Krypto-Prognosen 2026: Diese vier Coins könnten vom nächsten Bullenmarkt profitieren

Im Zuge des anstehenden Jahres 2026 stellen sich Investoren zunehmend die Frage, welche Kryptowährungen im kommenden Marktzyklus profitieren könnten. Die Erinnerung an frühere Bullenmärkte ist präsent – gleichzeitig ist der Markt heute reifer, besser reguliert und mehr von institutioneller Nachfrage geprägt. Das bedeutet aber nicht, dass jedes Projekt automatisch neue Höchststände erreichen wird! Umso wichtiger ist (m)eine differenzierte Betrachtung:

Dennis Geisler von Dennis Geisler Updated 4 Min. read
Krypto-Prognosen 2026: Diese vier Coins könnten vom nächsten Bullenmarkt profitieren

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Kryptomarkt bleibt auch 2026 stark von makroökonomischen Faktoren, institutioneller Nachfrage und tokenökonomischen Strukturen geprägt.
  • Während Bitcoin als digitales Wertaufbewahrungsmittel profitiert, bieten ausgewählte Altcoins wie Solana, Sui und Chainlink unterschiedliche Chancen-Risiko-Profile.
Bitcoin: Digitales Wertaufbewahrungsmittel im Fokus der USA und der Wall Street

Bitcoin bleibt natürlich auch im Jahr 2026 der unangefochtene Kryptokönig. Keine andere digitale Währung verfügt über eine vergleichbare Akzeptanz, insbesondere bei institutionellen Investoren.

Spot-ETFs, Bitcoin-basierte Treasury-Unternehmen wie Strategy und staatliche Debatten über strategische Bitcoin-Reserven haben die Nachfrageseite strukturell und langfristig verändert.

Hinzu kommt das makroökonomische Umfeld. Ein mögliches Quantitative Easing in den USA würde die globale Geldmenge erneut deutlich ausweiten.

In einem solchen Szenario gewinnen knappe Güter gegenüber unbegrenzt vermehrbarem Fiatgeld traditionell an Bedeutung. Genau von diesem Narrativ profitiert auch Bitcoin.

Das feste Angebot von 21 Millionen Coins ist unveränderlich, während sich Bitcoin zunehmend als digitales Wertaufbewahrungsmittel etabliert.

In einem klassischen Bullenmarktszenario halte ich Kurse um 150.000 US-Dollar für realistisch. Unter besonders günstigen Bedingungen sind sogar Anstiege auf 200.000 US-Dollar und darüber hinaus nicht auszuschließen.


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Solana: Starkes Ökosystem mit strukturellen Schwächen

Auch Solana bleibt 2026 meiner Einschätzung nach ein aussichtsreicher Altcoin mit vergleichsweise hohem prozentualem Kurspotenzial. Ein wesentlicher Faktor ist die im Vergleich zu Ethereum geringere Marktkapitalisierung, welche rechnerisch weitere Preisanstiege ermöglicht.

Gleichzeitig verfügt Solana über eine aktive Nutzerbasis und ein breit aufgestelltes Ökosystem. DeFi, NFTs und Gaming sind fest verankert.

Besonders auffällig ist die Dominanz bei tokenisierten Aktien, wo Solana derzeit Marktanteile von über 90 Prozent hält. Auch der Stablecoin-Sektor gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Demgegenüber sieht sich Solana mit Problemen konfrontiert: Wiederholte Kontroversen rund um das Entwicklerteam – zuletzt Vorwürfe einer gezielten Manipulation der MEV-Struktur – belasten das Vertrauen.

Zusätzlich basiert ein erheblicher Teil der Netzwerkauslastung auf Memecoins, die zwar Aktivität suggerieren, jedoch kein nachhaltiges Fundament darstellen.

Ein weiterer Gegenwind ist die jährliche Token-Inflation von rund vier Prozent, die starke Kursanstiege dämpfen kann. In einem ausgeprägten Bullenmarkt halte ich dennoch Kurse oberhalb von 300 US-Dollar für möglich.

Sollten sich die genannten Risiken zuspitzen und Ethereum gleichzeitig an Stärke gewinnen, könnte Solana jedoch auch 2026 unter seinem bisherigen Allzeithoch bleiben. Erfahre hier, wie du Solana kaufen kannst!

Sui: Technologisch solide, aber durch Token-Unlocks gebremst

Sui verfügt über eine solide technologische Basis und ein renommiertes Entwicklerteam. Das Ökosystem war innerhalb kurzer Zeit stark gewachsen, hat im Laufe der letzten Monate jedoch deutlich an Dynamik verloren. Der zentrale Schwachpunkt liegt in der Token-Ökonomie:

Aktuell sind nur rund 33 Prozent des Gesamtbestands im Umlauf, was bedeutet, dass auf jeden heute verfügbare SUI-Coin kommen langfristig etwa zwei weitere folgen.

Regelmäßige Token-Unlocks sorgen für anhaltenden Inflationsdruck und können Kursanstiege selbst bei wachsender Nutzung erheblich bremsen. In einem positiven Marktumfeld halte ich Kursregionen um drei US-Dollar für möglich.

Ohne einen außergewöhnlich starken Impuls kann ich mir allerdings nicht vorstellen, dass Sui 2026 sein bisheriges Allzeithoch bei rund 4,80 US-Dollar übertreffen kann.

Chainlink: Oracle-Marktführer mit solidem, aber begrenztem Kurspotenzial

Chainlink adressiert einen der zentralen Anwendungsfälle im Web3-Sektor: die zuverlässige Bereitstellung externer Daten für Smart Contracts.

Ohne Oracles wäre DeFi in seiner heutigen Form nicht funktionsfähig. Entsprechend dominant ist die Marktstellung von Chainlink, das laut Danten von DefiLlama rund 63 Prozent der Nische kontrolliert.

Zahlreiche Partnerschaften mit Protokollen, Unternehmen und Institutionen unterstreichen die strukturelle Relevanz des Projekts. Die fundamentalen Perspektiven bleiben daher langfristig positiv.

Bremsend wirkt jedoch auch hier die Angebotsseite. Bis zur maximalen Obergrenze von einer Milliarde Token werden noch rund 292 Millionen LINK ausgegeben. Diese Angebotsausweitung kann das Kurswachstum begrenzen.

Zudem ist LINK primär ein Governance-Token, sodass sich der operative Erfolg des Netzwerks nicht zwangsläufig proportional im Tokenpreis widerspiegeln muss.

Unter günstigen Marktbedingungen halte ich dennoch Kurse im Bereich von 35 bis 40 US-Dollar für realistisch.

Fazit: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“!

Niemand kennt die Zukunft, und Prognosen sind stets mit Unsicherheit behaftet. Gerade im Kryptomarkt ist es daher unerlässlich, eigene Recherchen zu betreiben und unterschiedliche Perspektiven in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen.

Grundsätzlich solltest du nur Kapital investiert, dessen Verlust du sowohl finanziell als auch mental verkraften kannst. Hohe Volatilität, abrupte Trendwechsel und unvorhersehbare externe Ereignisse werden nämlich auch im Jahr 2026 zum Marktalltag gehören.

Meine Einschätzungen basieren ausschließlich auf aktuell verfügbaren Daten, bekannten makroökonomischen und regulatorischen Einflussfaktoren sowie meiner persönlichen Erfahrung aus fünf Jahren aktiver Marktbeobachtung.

Sie stellen keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar. Ob und in welcher Form sich die vorgestellten Szenarien bewahrheiten, entscheidet letztlich der Markt selbst.

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Dennis Geisler

Dennis Geisler, 25, stammt aus Kiel und lebt seit August in Thailand. Im Jahr 2020 kam er erstmals mit Kryptowährungen in Berührung, als er über Binance XRP im Wert von 100 Euro kaufte. Die starken Kursschwankungen und das Potenzial schneller Gewinne zogen ihn in den Bann und weckten sein Interesse an den Mechanismen hinter den Preisbewegungen – von rationalen Marktkräften bis hin zu psychologischen Mustern. Heute verbindet er seine journalistische Leidenschaft mit der Krypto-Welt: Für verschiedene Formate verfasst er Nachrichten, Grundlagenartikel und tiefgehende Blockchain-Analysen. Mit BitBlog engagiert er sich zudem in Norddeutschland für die Beratung von Unternehmen und Privatpersonen rund um digitale Währungen.

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