Binance Pay ermöglicht berechtigten ausländischen Besuchern Japans seit Mittwoch, dem 30. September, USDT-Zahlungen bei der großen Mehrheit der PayPay-unterstützten Händler. Die Verbindung läuft über HIVEX. Für die Geschäfte ändert sich die Abrechnung nicht: Sie erhalten weiterhin japanische Yen.
HIVEX verbindet ausländische QR-Dienste mit PayPay
HIVEX fungiert als Zahlungs-Interoperabilitätsframework, das ausländische QR-Zahlungsdienste mit PayPay-unterstützten Händlern in Japan verbindet. Für Nutzer entsteht damit ein weiterer Weg, einen bestehenden lokalen Zahlungszugang mit einer ausländischen Wallet zu verwenden.
PayPay wird nach Angaben des Ausgangsberichts an Millionen Standorten im Land akzeptiert. Dazu zählen große Handelsketten und kleinere Geschäfte ebenso wie Verkaufsautomaten, Taxis und der öffentliche Verkehr. Das Netzwerk ist damit nicht auf einzelne große Einzelhändler beschränkt.
PayPay führt neben Binance Pay neun weitere ausländische Zahlungsdienste auf, die über HIVEX angebunden sind. Diese stammen hauptsächlich aus China, Hongkong und Taiwan. Der Kontext ist für ein reisendes Publikum relevant: Japan empfing laut Japan Tourism Agency im Gesamtjahr 2025 mit 42,7 Millionen internationalen Besuchern so viele Gäste wie nie zuvor.
USDT-Zahlung für Reisende, Yen-Abrechnung für Händler
Der Ablauf trennt die Zahlungsseite von der Abrechnung im Geschäft: Berechtigte Besucher zahlen mit Tether USDt (USDT), während die Händler den Gegenwert weiterhin in Yen erhalten. Eine separate Anmeldung der einzelnen Geschäfte sei laut Binance nicht erforderlich.
Binance teilte Cointelegraph außerdem mit, Binance Pay sei der erste Krypto-Zahlungsdienst, der über HIVEX Zugang zu PayPay-unterstützten Händlern erhalten habe. Die Integration bringt USDT damit in alltägliche Zahlungssituationen innerhalb eines weit verbreiteten Händlernetzes, ohne dass Geschäfte selbst USDT als Abrechnungswährung annehmen müssen. Ähnliche Fragen zur Einbindung von Stablecoins in reale Zahlungsprozesse stehen auch bei anderen Vorstößen in diesem Bereich im Mittelpunkt, etwa bei Stablecoin-Zahlungen.
Der Zugang bleibt auf berechtigte ausländische Nutzer begrenzt
Das Angebot richtet sich an berechtigte ausländische Nutzer, die Japan besuchen. Die vorliegenden Angaben belegen keine allgemeine Verfügbarkeit für japanische Nutzer und enthalten weder Nutzungs- noch Transaktionszahlen.
Die Anbindung schafft somit eine konkrete Einsatzmöglichkeit für USDT, belegt aber noch keine breite Nutzung oder einen messbaren Anstieg der Stablecoin-Zahlungen. Wie relevant der neue Weg für Reisende und Händler wird, lässt sich erst anhand tatsächlicher Zahlungsvolumina und Nutzerzahlen beurteilen.
Kryptowährungen sind pseudonym, und Transaktionen lassen sich nicht ohne Weiteres rückgängig machen. Nutzer sollten KYC-Pflichten und die geltenden lokalen Regeln beachten; weitere Beispiele für Stablecoin-Zahlungen im Händlernetz zeigen die Bandbreite der Ansätze.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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