Ripple als Bestandteil von Swift: Erfüllt sich nun endlich die Prophezeiung?
Ein vertrauliches Treffen zwischen SWIFT und Ripple Labs sorgte in der Krypto-Community jüngst für Spekulationen. Laut Veranstaltungsplan fand ein Executive-Lunch im Four Seasons Hotel Miami statt.
Offizielle Angaben zu Agenda oder Ergebnissen existieren bislang nicht, was Interpretationsspielraum lässt. Hintergrund der Spekulationen ist jedoch die technologische Weiterentwicklung von SWIFT.
Das Netzwerk hat seine Infrastruktur zuletzt um eine Blockchain-basierte Ledger-Komponente erweitert und verfolgt offenbar einen Multi-Chain-Ansatz, anstatt sich exklusiv auf eine einzelne Distributed-Ledger-Technologie festzulegen.
Allerdings bringt Ripple mit dem XRP Ledger ein System ein, das Transaktionen im Milliardenvolumen täglich innerhalb von Sekunden und zu minimalen Kosten abwickeln kann.
Ein zentrales Argument ist die On-Demand-Liquidity-Lösung (ODL), die grenzüberschreitende Zahlungen nahezu in Echtzeit ermöglicht.
Im Vergleich zu klassischen SWIFT-Transfers, die häufig drei bis vier Bankarbeitstage beanspruchen, könnte eine Integration solcher Technologien Abwicklungszeiten signifikant verkürzen.
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Konkurrenz durch andere DLT-Netzwerke wie HBAR
Allerdings testet SWIFT parallel weitere Distributed-Ledger-Netzwerke, darunter Hedera und Stellar. Eine exklusive Partnerschaft mit Ripple ist daher keineswegs gesetzt.
Vielmehr deutet der Multi-Chain-Ansatz darauf hin, dass SWIFT optional mehrere Technologien parallel evaluieren oder integrieren könnte.
Zusätzliche Spekulationen befeuerte der Unternehmer Patrick Bet-David, der im Falle einer formellen Kooperation einen XRP-Kurs von 100 US-Dollar für möglich hält.
Eine Kursprognose von 100 US-Dollar würde – bei einem zirkulierenden Angebot von rund 55 Milliarden XRP – jedoch einer Marktkapitalisierung von etwa 5,5 Billionen US-Dollar entsprechen.
Damit läge XRP auf Augenhöhe mit den größten globalen Technologie- und Asset-Klassen und deutlich über der aktuellen Bewertung des gesamten Kryptomarktes.
Vor diesem Hintergrund erscheint die 100-USD-Wette trotz potenzieller Partnerschaften beinahe lächerlich!
Unabhängig davon, wie man Ripple strategisch oder fundamental bewertet, ist festzuhalten, dass das Entwickler- und Business-Development-Team seit Jahren konsequent internationale Partnerschaften vorantreibt.
Diese institutionelle Vernetzung dürfte ein zentraler Faktor dafür sein, dass sich XRP bis heute in der Spitzengruppe der größten Kryptowährungen behaupten konnte.
Der Ripple-Kurs im Überblick: Anhaltender Abwärtsdruck!
Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels notiert der XRP-Kurs bei 1,35 US-Dollar, was einem Rückgang von 8 Prozent in 7 Tagen entspricht. Auf dem 4H-Chart bleibt die übergeordnete Marktstruktur damit klar bärisch:

Seit dem Hoch im Bereich um 2,40 USD dominieren tiefere Hochs und tiefere Tiefs, begleitet von einer fallenden 21-SMA, die aktuell bei rund 1,42 USD verläuft und als dynamischer Widerstand fungiert.
Der jüngste Erholungsversuch scheiterte erneut unterhalb dieser Durchschnittslinie, was die fortbestehende Angebotskontrolle unterstreicht.
Im Zuge der aktuellen Bewegung lanciert Ripple nahe der kurzfristigen Unterstützungszone um 1,33–1,35 USD. Diese Zone fungiert als kurzfristiger Pivotbereich.
Ein Bruch darunter könnte einen erneuten Abverkauf in Richtung 1,27 USD auslösen, wo zuvor eine markante Reaktion stattfand.
Auf der Oberseite bleibt der Bereich zwischen 1,42 und 1,50 USD entscheidend. Erst ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde das Chartbild neutralisieren und Raum bis 1,60 USD eröffnen.
Der RSI notiert um 40 Punkte und signalisiert weiterhin schwaches Momentum ohne bullische Divergenz.
Kurzfristig ist daher eher mit einer Fortsetzung der Seitwärts- bis Abwärtsbewegung zu rechnen. Eine nachhaltige Trendwende erfordert eine Rückeroberung der gleitenden Durchschnittslinie bei steigendem Volumen.
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