Ripple News: Wichtiger Meilenstein für Quantensicherheit
Quantencomputer gelten als eines der langfristig größten Risiken für bestehende Kryptografie. Am Kryptomarkt sorgt das regelmäßig für Unsicherheit, da viele Blockchains auf Verfahren basieren, die eines Tages angreifbar werden könnten. Ripple positioniert sich deshalb frühzeitig und arbeitet an einer quantensicheren Zukunft für den XRP Ledger. Zusätzlichen Rückenwind erhält diese Strategie nun durch neue regulatorische Entwicklungen in Europa.
Ripple entwickelt quantensichere Signaturen für institutionelle Nutzung und langfristige Sicherheit.
XRP Ledger soll bis 2028 vollständig quantum-ready und skalierbar werden.
Frankreich erhöht regulatorischen Druck auf nicht-quantensichere Kryptografie deutlich ab 2027.
Frühe Anpassungen könnten XRP bei Banken und Unternehmen Wettbewerbsvorteile sichern.
Quantencomputer sorgen am Kryptomarkt wieder für Nervosität. Der Grund: Viele Blockchains basieren auf kryptografischen Signaturen, die durch ausreichend leistungsfähige Quantenrechner langfristig angreifbar werden könnten.
Aktuell besteht zwar kein akutes Risiko, doch die Angst entsteht aus dem sogenannten „Harvest now, decrypt later“-Szenario: Daten könnten heute gesammelt und später entschlüsselt werden. Genau daraus entsteht viel FUD, weil kaum jemand präzise einschätzen kann, wann Quantencomputer wirklich gefährlich werden. Besonders Coins mit langfristig gehaltenen Wallets stehen deshalb im Fokus. Ripple möchte sich nun frühzeitig positionieren. Der XRP Ledger soll Schritt für Schritt auf eine Post-Quantum-Zukunft vorbereitet werden.
RippleX: Neues Sicherheits-Upgrade gegen Quantum- und KI-Risiken
RippleX arbeitet aktuell an einer Sicherheitsarchitektur, die den XRP Ledger gegen künftige Quantenrisiken robuster machen soll. Im Zentrum stehen sogenannte hybride Signaturen. Dabei würde der XRPL nicht sofort vollständig auf neue Kryptografie umgestellt, sondern klassische Signaturen könnten parallel mit quantenresistenten Verfahren kombiniert werden. Das ist wichtig, weil Post-Quantum-Kryptografie größere Signaturen, mehr Rechenaufwand und potenzielle Performance-Kosten mit sich bringt.
Ripple Races To Protect XRP From Quantum Threats
RippleX chief engineer Ayo Akinyele says $XRP Ledger is being upgraded to prepare for quantum computing risks and the emerging AI economy.
The plan includes hybrid signature technology that can switch to stronger protections if… pic.twitter.com/EN9OnbPBlW
Ayo Akinyele, Engineering-Chef bei RippleX, beschreibt den Ansatz deshalb nicht als kleines Update, sondern als langfristige Architektur-Umstellung. Aktuelle Berichte verweisen darauf, dass RippleX bereits seit 2024/2025 an diesem Thema arbeitet und nun stärker auf hybride Dual-Signature-Modelle setzt. Diese sollen normale XRPL-Transaktionen weiterhin effizient halten, zugleich aber eine spätere Umschaltung auf stärkeren Schutz ermöglichen.
Here’s Ayo putting the Quantum issue in perspective and describing XRP’s positioning
He also reiterated what Aanchal said about a “dual signature” approach to manage the present and future
I love his “healthy fear” and I’m optimistic that this clip will age like a fine wine… pic.twitter.com/vUl6a9X25P
Parallel geht es auch um die KI-Ökonomie. RippleX sieht den XRPL als Infrastruktur für Micropayments, autonome Agenten und institutionelle Anwendungen. Genau dafür braucht das Netzwerk langfristig Vertrauen, stabile Signaturen und ein Sicherheitsmodell, das nicht erst reagiert, wenn der Markt bereits Panik bekommt.
Ripples Quantum-Roadmap: XRP Ledger soll bis 2028 bereit sein
Bereits im April veröffentlichte Ripple eine mehrstufige Roadmap, um den XRP Ledger bis spätestens 2028 post-quantum-ready zu machen. Der Plan startet mit Tests quantenresistenter Kryptografie und einem hybriden Rollout neben bestehenden Systemen. Zudem arbeitet Ripple mit Project Eleven zusammen, unter anderem an Validator-Tests, Devnet-Benchmarks und frühen Custody-Prototypen.
🚨RIPPLE TARGETS QUANTUM-READY XRPL BY 2028
Ripple says it aims to make the XRP Ledger quantum-ready by 2028, warning that the threat has shifted from theoretical to credible.
The move follows renewed debate after a Google Quantum AI paper's listed concerns on cryptography. pic.twitter.com/yvAkTML9kB
Die Roadmap umfasst vier Phasen. Zunächst gibt es einen Notfallplan für einen möglichen „Q-Day“. Sollte klassische Kryptografie plötzlich kompromittiert werden, sollen klassische Signaturen blockiert und Nutzer auf quantensichere Accounts migriert werden. Danach folgen 2026 Tests mit NIST-nahen Algorithmen, also Verfahren, die international als relevante Standards für Post-Quantum-Kryptografie gelten.
In der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen Kandidaten für neue Signaturverfahren parallel zu bestehenden elliptischen Kurven getestet werden. Ripple betont dabei, dass nicht nur Sicherheit zählt. Entscheidend ist auch, ob der XRPL schnell, zuverlässig und kosteneffizient bleibt. Bis 2028 soll schließlich eine native Amendment-Lösung entstehen, die Post-Quantum-Signaturen direkt in den XRP Ledger integriert. Damit will Ripple frühzeitig institutionelles Vertrauen schaffen – gerade für Banken, Tokenisierung, Custody und Zahlungsanwendungen.
Frankreich erhöht den Druck: Warum das XRP helfen könnte
Frankreichs Cybersicherheitsbehörde ANSSI verschärft den Zeitplan für Post-Quantum-Sicherheit deutlich. Ab 2027 sollen Sicherheitsprodukte ohne quantenresistente Verschlüsselung nicht mehr zertifiziert werden. Für staatliche Stellen und kritische Infrastruktur ist diese Zertifizierung besonders wichtig, wodurch aus einer technischen Empfehlung faktisch regulatorischer Druck entsteht. Bis 2030 sollen Unternehmen nach Aussagen von ANSSI möglichst nur noch quantensichere Produkte kaufen.
France's New Quantum Rule May Favor The XRP Ledger
France’s cybersecurity agency, ANSSI, announces it will cease certifying all non-quantum-resistant cryptographic products effective in 2027.
The mandate requires a high-priority engineering shift for blockchain protocols that… pic.twitter.com/VtECdVGaNb
Für Blockchains ist das relevant, weil viele Netzwerke noch auf klassischen Verfahren wie elliptischer Kurvenkryptografie basieren. Damit geraten große L1s, Privacy-Coins und Zahlungsnetzwerke stärker unter Zugzwang. Ripple könnte hier profitieren, wenn der XRP Ledger tatsächlich frühzeitig hybride Signaturen und Post-Quantum-Kryptografie integriert. Das Narrativ dreht sich dann weg von kurzfristigem FUD hin zu institutioneller Anschlussfähigkeit: Wer Banken, Staaten und Zahlungsdienstleister gewinnen will, muss künftig nicht nur schnell und günstig sein, sondern auch regulatorisch und kryptografisch zukunftsfähig.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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