Krypto-Trader erklärt: Portfolio 71 % im Minus – das ist jetzt meine Strategie

Kryptowährungen fallen am heutigen Tag. Altcoins bringen schon seit Monaten keine großen Gewinne. Mit über 71 Prozent Minus ist auch ein bekannter Krypto-Experte stark angeschlagen. Nun verrät er seine Strategie.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 4 Min. read
Krypto-Trader erklärt: Portfolio 71 % im Minus – das ist jetzt meine Strategie

Das Wichtigste in Kürze

  • Der bekannte Krypto-Trader ist mit seinem Altcoin-Portfolio 71 Prozent im Minus.
  • Dennoch behält der Experte seine Strategie bei und akkumuliert weiter Altcoins.
  • Altcoin-Saison schon lange her, Markt erholt sich dennoch leicht.

Altcoins hatten es in den letzten Monaten extrem schwer. Viele Projekte notieren nahe ihrer Allzeittiefs, zahlreiche Tokens haben 70 bis 90 Prozent an Wert verloren – ein klarer Bärenmarkt. Die letzte echte Altcoin-Saison liegt bereits lange zurück, während Kapital vor allem in Bitcoin gebunden bleibt. Dennoch gibt es erste Stimmen, die genau jetzt Chancen sehen.

Ein bekannter Trader hat sich frühzeitig im Altcoin-Sektor positioniert – mit bislang mäßigem Erfolg. Sein Portfolio liegt aktuell rund 71 Prozent im Minus. Doch statt zu kapitulieren, bleibt er seiner Strategie treu und baut seine Positionen weiter aus.

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DCA trotz Verluste: Diese Strategie verfolgt der Trader

Der niederländische Krypto-Analyst Michaël van de Poppe verfolgt einen klar strukturierten Ansatz: konsequentes Dollar-Cost-Averaging (DCA) in ausgewählte Altcoins – selbst in einem laufenden Bärenmarkt. Trotz eines aktuellen Buchverlusts von rund 71 Prozent sieht er seine Strategie nicht als gescheitert, sondern als langfristiges Spiel mit asymmetrischem Chancen-Risiko-Verhältnis.

Insgesamt investierte er rund 140.000 US-Dollar in sein Altcoin-Portfolio, das aktuell nur noch etwa 40.000 bis 50.000 US-Dollar wert ist. Ein drastischer Rückgang – doch genau solche Phasen seien laut ihm typisch für den Kryptomarkt. Historisch betrachtet hätten Altcoins in früheren Zyklen ebenfalls massive Drawdowns erlebt, bevor sie sich vervielfachten.

Sein Ansatz basiert darauf, gezielt in starke Narrative und relative Gewinner zu investieren. Aktuell setzt er insbesondere auf Projekte wie NEAR Protocol und Bittensor. Beide profitieren vom wachsenden AI-Trend im Kryptosektor – ein Narrativ, das er mit dem DeFi-Sommer 2020 vergleicht. Damals führten wenige starke Projekte den gesamten Markt in eine neue Aufwärtsphase.

Entscheidend ist dabei sein Fokus auf Qualität statt Breite. Während viele Altcoins weiter neue Tiefs markieren, konzentriert er sich auf Assets mit Momentum, klarer Story und wachsender Adoption. Sein Ziel: frühzeitig in die potenziellen Marktführer eines neuen Zyklus investieren – auch wenn kurzfristig weitere Verluste möglich sind.

Erste Signale einer Stabilisierung bei Altcoins

Neben individuellen Strategien liefern auch Marktdaten erste Hinweise auf eine mögliche Bodenbildung. Laut aktuellen Analysen steigt das Handelsvolumen von Altcoins wieder leicht an, nachdem es zuvor auf ein Mehrjahrestief gefallen war. Besonders auffällig: Das Verhältnis des Altcoin-Volumens im Vergleich zu den Top-Assets wie Bitcoin, Ethereum oder Solana hat sich von etwa 0,2 auf rund 0,35 verbessert.

Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Kapital langsam zurück in den breiteren Markt fließt. Zwar ist das Niveau weiterhin niedrig, doch historisch beginnen neue Altcoin-Zyklen oft genau in solchen Phasen – wenn das Interesse noch verhalten ist und die Mehrheit skeptisch bleibt.

Gleichzeitig zeigt sich, dass große Coins weiterhin dominieren. Eine echte Rotation in kleinere Assets steht noch aus. Dennoch könnte die aktuelle Entwicklung ein Frühindikator dafür sein, dass sich die Marktstruktur langsam verändert.

Altcoin Season Index zeigt: Erholung, aber kein Durchbruch

Ein Blick auf den Altcoin Season Index von CoinMarketCap bestätigt dieses Bild. Aktuell liegt der Index bei rund 42 von 100 Punkten – ein Wert, der klar signalisiert, dass sich der Markt weiterhin eher in einer Bitcoin-dominierten Phase befindet.

Zwar gab es zuletzt eine leichte Erholung, doch für eine echte Altcoin-Saison müsste der Index deutlich über 75 steigen. Historische Daten zeigen zudem, dass solche Phasen oft nur kurzfristig auftreten und von hoher Volatilität geprägt sind.

altcoins

Interessant ist jedoch die Entwicklung der letzten Wochen: Nach einem Rückgang auf Werte um 30 konnte sich der Index stabilisieren und leicht nach oben drehen. Das deutet darauf hin, dass sich die relative Stärke von Altcoins zumindest verbessert.

Dennoch bleibt das große Bild unverändert: Eine echte Altcoin-Saison ist bislang ausgeblieben. Vielmehr befindet sich der Markt in einer Übergangsphase, in der erste Kapitalströme zurückkehren, aber noch keine breite Rallye einsetzt. Für Investoren bedeutet das: Chancen entstehen – aber Geduld bleibt der entscheidende Faktor. So könnten bei richtiger Strategie Altcoins weiterhin einer der Krypto Geheimtipps für 2026 sein.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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