Solana schwächelt – doch diese Daten überraschen

Solana zeigt am Kryptomarkt derzeit relative Schwäche und konsolidiert bei rund 75 US-Dollar. Der SOL-Kurs notiert damit weiterhin deutlich unter seinem bisherigen Allzeithoch. Fundamental entwickelt sich das Netzwerk jedoch dynamischer, als es der Kurs vermuten lässt. Besonders tokenisierte Vermögenswerte, hohe Geschwindigkeit und neue Handelsplattformen liefern bullische Argumente.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 3 Min. read
Solana schwächelt – doch diese Daten überraschen

Das Wichtigste in Kürze

  • Solana führt mit über 300.000 Haltern den Markt tokenisierter Realwerte an.
  • Mehr als 2.120 unterschiedliche RWA-Produkte sind mittlerweile auf Solana handelbar verfügbar.
  • Solana dominiert beim Durchsatz, während JTX neues On-Chain-Trading vorantreibt.

Bitcoin, Ethereum und zahlreiche Altcoins können sich auf Wochensicht etwas erholen. Solana zeigt dagegen relative Schwäche: Der SOL-Kurs verliert binnen 24 Stunden rund zwei Prozent und konsolidiert weiterhin im Bereich von 75 US-Dollar. Damit notiert die Kryptowährung fast drei Viertel unter ihrem bisherigen Allzeithoch.

Die Nachfrage bleibt verhalten, eine nachhaltige Trendwende ist bislang nicht erkennbar. Fundamental lieferte das Solana-Ökosystem in der vergangenen Woche dennoch mehrere bemerkenswerte Entwicklungen. Besonders die zunehmende Tokenisierung realer Vermögenswerte, die hohe Netzwerkleistung und neue Handelsanwendungen unterstreichen, dass die Blockchain technologisch weiterhin eine wichtige Rolle im Kryptomarkt spielt.

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Solana erreicht 300.000 RWA-Halter

Auch bei der Verbreitung tokenisierter Real-World Assets erreichte Solana einen neuen Meilenstein. Am 15. Juli überschritt die Zahl der Wallets, die mindestens einen tokenisierten realen Vermögenswert halten, erstmals die Marke von 300.000. Mit konkret 300.130 RWA-Haltern lag Solana vor Plume, Ethereum und der BNB Chain.

Dabei ist die Kennzahl klar vom insgesamt tokenisierten Vermögen zu unterscheiden. Ethereum bleibt mit rund 16 Milliarden US-Dollar bei der absoluten RWA-Bewertung deutlich führend, während auf Solana zuletzt etwa 3,3 Milliarden US-Dollar entfielen. Die hohe Anzahl einzelner Halter spricht jedoch dafür, dass tokenisierte Produkte auf Solana vergleichsweise breit verteilt sind.

Mittlerweile sollen mehr als 2.120 unterschiedliche RWA-Produkte auf dem Netzwerk verfügbar sein. Dazu gehören neben tokenisierten Aktien auch Staatsanleihen, private Kredite, Fonds, Rohstoffe, Immobilienprodukte und Stablecoins. Niedrige Transaktionskosten erleichtern insbesondere kleineren Anlegern den Zugang, da selbst geringe Positionen wirtschaftlich auf der Blockchain gehalten und transferiert werden können.

Solana bleibt beim Transaktionsdurchsatz führend

Neben der wachsenden RWA-Adoption kann Solana weiterhin mit seiner technischen Leistungsfähigkeit überzeugen. Daten des Analyseportals Chainspect zeigten zuletzt einen realen Transaktionsdurchsatz von mehr als 1.500 Transaktionen pro Sekunde. Damit lag das Netzwerk deutlich vor konkurrierenden Blockchains wie Internet Computer und der BNB Chain.

Die Werte verändern sich abhängig von Netzwerkauslastung und Messzeitpunkt. Am 18. Juli registrierte Chainspect beispielsweise rund 1.642 Transaktionen pro Sekunde für Solana. Internet Computer folgte mit knapp 958 Transaktionen, während die BNB Chain lediglich rund 182 Transaktionen pro Sekunde erreichte. Solana verarbeitete innerhalb einer Stunde fast sechs Millionen Transaktionen.

Für Anwendungen wie dezentrale Börsen, Zahlungsdienste und tokenisierte Kapitalmärkte ist dieser hohe Durchsatz besonders relevant. Ein schnelleres Netzwerk ermöglicht eine größere Anzahl paralleler Transaktionen und kann die Nutzererfahrung klassischer Handelsplattformen nachbilden. Allerdings misst TPS lediglich den Durchsatz. Andere Kriterien wie Finalität, Dezentralisierung, Zuverlässigkeit und die Zusammensetzung der Transaktionen bleiben für eine umfassende Bewertung ebenfalls wichtig.

Jito startet neue Handelsplattform JTX

Zusätzliche Impulse kommen aus dem DeFi-Ökosystem. Jito Labs startete am 14. Juli die neue Handelsplattform JTX zunächst für die ersten 1.000 Nutzer der Warteliste. JTX soll die Bedienbarkeit einer zentralisierten Kryptobörse mit einer vollständig On-Chain ausgeführten und selbstverwahrten Handelsinfrastruktur verbinden.

Nutzer können Spotmärkte für größere Kryptowährungen, Memecoins und tokenisierte Aktien handeln, ohne die Kontrolle über ihre Vermögenswerte an einen zentralen Anbieter abzugeben. Angeboten werden unter anderem Markt-, Limit- und zeitgewichtete Aufträge sowie Funktionen zur Portfolioanalyse. Für die Ausführung greift JTX auf mehrere Liquiditätsquellen wie Jupiter, DFlow und professionelle automatisierte Market Maker zurück.

Interessant ist zudem das Gebührenmodell. Nach der Zustimmung zum Governance-Vorschlag JIP-38 fließen 80 Prozent der JTX-Gebühren an die Jito DAO. Dieser Anteil soll mindestens ein Jahr lang vollständig für programmatische JTO-Rückkäufe verwendet werden. Die erworbenen Token werden anschließend dauerhaft verbrannt. Damit verbindet Jito die Expansion seiner Handelsinfrastruktur direkt mit einem wertsteigernden Mechanismus für das eigene Ökosystem.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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