Hyper Foundation investiert 30 Millionen US-Dollar in DeFi-Regulierungsinitiative
Mit einer 30-Millionen-USD-Allokation startet die Hyper Foundation eine regulatorische Offensive in Washington. Über das neu gegründete Hyperliquid Policy Center soll gezielt an gesetzlichen Leitplanken für dezentrale Finanzmärkte gearbeitet werden. Im Fokus stehen Perpetual-Derivate und On-Chain-Marktinfrastruktur – Bereiche, die bislang nur unzureichend vom bestehenden US-Finanzrecht erfasst werden. Erfahre hier mehr!
Das Hyperliquid Policy Center soll regulatorische Rahmenbedingungen entwickeln, die die Funktionslogik dezentraler Protokolle berücksichtigen und institutionellen Dialog fördern.
Hintergrund ist das rapide Wachstum von DeFi-Perpetual-Märkten, die regulatorisch bislang in einer Grauzone operieren.
Trotz politischer Initiative bleibt der HYPE-Token technisch angeschlagen und befindet sich chartseitig in einem übergeordneten Abwärtstrend.
Hyper Foundation startet 30-Millionen-Dollar-Offensive für DeFi-Regulierung
Die Hyper Foundation stellt rund 30 Millionen US-Dollar für eine gezielte regulatorische Initiative in Washington bereit.
Konkret werden 1 Million HYPE-Token (zum aktuellen Zeitpunkt etwa 29 Millionen US-Dollar wert) in das neu gegründete Hyperliquid Policy Center (HPC) eingebracht.
Die Token sollen kurzfristig entstakt werden, um die Finanzierung operativ verfügbar zu machen.
Das HPC ist als unabhängige Non-Profit-Organisation konzipiert und fokussiert sich auf Forschung sowie politische Interessenvertretung im Bereich dezentraler Finanzmärkte (DeFi).
Im Zentrum steht die Entwicklung regulatorischer Leitplanken, die der Architektur dezentraler Protokolle – insbesondere bei Perpetual-Derivaten und On-Chain-Marktinfrastruktur – Rechnung tragen.
Geleitet wird das Zentrum von Jake Chervinsky, ehemals Chief Legal Officer beim Venture-Fonds Variant sowie Führungskraft der Blockchain Association.
Unterstützt wird er unter anderem von Brad Bourque (zuvor Sullivan & Cromwell LLP) und Salah Ghazzal, ebenfalls mit Variant-Hintergrund. Die personelle Besetzung signalisiert klaren Fokus auf regulatorische Detailarbeit und institutionellen Dialog.
Auslöser der Initiative ist das rasante Wachstum von Hyperliquid, das im vergangenen Monat ein Perpetual-Futures-Volumen von rund 256 Milliarden US-Dollar verarbeitete.
Viele dieser Produkte operieren bislang außerhalb der USA, da bestehende Finanzgesetze primär auf zentralisierte Intermediäre zugeschnitten sind.
Das HPC will gegenüber Behörden wie der U.S. Securities and Exchange Commission und der Commodity Futures Trading Commission darlegen, wie dezentrale Märkte strukturell funktionieren – und wie eine Regulierung ausgestaltet werden kann, ohne Effizienzvorteile wie Transparenz, programmatische Abwicklung und reduzierte Intermediärskosten zu unterminieren.
Politisches Timing nach Stablecoin-Gesetzgebung
Nach regulatorischen Fortschritten wie dem GENIUS Act im Jahr 2025 zielt die Initiative nun auf eine spezifische gesetzliche Verankerung von DeFi-Strukturen.
Während marktstrukturbezogene Gesetzesvorhaben zuletzt ins Stocken gerieten, soll das HPC technische Expertise und politisches Momentum bündeln.
Mit der Kapitalallokation positioniert sich die Hyper Foundation aber nicht nur als Marktakteur, sondern als strategischer Stakeholder im regulatorischen Prozess.
Nun bleibt abzuwarten, ob die Funktionslogik dezentraler Systeme auch wirklich in einen konsensfähigen gesetzlichen Rahmen übertragbar ist.
Der HYPE-Chart im Überblick: Mittelfristiger Abwärtstrend trübt das Bild
Zum Zeitpunkt der Verfassung notiert der Hyperliquid-Kurs bei 28,50 US-Dollar, was einem Rückgang von 1,8 Prozent in 24 sowie 6,6 Prozent auf 7-Tage-Basis entspricht.
Auf dem Tageschart zeichnet sich nach dem Hoch im Bereich um 58–60 USDT eine ausgeprägte Trendwende mit klarer Sequenz tieferer Hochs und tieferer Tiefs ab (blau).
Der übergeordnete Abwärtstrend blieb bis in den Bereich um 21–23 USDT intakt, wo eine technische Gegenbewegung (lila) einsetzte.
Die jüngste Rally führte den Kurs zurück an die fallende gleitende 21-Tage-SMA-Linie (weiß), die aktuell als dynamischer Widerstand im Bereich um 31 USDT fungiert. Das Scheitern oberhalb dieser Zone bestätigt die fortbestehende Angebotsdominanz.
Unterstützung liegt kurzfristig bei 27–28 USDT. Ein Bruch könnte einen erneuten Test der 24-USDT-Zone nach sich ziehen. Der RSI bewegt sich knapp über der 50er-Marke, verliert jedoch an Momentum, was auf nachlassende Kaufkraft hindeutet.
Erst ein nachhaltiger Ausbruch über 32 USDT würde das Chartbild neutralisieren und Raum für eine Trendfortsetzung in Richtung 35 USDT eröffnen. Bis dahin dominiert technisch eine Erholungsphase im übergeordneten Abwärtstrend.
Dennis Geisler, 25, stammt aus Kiel und lebt seit August in Thailand. Im Jahr 2020 kam er erstmals mit Kryptowährungen in Berührung, als er über Binance XRP im Wert von 100 Euro kaufte. Die starken Kursschwankungen und das Potenzial schneller Gewinne zogen ihn in den Bann und weckten sein Interesse an den Mechanismen hinter den Preisbewegungen – von rationalen Marktkräften bis hin zu psychologischen Mustern.
Heute verbindet er seine journalistische Leidenschaft mit der Krypto-Welt: Für verschiedene Formate verfasst er Nachrichten, Grundlagenartikel und tiefgehende Blockchain-Analysen. Mit BitBlog engagiert er sich zudem in Norddeutschland für die Beratung von Unternehmen und Privatpersonen rund um digitale Währungen.
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