Bitcoin Kurs Prognose: Strategy vor dem 100. Bitcoin-Kauf? Michael Saylor sendet klares Signal

Die ehemals als MicroStrategy bekannte Strategy steht offenbar vor ihrer 100. Bitcoin-Transaktion. CEO Michael Saylor deutete einen weiteren Kauf über die Plattform X an – ein Muster, das in der Vergangenheit regelmäßig neuen Akkumulationen vorausging. Trotz zwischenzeitlicher Buchverluste hält das Unternehmen unbeirrt an seiner aggressiven Treasury-Strategie fest.

Dennis Geisler von Dennis Geisler Updated 4 Min. read
Bitcoin Kurs Prognose: Strategy vor dem 100. Bitcoin-Kauf? Michael Saylor sendet klares Signal

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit 2020 hat Strategy 717.131 BTC akkumuliert und sich damit zum größten börsennotierten Bitcoin-Halter entwickelt.
  • Ein weiterer Kauf würde die Serie kontinuierlicher Zukäufe im Jahr 2026 fortsetzen – ungeachtet eines aktuellen Kurses unterhalb des durchschnittlichen Einstandspreises.
  • Während Bitcoin technisch unter Druck steht, wirken die wiederkehrenden Käufe als strukturelle Nachfragekomponente im Markt.

Strategy vor dem 100. Bitcoin-Kauf?

Die Bitcoin-Treasury-Gesellschaft MicroStrategy, die inzwischen unter dem Namen Strategy firmiert, steht offenbar vor ihrem 100. Bitcoin-Kauf. Vorstandschef Michael Saylor deutete dies auf der Plattform X an.

Wie bereits bei früheren Transaktionen veröffentlichte er einen Screenshot von StrategyTracker und kommentierte diesen mit „The Orange Century“. Solche Beiträge gelten am Markt als verlässliche Vorboten neuer Käufe.

Seit dem Einstieg im August 2020 hat das Unternehmen 99 einzelne Bitcoin-Transaktionen durchgeführt und dabei insgesamt 717.131 BTC im Wert von 46,44 Milliarden US-Dollar akkumuliert.

Der durchschnittliche Einstandspreis liegt bei 76.027 US-Dollar je Coin. Das bedeutet, dass die Gesamtposition bei einem aktuellen Kurs von rund 64.700 US-Dollar gerade unterhalb des durchschnittlichen Kaufpreises notiert!

Konsequente Akkumulation trotz Buchverlusten

Ungeachtet der zwischenzeitlichen Kursrückgänge hat Strategy seine Akkumulationsstrategie im Jahr 2026 nicht verlangsamt. In den vergangenen zwölf Wochen erwarb das Unternehmen durchgehend weitere Bestände.

Ein erneuter Kauf würde diese Serie auf 13 aufeinanderfolgende Wochen ausweiten und die Signalwirkung der Strategie weiter verstärken.

Der Erstkauf erfolgte im August 2020 mit einem Volumen von 250 Millionen US-Dollar. Seitdem konnte sich Strategy zum weltweit größten börsennotierten Halter von Bitcoin entwickeln.

Nach Unternehmensangaben dient die aggressive Treasury-Politik als Absicherung gegen monetäre Expansion und als langfristiger Wertspeicher.

Kapitalmarktreaktion und Signalwirkung

Auch die Aktienkursentwicklung spiegelt die strategische Neuausrichtung wider. Laut Daten von Yahoo Finance stieg die Aktie seit dem ersten Bitcoin-Kauf um rund 950 Prozent – von etwa 12,44 auf 131,05 US-Dollar.

Nichtsdestotrotz ist die Aktie ganze 76 Prozent vom Allzeithoch bei 553 USD (Ende 2024) entfernt!

Unterm Strich gilt Strategy damit als Blaupause für eine wachsende Zahl börsennotierter Unternehmen, die digitale Assets in ihre Bilanz integrieren und Kapitalmarkt-Exposure gezielt mit Krypto-Strategien verknüpfen.

Auch für den Preis sind die wiederkehrenden Käufe eine nachhaltige Stütze. Während viele Kleinanleger kapitulieren und so den Markt mit „Supply“ fluten, absorbieren Akteure wie Strategy mit ihrem immensen Kapital den Verkaufsdruck.


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Der Bitcoin-Kurs im Überblick: Der Markt kommt einfach nicht aus dem Quark

Bitcoin ist mit deutlichem Verkaufsdruck in die neue Handelswoche gestartet und verlor binnen 24 Stunden mehr als vier Prozent auf 64.700 US-Dollar.

Damit wurde ein Großteil der Wochenend-Erholung neutralisiert – ein Hinweis auf eine fragile Marktstruktur, die weiterhin unter den Nachwirkungen einer jüngsten Kapitulationsphase steht.

Noch am Samstag hatte BTC kurzfristig 68.600 US-Dollar erreicht, bevor eine abrupte Trendwende einsetzte.

Am frühen Montagmorgen fiel der Kurs innerhalb von weniger als zwei Stunden um über 3.000 US-Dollar und kehrte an die untere Begrenzung der Seitwärtsrange zurück, die sich nach dem Abverkauf vom 6. Februar bis in den Bereich von 60.000 US-Dollar etabliert hatte.

Technisch bleibt der Markt damit in einer instabilen Konsolidierungszone gefangen.

Makro-Umfeld und Derivatemarkt unter Druck

Die Schwäche am Kryptomarkt ging mit einer defensiveren Tendenz an den traditionellen Märkten einher. Futures auf US-Aktienindizes notierten tiefer, wobei insbesondere Kontrakte auf den Nasdaq-100 um 0,9 Prozent nachgaben.

Parallel dazu legten klassische Safe-Haven-Assets deutlich zu: Gold stieg um rund zwei Prozent, Silber sogar um mehr als fünf Prozent.

Am Derivatemarkt kam es zu massiven Zwangsschließungen. Laut Daten von CoinGlass wurden innerhalb von 24 Stunden mehr als 136.000 Trader liquidiert, was einem Gesamtvolumen von 458 Millionen US-Dollar entspricht.

Rund 92 Prozent der Liquidationen betrafen gehebelte Long-Positionen – ein klares Indiz für einseitige Positionierung im Vorfeld des Abverkaufs.

Stimmung und On-Chain-Indikatoren verschlechtern sich

Auch die Marktstimmung kühlte deutlich ab. Der von Alternative.me veröffentlichte Crypto Fear & Greed Index fiel auf fünf von 100 Punkten und signalisiert damit „extreme Angst“.

Seit seiner Einführung 2018 erreichte der Index dieses Niveau ausschließlich in ausgeprägten Korrekturphasen.

On-Chain-Daten von Glassnode zeigen, dass kurzfristige Investoren Anfang des Monats täglich Verluste von bis zu 1,24 Milliarden US-Dollar realisierten. Zuletzt sank dieser Wert auf etwa 480 Millionen US-Dollar pro Tag.

Die Intensität der Verlustrealisierung nimmt somit ab, allerdings verkaufen viele Marktteilnehmer weiterhin unter Einstand.

Zusätzliche Daten von CryptoQuant deuten darauf hin, dass vor allem große Marktakteure die Exchange-Zuflüsse dominieren. Die sogenannte Exchange-Whale-Ratio stieg auf 0,64 und markiert damit den höchsten Stand seit 2015.

Nahezu zwei Drittel der eingehenden BTC stammen somit von den zehn größten täglichen Einzahlungen – ein Signal für erhöhte Aktivität kapitalkräftiger Investoren in einer ohnehin angespannten Marktphase.


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Dennis Geisler

Dennis Geisler, 25, stammt aus Kiel und lebt seit August in Thailand. Im Jahr 2020 kam er erstmals mit Kryptowährungen in Berührung, als er über Binance XRP im Wert von 100 Euro kaufte. Die starken Kursschwankungen und das Potenzial schneller Gewinne zogen ihn in den Bann und weckten sein Interesse an den Mechanismen hinter den Preisbewegungen – von rationalen Marktkräften bis hin zu psychologischen Mustern. Heute verbindet er seine journalistische Leidenschaft mit der Krypto-Welt: Für verschiedene Formate verfasst er Nachrichten, Grundlagenartikel und tiefgehende Blockchain-Analysen. Mit BitBlog engagiert er sich zudem in Norddeutschland für die Beratung von Unternehmen und Privatpersonen rund um digitale Währungen.

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