Iran macht aus Hormus eine Mautstelle – Bloomberg berichtet von Krypto-Zahlungen

Iran erhebt in der Straße von Hormus neue Gebühren. Warum laut Bloomberg auch Krypto bei der Durchfahrt eine Rolle spielt.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 2 Min. read
Iran macht aus Hormus eine Mautstelle – Bloomberg berichtet von Krypto-Zahlungen

Das Wichtigste in Kürze

  • Iran arbeitet an einem formalen Gebührenregime für Schiffe in der Straße von Hormus.
  • Laut Bloomberg müssen manche Schiffe Gebühren in chinesischer Währung oder Krypto zahlen, bevor sie eskortiert werden.
  • Rund 40 Staaten berieten am 2 April über Wege, die Passage wieder frei zu machen; Konsens war, dass Iran keine Transitgebühren erheben sollte.

Die Straße von Hormus wird immer stärker zum politischen Nadelöhr. Während Iran Gebühren für sichere Passage formalisiert, berichtet Bloomberg nun auch von Zahlungen in chinesischer Währung oder Krypto. Der brisanteste Teil der Geschichte ist dabei nicht die Maut selbst, sondern was sie über die neue Rolle digitaler Zahlungswege verrät.

Aus Durchfahrt wird Verhandlungssache

Iran baut die Straße von Hormus Schritt für Schritt zu einem kontrollierten Korridor um. Medien berichten berichtet unter Berufung auf Lloyd’s List Intelligence, dass Schiffe für eine sichere Passage detaillierte Angaben zu Fracht, Eigentümern, Zielhafen und Crew einreichen müssen. Genehmigte Schiffe erhalten demnach einen Code und werden von iranischen Einheiten eskortiert. Öltransporte sollen dabei priorisiert werden. Parallel dazu erklärte der Iran, dass sie an einem Gesetz arbeiten, das Gebühren für manche Schiffe formalisieren und Schiffe „feindlicher“ Staaten weiter beschränken soll.

Wer die geopolitische Marktreaktion dazu vertiefen will, findet hier den passenden Anschluss: Iran-Krieg: Warum Bitcoin Gold plötzlich die Show stiehlt.

Der Westen stellt sich quer – und nicht jedes Land will zahlen

Dass Iran mit dieser Linie auf Widerstand stößt, ist inzwischen offen sichtbar. So berieten am Donnerstag rund 40 Staaten über diplomatische und spätere militärische Optionen, um die Passage durch Hormus wieder zu öffnen.

Gleichzeitig zeigt sich, dass der Iran bereits mit ausgewählten Staaten weiter bilateral arbeitet. Die Philippinen erklärten am 2. April, Teheran habe sichere und ungehinderte Passage für philippinisch beflaggte Schiffe zugesichert. Schon am 26. März hatte Malaysias Premierminister laut Reuters mitgeteilt, dass iranische Stellen malaysischen Schiffen die Durchfahrt erlauben. Das stützt den Eindruck eines Systems, das nicht pauschal schließt, sondern politisch sortiert.

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