Coinbase warnt vor neuem US-Krypto-Gesetzesentwurf: Regulierung droht Innovation auszubremsen
Der jüngste US-Gesetzentwurf zur Regulierung von Kryptowährungen stößt zunehmend auf Unbehagen. Coinbase, ein einflussreicher Akteur der Branche, hat dem Vorhaben öffentlich die Unterstützung entzogen. CEO Brian Armstrong kritisiert zentrale Inhalte des Digital Asset Market Clarity Act und warnt vor negativen Folgen für Innovation, DeFi und Stablecoins. Erfahre hier mehr!
Coinbase hält den aktuellen US-Gesetzentwurf zur Krypto-Regulierung für schädlicher als den bisherigen Status quo.
Kritisiert werden insbesondere innovationshemmende Vorgaben für DeFi, tokenisierte Assets und Stablecoins.
Parallel dazu investiert Coinbase Ventures in quantensichere Blockchain-Infrastruktur und setzt damit ein strategisches Signal für die technologische Zukunft des Sektors.
Coinbase kritisiert den hervorgebrachten US-Gesetzesentwurf zur Regulierung von Kryptowährungen
Coinbase-CEO Brian Armstrong hat in einem X-Post erklärt, dass die führende US-Kryptobörse den aktuellen Gesetzentwurf des US-Senats zur Regulierung von digitalen Vermögenswerten nicht länger unterstützen kann.
Seiner Meinung nach sei die vorliegende Fassung des Digital Asset Market Clarity Act in der aktuellen Form „wesentlich schlechter als der Status Quo“ für die Branche.
After reviewing the Senate Banking draft text over the last 48hrs, Coinbase unfortunately can’t support the bill as written.
There are too many issues, including:
– A defacto ban on tokenized equities – DeFi prohibitions, giving the government unlimited access to your financial…
Die Distanzierung von Coinbase zum neuen Gesetzesentwurf hatte unmittelbare Folgen: Der Bankenausschuss des US-Senats verschob nämlich die ursprünglich geplante Abstimmung über den Gesetzentwurf.
Es scheint, als müssten sich Anleger nach monatelangen Erwartungen an einen klare und bundesweite Krypto-Regulierungsrahmen noch weiter gedulden.
Das Regelwerk enthalte „zu viele problematische Punkte“ und bremse Innovation aus, statt sie zu fördern
Seinen Kurswechsel begründet Armstrong mit einer detaillierten Prüfung des Gesetzesentwurfs, welcher ursprünglich als wichtiger Schritt zur rechtlichen Einordnung digitaler Vermögenswerte galt.
Laut dem Coinbase-CEO enthält der Entwurf jedoch „zu viele problematische Punkte“. Dazu zählen Regelungen, die Innovation behindern könnten, tokenisierte Aktien einschränken, Freiheiten im DeFi-Sektor beschneiden und Anreizmechanismen bei Stablecoins begrenzen würden.
Die Kritik ist dahingehend bemerkenswert, als dass Coinbase in der Vergangenheit wiederholt und nachdrücklich eine klare und verlässliche Regulierungsgrundlage gefordert hatte.
Nach Ansicht von Armstrong verfehlt der aktuelle Entwurf jedoch die Bedürfnisse der Branche.
Statt Rechtssicherheit zu schaffen, drohe das Gesetz in seiner jetzigen Form die Innovationskraft zu bremsen und die zukünftige Entwicklung des Krypto-Sektors in den USA unabsichtlich und nachhaltig zu gefährden.
Die US-Gesetzgeber stehen im Bezug auf Krypto nun vor einer zentralen Herausforderung
Die Ablehnung des ausgearbeiteten Gesetzesentwurfs durch Coinbase markiert aber nicht nur einen bedeutenden Moment in der US-Kryptopolitik, sondern ist zugleich auch Teil eines umfassenden regulatorischen „Verhandlungsprozesses“.
Dieser spiegelt die Herausforderung wider, die Interessen von Brancheninnovatoren, traditionelle Finanzakteuren und parteiübergreifenden Gesetzgeber in einem einheitlichen Regulierungsrahmen zu vereinen.
Gleichzeitig birgt dieser Einigungsprozess Chancen: Er zwingt die Gesetzgeber dazu, sich vorab mit wichtigen Bedenken auseinanderzusetzen, anstatt ein fehlerhaftes Regelwerk voreilig in Kraft zu setzen.
Die aktuelle Verzögerung könnte daher den Weg für eine langfristig tragfähige Regulierung ebnen –also einen Rahmen, der technologische Innovation ermöglicht und zugleich systemische Risiken angemessen berücksichtigt.
Coinbase Ventures investiert in quantensichere Blockchain-Infrastruktur
Fernab dieser Entwicklung sorgte Coinbase auch durch eine zukunftsorientierte Investition für Schlagzeilen:
Coinbase Ventures hat sich an einer Series-A-Finanzierungsrunde über 20 Millionen US-Dollar für Project Eleven beteiligt, ein in New York ansässiges Startup, das sich auf den Schutz von Blockchains vor zukünftigen Risiken durch Quantencomputer spezialisiert hat.
Die Runde wurde von Castle Island Ventures angeführt und bewertet das Unternehmen mit rund 120 Millionen US-Dollar.
Project Eleven entwickelt Werkzeuge und Infrastrukturen, die den Übergang zu post-quantenkryptografischen Standards ermöglichen sollen.
Hintergrund ist die wachsende Sorge, dass leistungsfähige Quantencomputer künftig die heute eingesetzten Verschlüsselungsverfahren von Netzwerken wie Bitcoin und Ethereum kompromittieren könnten.
Zu den bisherigen Meilensteinen der Startups zählen unter anderem ein Open-Source-Testnetz für Solana sowie eine Registry für quantenresistente Bitcoin-Schlüssel.
Mit dem neuen Kapital will Project Eleven seine Produktentwicklung beschleunigen und die Zusammenarbeit mit führenden Layer-1-Blockchains gezielt ausbauen, um sich frühzeitig als technologische Schlüsselinstanz im Bereich Quantensicherheit zu positionieren.
Dennis Geisler, 25, stammt aus Kiel und lebt seit August in Thailand. Im Jahr 2020 kam er erstmals mit Kryptowährungen in Berührung, als er über Binance XRP im Wert von 100 Euro kaufte. Die starken Kursschwankungen und das Potenzial schneller Gewinne zogen ihn in den Bann und weckten sein Interesse an den Mechanismen hinter den Preisbewegungen – von rationalen Marktkräften bis hin zu psychologischen Mustern.
Heute verbindet er seine journalistische Leidenschaft mit der Krypto-Welt: Für verschiedene Formate verfasst er Nachrichten, Grundlagenartikel und tiefgehende Blockchain-Analysen. Mit BitBlog engagiert er sich zudem in Norddeutschland für die Beratung von Unternehmen und Privatpersonen rund um digitale Währungen.
Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Website zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir davon aus, dass Sie damit zufrieden sind.Ok