Überraschung: Diese 10 Krypto-Projekte dominieren den Umsatz

Für Anleger gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die besten Coins zu finden. Immer stärker fließen reale Umsätze in die Bewertung ein. Doch welche Krypto-Projekte verdienen wirklich Geld?

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 3 Min. read
Überraschung: Diese 10 Krypto-Projekte dominieren den Umsatz

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Krypto-Industrie legt den Fokus zunehmend stärker auf Umsätze.
  • Tether, Tron und Circle dominieren Umsätze in den letzten 24 Stunden.
  • Die Bewertungsmultiple bleiben enorm, deutlich höher als über Aktienmärkten.

In der Vergangenheit wurde der Kryptomarkt oft von spekulativem Kapital dominiert. Anleger jagten vor allem Narrativen hinterher – von DeFi über NFTs bis hin zu Memecoins – während echte Fundamentaldaten häufig in den Hintergrund rückten.

Doch aktuell zeichnet sich ein klarer Wandel ab: Der Fokus verschiebt sich zunehmend auf reale Umsätze und nachhaltige Geschäftsmodelle. Statt reiner Zukunftsvisionen rücken konkrete Einnahmen in den Mittelpunkt. Besonders spannend ist dabei die Frage, welche Projekte heute tatsächlich signifikante Cashflows generieren – und damit eine neue Phase der Markt-Reife einläuten.

Diese Krypto-Projekte dominieren die Einnahmen

Ein Blick auf die aktuellen Daten von Token Terminal zeigt, dass vor allem etablierte Infrastruktur- und Finanzprotokolle die höchsten Umsätze generieren.

An der Spitze steht Tether mit rund 15,3 Millionen US-Dollar Tagesumsatz. Das Stablecoin-Unternehmen profitiert massiv von hohen Zinsen auf seine Reserven, wodurch ein äußerst profitables Geschäftsmodell entsteht. Direkt dahinter folgt Tron mit 7,7 Millionen US-Dollar, das vor allem durch hohe Transaktionsaktivität im Stablecoin-Segment – insbesondere USDT – punktet.

Circle, der Herausgeber von USDC, kommt auf 6,7 Millionen US-Dollar. Ähnlich wie Tether generiert Circle Einnahmen über Zinserträge und die Nutzung seines Stablecoins im globalen Zahlungsverkehr.

Ethena erreicht rund 4,4 Millionen US-Dollar und zeigt damit die steigende Bedeutung synthetischer Dollar-Protokolle. Das Projekt kombiniert DeFi-Mechaniken mit institutionellen Strategien und trifft damit den aktuellen Markttrend.

Hyperliquid liegt bei 2,1 Millionen US-Dollar und steht stellvertretend für den Boom im Bereich der Perpetual Futures DEXs. Die Plattform profitiert von hoher Trading-Aktivität und etabliert sich zunehmend als ernstzunehmende Alternative zu zentralisierten Börsen.

Chainlink generiert etwa 1,2 Millionen US-Dollar täglich und bleibt damit eine zentrale Infrastruktur im Krypto-Ökosystem. Die Oracle-Lösung wird von zahlreichen Protokollen genutzt und liefert essenzielle Daten für Smart Contracts.

pump.fun kommt auf rund 882.000 US-Dollar. Die Plattform steht exemplarisch für den anhaltenden Memecoin-Trend und zeigt, wie stark einfache Token-Launchpads monetarisiert werden können.

Polymarket erzielt etwa 789.900 US-Dollar und unterstreicht den wachsenden Product-Market-Fit von Prediction Markets. Besonders in politisch und wirtschaftlich unsicheren Zeiten steigt die Nachfrage nach solchen Plattformen.

Aerodrome liegt bei rund 625.500 US-Dollar und ist ein wichtiger Liquiditäts-Hub im Base-Ökosystem. Das Projekt profitiert von steigender Aktivität auf Layer-2-Lösungen.

Axiom Trade rundet die Liste mit etwa 402.000 US-Dollar ab. Die Plattform zeigt, dass auch spezialisierte Trading-Tools zunehmend monetarisiert werden können.

Insgesamt wird deutlich: Der Kryptomarkt entwickelt sich weiter – weg von reiner Spekulation hin zu echten Geschäftsmodellen mit nachhaltigen Einnahmen.

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Krypto Prognose: Bewertung bleibt weit über Fundamentaldaten

Trotz des wachsenden Fokus auf Umsätze zeigte eine Analyse von Messari bereits im vergangenen Jahr, dass der Kryptomarkt weiterhin stark von Bewertungsprämien geprägt ist. Konkret wurde festgestellt, dass die Marktkapitalisierung vieler Krypto-Assets – bereinigt um Bitcoin und Stablecoins – auf einem extrem hohen Price-to-Sales-Verhältnis (P/S) von rund 250 gehandelt wurde.

Zum Vergleich: Traditionelle Aktienmärkte wie der Nasdaq lagen im gleichen Zeitraum bei etwa 6,25, während der S&P 500 sogar nur auf rund 3,36 kam. Diese massive Diskrepanz verdeutlicht, dass Krypto-Projekte trotz steigender Umsätze weiterhin deutlich höher bewertet werden als klassische Unternehmen.

Messari argumentiert, dass der Großteil des Kapitals im Kryptomarkt nicht primär auf nachhaltige Geschäftsmodelle abzielt, sondern auf monetäre Eigenschaften wie Knappheit, Liquidität und potenzielle Wertaufbewahrung. Anleger suchen also weniger nach „Cashflow-Maschinen“, sondern vielmehr nach Assets, die als digitales Geld oder spekulative Wertspeicher fungieren können.

Das erklärt auch, warum selbst Projekte mit vergleichsweise geringen Einnahmen hohe Bewertungen erreichen. Fundamentaldaten gewinnen zwar an Bedeutung – doch der Markt bleibt vorerst stark narrativ- und liquiditätsgetrieben.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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