauptgrund ist die wachsende Mining-Schwierigkeit im Bitcoin-Netzwerk, die schneller zunahm als die eigene Rechenkapazität. Für börsennotierte Bitcoin-Miner wie MARA verschärft sich damit der Margendruck.

Zum Jahresende hielt das Unternehmen 53.822 Bitcoin mit einem bilanzierten Wert von rund 4,7 Milliarden US-Dollar, einschließlich verpfändeter Bestände.

Zusammengenommen beliefen sich liquide Mittel und die Bitcoin-Reserve auf etwa 5,3 Milliarden US-Dollar. Damit bleibt MARA hinter Strategy nach wie vor der zweitgrößte börsennotierte Unternehmenshalter von Bitcoin weltweit.


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Strategischer Schwenk in Richtung KI-Infrastruktur

Neben den ernüchternden Quartalszahlen kündigte MARA jedoch eine strategische Partnerschaft mit Starwood an. Geplant ist der Aufbau KI-fähiger Rechenzentren an bestehenden, energieintensiven Standorten.

Die Plattform soll kurzfristig IT-Kapazitäten von rund einem Gigawatt ermöglichen, mit einer perspektivischen Erweiterung auf bis zu 2,5 Gigawatt.

Mit diesem Schritt diversifiziert MARA sein Geschäftsmodell über das reine Bitcoin-Mining hinaus und adressiert den boomenden Markt für Künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing.

Investoren honorierten die Expansionspläne: Im nachbörslichen Handel zog die Aktie deutlich an. Die Kursreaktion signalisiert, dass der Kapitalmarkt die strategische Öffnung in Richtung KI-Infrastruktur trotz kurzfristiger Verluste positiv bewertet.

Der Bitcoin-Kurs im Überblick: Konsolidierung im Seitwärtskanal

Auf dem 4H-Chart dominiert weiterhin eine intakte Abwärtsstruktur.

Seit dem Hoch im Bereich oberhalb von 90.000 USD etablierte sich eine klare Sequenz fallender Hochs, begleitet von einer abwärtsgerichteten Trendlinie sowie einer sinkenden gleitenden Durchschnittslinie (weiß gestrichelt), die als dynamischer Widerstand fungiert.

Der impulsive Abverkauf Anfang Februar bis knapp unter 60.000 USD markierte einen Kapitulationspunkt, woraufhin der Markt in eine volatile Seitwärtskonsolidierung überging.

Aktuell notiert der Kurs bei rund 66.200 USD und bewegt sich unterhalb des Widerstandsclusters bei 68.500–71.500 USD. Mehrere Erholungsversuche wurden in diesem Bereich abgewiesen, was die Angebotsdominanz bestätigt.

Auf der Unterseite bleibt die Zone um 60.000 USD die zentrale Unterstützung. Ein nachhaltiger Bruch darunter würde das Abwärtsszenario reaktivieren und Potenzial bis in den Bereich von 56.000 USD eröffnen.

Der RSI bewegt sich im neutralen Bereich um 48 Punkte und signalisiert kurzfristig nachlassendes Momentum ohne klare Divergenz. Kurzfristig ist also mit einer Fortsetzung der Seitwärtsbewegung innerhalb der Range 60.000–71.500 USD zu rechnen.

Erst ein signifikanter Ausbruch über 71.500 USD würde das Chartbild aufhellen und eine technische Erholung in Richtung 75.000 USD ermöglichen. Bis dahin bleibt das übergeordnete Bias bärisch.


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Dennis Geisler

Dennis Geisler, 25, stammt aus Kiel und lebt seit August in Thailand. Im Jahr 2020 kam er erstmals mit Kryptowährungen in Berührung, als er über Binance XRP im Wert von 100 Euro kaufte. Die starken Kursschwankungen und das Potenzial schneller Gewinne zogen ihn in den Bann und weckten sein Interesse an den Mechanismen hinter den Preisbewegungen – von rationalen Marktkräften bis hin zu psychologischen Mustern. Heute verbindet er seine journalistische Leidenschaft mit der Krypto-Welt: Für verschiedene Formate verfasst er Nachrichten, Grundlagenartikel und tiefgehende Blockchain-Analysen. Mit BitBlog engagiert er sich zudem in Norddeutschland für die Beratung von Unternehmen und Privatpersonen rund um digitale Währungen.

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