Bitcoin-Todesspirale? Michael Burry warnt

Bitcoin weiter unter 70.000 US-Dollar, Michael Burry spricht von einer „Todesspirale“. Was hinter dem Szenario steckt.

Michael Sprick von Michael Sprick Michael Sprick Editor Michael Sprick Updated 3 Min. read
Bitcoin-Todesspirale? Michael Burry warnt

Das Wichtigste in Kürze

  • Bitcoin konsolidiert am 10 Februar 2026 bei knapp 68.500 US-Dollar – nach einer brutalen Abwärtswelle.
  • Michael Burry warnt in einem neuen Text vor einer selbstverstärkenden „(Collateral) Death Spiral“ rund um Krypto, Treasury-Firmen und Zwangsverkäufe.
  • Leverage, Liquidationen, Refinanzierung – und die Frage, ob Firmen bei fallendem Kurs noch Kapital bekommen.

Der Bitcoin-Kurs bleibt angeschlagen. CoinGecko führt für den heutigen 10. Februar einen Stand von rund 68.500 US-Dollar auf. Das ist keine Randnotiz, sondern psychologisch relevant: Unter 70.000 US-Dollar kippt in vielen Portfolios die Stimmung von „Korrektur“ zu „Bärenmarkt“. Und genau in dieses Vakuum platzt der bekannteste Crash-Prophet der Wall Street: Michael Burry spricht von einer „Todesspirale“ für Krypto.

Bitcoin unter Druck: nicht „kaputt“, aber nervös

Michael Burry – vielen aus „The Big Short“ bekannt – beschreibt in seinem am 2. Februar veröffentlichten Text eine „collateral death spiral“. Gemeint ist ein Domino aus fallenden Kursen, sinkenden Sicherheiten, Margin-Calls und erzwungenen Verkäufen, der sich quer durch Märkte frisst. Wie bei der Finanzkrise 2008 gäbe es nun Parallelen. Bitcoin verhalte sich in Stressphasen eher wie ein reines Risiko-Asset, nicht wie ein Schutz gegen Geldentwertung – und könne bei weiteren Verlusten Bilanzen und Liquidität von großen Haltern belasten.

Was Burry konkret meint – und wo das Risiko wirklich sitzt

Der Begriff „Todesspirale“ klingt nach Endspiel. Tatsächlich beschreibt Burry aber vor allem eine Finanzierungs- und Liquiditätsdynamik: Wenn der Bitcoin-Kurs sinkt, schrumpfen Sicherheiten. Wenn Sicherheiten schrumpfen, werden Kreditlinien enger, Risikoabteilungen nervöser, Kapital teurer – und wer dann verkaufen muss, drückt den Kurs weiter. Dieser Mechanismus ist grundsätzlich banal, aber im Krypto-Ökosystem wegen hoher Hebelquoten und schneller Liquidationen besonders brutal.

Besonders im Fokus: sogenannte Bitcoin-Treasury-Unternehmen (börsennotierte Firmen, die Bitcoin in der Bilanz halten). Burry warnt, dass bei weiter fallendem Kurs für einzelne Modelle der Zugang zum Kapitalmarkt schwierig werden könnte. Das ist der sensible Punkt: Nicht „der Bitcoin“ geht kaputt – sondern manche Strukturen, die auf steigende Kurse und günstige Refinanzierung gebaut wurden.

Ein Beispiel dafür, wie schnell Narrativ und Kurs ineinander greifen, liefern die Marktkommentare rund um Strategy (ehemals MicroStrategy).

Praktischer Kontext: Sicherheit schlägt Hektik

Wenn Märkte zittern, passieren die klassischen Fehler: falsche Plattform, falsche Verwahrung, falscher Klick. Wer sich gerade erstmals ernsthaft mit Selbstverwahrung beschäftigt, findet hier bei Coinspeaker zwei Evergreen-Guides, die thematisch genau in dieses Umfeld passen: zum Einstieg in den Markt „Bitcoin kaufen“ und zur Auswahl der richtigen Börse unseren „Krypto Börsen Vergleich“.

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