Börsenbeben bei Krypto-Treasuries: BitMine und Strategy im Strudel von Bitcoin und ETH

BitMine und Strategy geraten nach starkem Bitcoin- und Ethereum-Absturz massiv unter Druck – politische Faktoren verschärfen die Lage.

Sergei Timurov von Sergei Timurov Updated 5 Min. read
Börsenbeben bei Krypto-Treasuries: BitMine und Strategy im Strudel von Bitcoin und ETH

Das Wichtigste in Kürze

  • Sowohl BitMine als auch Strategy mussten einen dramatischen Kurssturz ihrer Aktien um rund 10% hinnehmen.
  • Auslöser sind starke Verluste bei Bitcoin und Ethereum sowie Unsicherheit rund um einen möglichen US-Regierungsstillstand.
  • Die Marktturbulenzen könnten weitreichende Effekte auf die gesamte Kryptobranche und den Aktienmarkt haben.

Ein regnerischer Tag an den Finanzmärkten ließ am Donnerstag nicht nur Aktionäre, sondern auch Krypto-Enthusiasten schaudern: Während sich die Kurse von Bitcoin und Ethereum auf ein neues Jahrestief zubewegten, gerieten zwei der größten Krypto-Treasuries der Welt, BitMine und Strategy, besonders stark unter Druck.

Beide Unternehmen mussten einen dramatischen Kursrutsch hinnehmen, der nicht nur auf die aktuellen Turbulenzen an den Kryptomärkten zurückzuführen ist, sondern auch durch drohende politische Unsicherheiten in den Vereinigten Staaten sowie globale Wirtschaftsängste befeuert wird. Anleger und Analysten fragen sich: Ist das nur eine kurzfristige Korrektur – oder der Auftakt zu einer neuen Phase der Unsicherheit?

Aktienkurse im Sinkflug: BitMine und Strategy im Gleichschritt

Die Meldungen aus New York und Frankfurt überschlugen sich: Mit Handelsschluss am Donnerstag waren die Aktien der beiden börsennotierten Unternehmen BitMine (BMNR) und Strategy (MSTR) nahezu parallel um jeweils rund 10% eingebrochen. Für BitMine bedeutete das einen Rückgang auf 26,70 US-Dollar – ein Niveau, das zuletzt im November 2025 erreicht worden war. Auch das Tief von Strategy bei 139,36 US-Dollar markierte einen Jahrestiefstand. Investoren reagierten auf die enge Korrelation der Firmen mit den Kursen von Bitcoin und Ethereum empfindlich nervös und reduzierten ihre Bestände zum Teil panikartig.


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Marktverwerfungen durch politische Unsicherheit verstärkt

Dass es sich beim aktuellen Absturz nicht ausschließlich um marktinterne Ursachen handelt, verdeutlichen die politischen Rahmenbedingungen: Ein drohender US-Regierungsstillstand hat die Risikoaversion an den Finanzmärkten spürbar erhöht. Das US-Senat blockierte eine wichtige Zwischenlösung, sodass ein „Government Shutdown“ näher rückt. Für BitMine und Strategy, die allein wegen ihrer Krypto-Engagements regelmäßig im Fokus stehen, entwickelt sich die Volatilität der Gesamtmärkte damit zu einem doppelten Risiko – einerseits aus den Kryptomärkten selbst, andererseits aus politischen und makroökonomischen Stimmungen.

 

Scharfer Rückgang bei Bitcoin und Ethereum

Zeitgleich mit dem Absturz der Aktiencharts wurden die Auswirkungen auch am Kryptomarkt sichtbar. Der BTC Kurs fiel zwischenzeitlich über 5% und erreichte mit 83.407 US-Dollar das tiefste Niveau seit knapp zwei Monaten, während der Ethereum Kurs sogar über 6,5% verlor und auf 2.816 US-Dollar absackte. Experten machen hierfür neben den politischen Unsicherheiten vor allem große Einzelverkäufe und Gewinnmitnahmen aus – etwa durch sogenannte „Wale“, also Großinvestoren, die enorme Mengen an Coins auf den Markt werfen.


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Gigantische Kryptoreserven bei BitMine und Strategy

BitMine und Strategy zählen zu den weltweit größten Akteuren im treasuriebasierten Krypto-Sektor. BitMine hält laut aktuellen Daten von CoinGecko inzwischen Ethereum im Wert von rund 11,9 Milliarden US-Dollar – das entspricht etwa 3,5% der gesamten ETH-Umlaufmenge. Strategy indes dominiert den Bitcoin-Bereich: Mit einer Reserve von mehr als 712.000 BTC, bewertet auf fast 60 Milliarden US-Dollar, ist das Unternehmen maßgeblicher Einflussfaktor für den Markt. Diese Position macht beide Unternehmen allerdings auch extrem anfällig für Korrekturen in ihren Haupt-Assets.

Große Bitcoin Käufe vor dem Absturz: Mut oder Übermut?

Bemerkenswert ist, dass beide Unternehmen noch zu Wochenbeginn kräftig nachgelegt hatten: BitMine etwa erwarb Ethereum im Wert von 116 Millionen Dollar, während Strategy weitere 267 Millionen Dollar in Bitcoin investierte. Diese aggressiven Einstiege waren mutige Wetten auf eine erneute Erholung – die zum aktuellen Zeitpunkt einen bitteren Beigeschmack haben. Setzten beide auf einen zu frühen Boden? Kritiker sprechen von riskanter Überlegenheit, wohingegen Optimisten auf langfristige Kursziele verweisen, die weitaus höher liegen als die aktuellen Schockniveaus.


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Spannungen an den Märkten: Wechselwirkung zwischen Aktien und Kryptos

Der aktuelle Ausverkauf demonstriert einmal mehr die starke Wechselwirkung zwischen den traditionellen Aktienmärkten und dem Kryptosektor. Während etwa die Microsoft-Aktie parallel ebenfalls einen herben Einbruch erlebte, wurden bei Kryptos nicht nur institutionelle Adressen, sondern auch zahlreiche Privatanleger nervös. Marktbeobachter erkennen darin einen Beweis für die zunehmende Verschmelzung von Krypto und klassischer Börse – aber auch für die höhere gegenseitige Anfälligkeit gegenüber systemischen Schocks.

Risikoszenarien und Bitcoin Ausblick: Was droht als Nächstes?

Vieles hängt davon ab, wie rasch die US-Politik einen Weg aus der Haushaltskrise findet und wie sich das Sentiment an den Märkten für Technologie und Digitalwährungen entwickelt. Auch geopolitische Spannungen oder negative Wirtschaftsdaten könnten den Abwärtstrend fortsetzen. Sollte es aber zu einer kurzfristigen Einigung kommen und die Nervosität nachlassen, könnten BitMine und Strategy durchaus von einer schnellen Gegenbewegung profitieren. Die Gegenwart bleibt noch von Unsicherheit geprägt, während der Blick in die Zukunft offen ist.


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Stimmung auf den Plattformen: Von Panik bis Schnäppchenjagd

Auch im Web verliert der aktuelle Crash nichts an Dynamik: Auf Prognoseplattformen wie Myriad wächst die Zustimmung zu Szenarien, in denen Ethereum die 2.500-Dollar-Marke testet, bevor eine Erholung einsetzt. Die Wahrscheinlichkeit stieg auf rund 75%. Gleichzeitig berichten Foren und Social-Media-Kanäle von einer Mischung aus blanker Panik, Frustverkauf und erster vorsichtiger Schnäppchenjagd. Die Angst, den „Zug zu verpassen“, konkurriert mit der Furcht vor weiteren Verlusten – klassische Zutaten für hochvolatile Börsenphasen.

Warum Bitcoin in einem inflationären Währungssystem einzigartig ist

Bitcoin ist langfristig so stark, weil das bestehende Währungssystem dauerhaft auf Inflation angewiesen ist. Fallende Preise würden dazu führen, dass Schulden nicht mehr zurückgezahlt werden können, weshalb Deflation politisch und wirtschaftlich nicht zugelassen wird. Deshalb verlieren Fiat-Währungen wie der Dollar über Zeit immer weiter an Kaufkraft. Technologischer Fortschritt macht Produkte zwar effizienter, doch in nominalen Preisen werden sie trotzdem teurer, weil die Währung entwertet wird.

Genau hier ist Bitcoin einzigartig, da sein Angebot begrenzt und nicht beliebig vermehrbar ist. Während alles in Bitcoin gerechnet langfristig günstiger wird, steigen die Preise in Dollar weiter an. Wer dieses System versteht, erkennt, dass Sparen in Bitcoin eine logische Reaktion auf die dauerhafte Geldentwertung ist.

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Bitcoin Fazit: Zwischen Bedrohung und Chance

Der donnernde Niedergang von BitMine, Strategy und den großen Kryptowerten verdeutlicht die tiefe Verflechtung zwischen Digitalisierung, Finanzindustrie und Politik. Auch wenn die unmittelbaren Folgen schmerzhaft waren, betrachten viele Marktteilnehmer den Rückgang als potenzielle Einstiegschance. Das nächste Kapitel wird davon abhängen, wie schnell politische Stabilität und frischer Optimismus einkehren – für Anleger bleibt die Zukunft der Kryptomärkte ebenso spannend wie riskant.

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Sergei Timurov

Sergei Timurov ist seit 2016 großer Bitcoin Fan und ihn begeistert die Freiheits Idee sowie die Unabhängigkeit von Bitcoin. Sergei ist Bitcoin Maximalist und der Überzeugung, dass sich nur Bitcoin für einen langfristigen Vermögensaufbau eignet. Neben seinen journalistischen Tätigkeiten betreibt Sergei Bitcoin Mining und Freistil-Ringen sowie kocht köstliche Gerichte aus seiner ursprünglichen Heimat Georgien.

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