Bitcoin Prognose: So ist Bitcoin auch ohne Protokolländerung quantenresistent!
Die Bedrohung durch Quantencomputer gilt seit Jahren als das ultimative Endzeitszenario für Bitcoin. Doch während die Fachwelt bisher über komplexe Hardforks und langwierige Konsensdebatten stritt, hat Avihu Levy von Starkware am 9. April 2026 eine verblüffende Lösung präsentiert: Quantum Safe Bitcoin (QSB). Das System verspricht quantensichere Transaktionen innerhalb der bestehenden Regeln – ein technologischer Befreiungsschlag, der die Zeitrechnung für das digitale Gold grundlegend verändert und den bisherigen Governance-Stau einfach umgeht.
QSB ermöglicht quantensichere Bitcoin-Transaktionen auf Basis der bestehenden Skript-Regeln, ohne dass eine Änderung des Netzwerkprotokolls erforderlich ist.
Durch den Einsatz eines innovativen "Hash-to-Signature"-Rätsels wird die Sicherheit von der anfälligen Elliptische-Kurven-Kryptografie auf die quantenresistente Pre-Image-Härte von Hash-Funktionen übertragen.
Trotz der hohen Rechenkosten für Nutzer markiert dieses Verfahren den ersten praxistauglichen Schutz gegen Shor’s Algorithmus auf der Blockchain.
Die Anatomie der Gefahr: Shor’s Algorithmus und das Erbe
Die fundamentale Verwundbarkeit von Bitcoin liegt in seinem Signaturverfahren ECDSA. Ein ausreichend leistungsstarker Quantencomputer könnte mittels Shor’s Algorithmus aus einem bekannten öffentlichen Schlüssel den privaten Schlüssel berechnen.
Da öffentliche Schlüssel bei jeder Transaktion oder in älteren Adressformaten offen auf der Blockchain liegen, wären diese Guthaben schutzlos ausgeliefert.
Bisherige Lösungsvorschläge wie BIP-360 erforderten stets einen sogenannten Softfork, also eine minimale Änderung der Konsensregeln, deren Implementierung in der dezentralen Bitcoin-Community oft Jahre dauert.
Levy setzt mit QSB genau hier an und nutzt eine Schwachstelle in der Argumentation der Skeptiker aus: Die bestehenden Legacy-Skript-Regeln sind mächtig genug, um alternative Sicherheitsmodelle abzubilden.
Statt auf die mathematische Härte elliptischer Kurven zu vertrauen, baut QSB auf der Pre-Image-Resistenz von RIPEMD-160 auf.
Gegen diese Hash-Funktion bietet selbst ein Quantencomputer nur den quadratischen Geschwindigkeitsvorteil des Grover-Algorithmus, was bei einer 160-Bit-Länge einen Sicherheitsfaktor von etwa 80 Bit hinterlässt – ein Puffer, der nach aktuellem Stand der Forschung als sicher gilt.
Das System nutzt dabei eine modifizierte Version von Binohash und löst kritische Sicherheitslücken früherer Entwürfe, indem es eine feste Signatur-Struktur erzwingt und so die Wiederverwendung von Signaturen durch Angreifer verhindert.
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Brückenschlag zur Praxis: GPU-Power als Schutzschild
Der Clou des Verfahrens liegt in dem, was Levy als „Hash-to-Signature“-Puzzle bezeichnet. Der Absender einer Transaktion muss so lange über verschiedene Parameter iterieren, bis der Hash eines abgeleiteten Schlüssels eine gültige Signatur ergibt.
Die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer liegt bei etwa eins zu 70 Billionen.Was für einen herkömmlichen PC unmöglich erscheint, lässt sich mit moderner Hardware bändigen: Die Rechenkosten belaufen sich derzeit auf 75 bis 150 US-Dollar an GPU-Cloud-Kapazität.
In ersten Tests konnte ein solches Rätsel innerhalb weniger Stunden auf einem leistungsstarken GPU-Verbund gelöst werden. Wichtig ist hierbei die Unterscheidung der Prozesse:
Während die aufwendige Suche nach dem passenden Hash öffentlich auf Grafikkartenfarmen stattfinden kann, bleiben die privaten Schlüsselanteile stets auf dem Gerät des Nutzers. Es gibt jedoch funktionale Hürden.
Da QSB-Transaktionen die Standardlimits der Netzwerkknoten überschreiten, werden sie nicht wie gewohnt durch das P2P-Netzwerk geleitet. Nutzer müssen ihre Transaktionen stattdessen direkt an Mining-Pools übermitteln, die solche „Non-Standard“-Datenpakete akzeptieren.
Dies schränkt die alltägliche Nutzbarkeit zwar ein, bietet aber für große Vermögenswerte einen sofort verfügbaren Rettungsweg.
Levy selbst beschreibt QSB daher als eine Art Notfallsystem für den Ernstfall, nicht als sofortigen Ersatz für den täglichen Zahlungsverkehr oder das Lightning-Netzwerk.
Fazit und Einordnung
Avihu Levys Arbeit ist ein Meilenstein für die technologische Souveränität von Bitcoin. Er hat bewiesen, dass die Architektur des Netzwerks resilient genug ist, um selbst gegen zukünftige Bedrohungen wie Quantencomputer zu bestehen.
Und zwar ohne dabei auf die riskante Koordinierung der gesamten Community angewiesen zu sein. Für den Markt bedeutet dies eine massive Risikoreduktion, da die Existenzangst vor dem „Quanten-Tag“ nun einer praktischen Lösung weicht.
Politisch und gesellschaftlich stärkt es Bitcoins Rolle als zensurresistenter Wertspeicher, der sich organisch und dezentral an technologische Paradigmenwechsel anpassen kann.
Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels notiert der Bitcoin-Kurs bei rund 71.900 US-Dollar, was einem 24-Stunden-Anstieg von 1,41 Prozent sowie 7,96 Prozent auf 7-Tage-Basis entspricht. So kannst du Bitcoin anonym kaufen!
Dennis Geisler, 25, stammt aus Kiel und lebt seit August in Thailand. Im Jahr 2020 kam er erstmals mit Kryptowährungen in Berührung, als er über Binance XRP im Wert von 100 Euro kaufte. Die starken Kursschwankungen und das Potenzial schneller Gewinne zogen ihn in den Bann und weckten sein Interesse an den Mechanismen hinter den Preisbewegungen – von rationalen Marktkräften bis hin zu psychologischen Mustern.
Heute verbindet er seine journalistische Leidenschaft mit der Krypto-Welt: Für verschiedene Formate verfasst er Nachrichten, Grundlagenartikel und tiefgehende Blockchain-Analysen. Mit BitBlog engagiert er sich zudem in Norddeutschland für die Beratung von Unternehmen und Privatpersonen rund um digitale Währungen.
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