Bitcoin Prognose: Immer schwächer – Anleger verkaufen Bitcoin-ETFs

Die wertvollste Kryptowährung der Welt tritt weiterhin auf der Stelle. Zwar notiert Bitcoin stabil bei 68.000 US-Dollar, doch von echter bullischer Dynamik ist wenig zu erkennen. Der Markt schafft es bislang nicht, Anschlusskäufe zu generieren, die einen nachhaltigen Ausbruch über die obere Range-Begrenzung bei 72.000 US-Dollar ermöglichen würden. Im Gegenteil: Die jüngsten Kursbewegungen wirken zunehmend […]

Markus Reinhardt von Markus Reinhardt Markus Reinhardt Editor Markus Reinhardt Updated 3 Min. read
Bitcoin Prognose: Immer schwächer – Anleger verkaufen Bitcoin-ETFs

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Wichtigste in Kürze.
  • Bitcoin-ETFs verlieren weiter Kapital.
  • Das Momentum bei Bitcoin ist schwach.
  • Fünfte Woche in Folge Kapitalabfluss aus den Spot-ETFs.

Die wertvollste Kryptowährung der Welt tritt weiterhin auf der Stelle. Zwar notiert Bitcoin stabil bei 68.000 US-Dollar, doch von echter bullischer Dynamik ist wenig zu erkennen. Der Markt schafft es bislang nicht, Anschlusskäufe zu generieren, die einen nachhaltigen Ausbruch über die obere Range-Begrenzung bei 72.000 US-Dollar ermöglichen würden.

Im Gegenteil: Die jüngsten Kursbewegungen wirken zunehmend kraftlos. Erholungsversuche werden rasch verkauft, Volumen bleibt überschaubar. Die Seitwärtsrange zwischen 60.000 und 72.000 US-Dollar dominiert weiter das Bild – und die Marktstruktur zeigt eher schleichende Schwäche als neue Aufbruchsstimmung.

Kapitalabflüsse aus US-Spot-ETFs belasten den Markt

Ein wesentlicher Belastungsfaktor bleibt der anhaltende Verkaufsdruck aus den US-Spot-Bitcoin-ETFs. Produkte wie der iShares Bitcoin Trust von BlackRock oder der Grayscale Bitcoin Trust galten in den vergangenen Quartalen als entscheidender Preistreiber. Institutionelles Kapital floss in Milliardenhöhe in diese Vehikel und sorgte für strukturelle Nachfrage nach physisch hinterlegtem Bitcoin.

Aktuell zeigt sich jedoch ein gegenteiliges Bild. In der vergangenen Woche verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs Nettoabflüsse in Höhe von rund 315,8 Millionen US-Dollar. Damit setzt sich die längste Abflussserie seit fast einem Jahr fort – inzwischen bereits fünf Wochen in Folge. Zwar gab es zwischenzeitlich einen positiven Tageswert von 88 Millionen US-Dollar, maßgeblich getragen vom iShares Bitcoin Trust mit etwa 64,5 Millionen US-Dollar Zufluss. Doch dieser einzelne Lichtblick ändert nichts am übergeordneten Trend.

Wenn Kapital aus ETFs abgezogen wird, bedeutet das in der Praxis häufig, dass Bitcoin-Bestände verkauft oder zumindest weniger aggressiv akkumuliert werden. Genau dieser fehlende strukturelle Nachfrageimpuls macht sich nun im Kurs bemerkbar. Während ETFs zuvor als permanenter Kaufmechanismus wirkten, fehlt aktuell dieser kontinuierliche Kapitalzufluss. Das dämpft nicht nur kurzfristig die Preisentwicklung, sondern wirkt auch psychologisch belastend: Institutionelle Investoren scheinen zurückhaltender zu agieren.

Solange sich dieser Trend nicht dreht und wieder nachhaltige Nettozuflüsse in die Spot-Produkte einsetzen, dürfte es für Bitcoin schwierig bleiben, genügend Momentum für einen klaren Ausbruch über 72.000 US-Dollar aufzubauen.

Rekordserie bei den Abflüssen – aber kein Volumenrekord

Auch der Analyst Timothy Peterson verweist auf die aktuelle Schwäche bei den ETF-Zuflüssen. Laut seinen Daten verzeichnen die Bitcoin-ETFs inzwischen fünf aufeinanderfolgende Wochen mit Nettoabflüssen – das entspricht einer Rekorddauer. Entscheidend ist jedoch: Es handelt sich nicht um einen Rekord beim Volumen der Mittelabflüsse.

Diese Differenz ist wichtig für die Einordnung. Zwar zeigt die Länge der Abflussserie eine anhaltende Zurückhaltung institutioneller Investoren, doch das tatsächliche Kapital, das den Markt verlässt, bewegt sich nicht auf extremen historischen Niveaus. Es ist also eher ein schleichender, struktureller Druck als eine panikartige Kapitulation.

Für den Bitcoin-Markt bedeutet das: Die Dynamik fehlt, aber es gibt bislang kein massives Liquiditätsereignis, das auf eine systemische Krise hindeutet.

Ob sich daraus eine Bodenbildung oder eine weitere Schwächephase entwickelt, dürfte maßgeblich von der künftigen ETF-Nachfrage abhängen. Denn es mangelt aktuell an Nachfrage im Bitcoin-Markt.

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Markus Reinhardt

Markus Reinhardt stammt aus München und lebt aktuell in Berlin. Bereits 2015 entdeckte er Bitcoin für sich und war sofort fasziniert von der Idee einer dezentralen und staatenunabhängigen Währung. Seitdem verfolgt er als überzeugter Bitcoin-Maximalist das Ziel, langfristig Vermögen ausschließlich mit Bitcoin aufzubauen. Neben seiner journalistischen Arbeit betreibt Markus auch ein kleines Mining-Projekt und ist sportlich im Bouldern aktiv. Außerdem liebt er es, neue Rezepte aus der mediterranen Küche auszuprobieren und für Freunde zu kochen.

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