Werden Ethereum und Solana knapper? Bullische Krypto Prognosen

Ethereum und Solana gehören zu den größten Kryptowährungen der Welt und bilden zugleich die Grundlage zweier besonders aktiver Blockchain-Ökosysteme. Dennoch konnten sich ETH und SOL dem schwierigen Marktumfeld zuletzt nicht vollständig entziehen. Für die langfristige Kursentwicklung zählt jedoch nicht nur die Nachfrage nach den Netzwerken, sondern ebenso die Angebotsseite. Schließlich entsteht ein Marktpreis immer aus […]

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 4 Min. read
Werden Ethereum und Solana knapper? Bullische Krypto Prognosen

Das Wichtigste in Kürze

  • Ethereum könnte seine jährliche Inflation langfristig auf rund 0,4 Prozent senken.
  • Solanas Inflation könnte bis 2031 auf rund 1,1 Prozent fallen.
  • Weniger Emissionen und höhere Burns könnten Solanas Angebot deutlich verknappen.
  • Steigende Nutzung könnte gleichzeitig Nachfrage und Gebührenverbrennung bei Solana erhöhen.

Ethereum und Solana gehören zu den größten Kryptowährungen der Welt und bilden zugleich die Grundlage zweier besonders aktiver Blockchain-Ökosysteme. Dennoch konnten sich ETH und SOL dem schwierigen Marktumfeld zuletzt nicht vollständig entziehen. Für die langfristige Kursentwicklung zählt jedoch nicht nur die Nachfrage nach den Netzwerken, sondern ebenso die Angebotsseite.

Schließlich entsteht ein Marktpreis immer aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Wächst das verfügbare Angebot langsamer, kann bereits eine konstante Nachfrage einen positiven Effekt auf den Preis entfalten. Genau an diesem Punkt könnten bei Ethereum und Solana künftig Veränderungen ansetzen. Neue Vorschläge innerhalb beider Ökosysteme sollen die Ausgabe zusätzlicher Token reduzieren und damit ETH und SOL langfristig knapper machen. Grayscale sieht darin einen potenziell bedeutenden Wandel der Tokenomics.

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Grayscale-Prognose: ETH und SOL könnten bis 2031 deutlich knapper werden

Der Vermögensverwalter Grayscale hat sich nun genauer mit den geplanten Änderungen an der Geldpolitik von Ethereum und Solana beschäftigt. Im Mittelpunkt steht dabei die sogenannte Token-Inflation, also das jährliche Wachstum des vorhandenen Angebots. Bei Proof-of-Stake-Netzwerken entstehen zusätzliche Token insbesondere durch die Vergütung der Validatoren und Staker. Werden diese Emissionen reduziert, wächst das Gesamtangebot künftig langsamer.

Nach Berechnungen von Grayscale könnten die diskutierten Änderungen diesen Effekt bei beiden Netzwerken deutlich verstärken. Unter den von Grayscale verwendeten Annahmen würde die jährliche Angebotsinflation von Ethereum bis Ende 2031 auf nur noch rund 0,4 Prozent sinken. Damit läge ETH ungefähr auf dem Niveau von Bitcoin. Für Solana prognostiziert Grayscale im gleichen Zeitraum eine jährliche Inflation von rund 1,1 Prozent. Zum Vergleich verweist der Vermögensverwalter auf eine Angebotsinflation von rund 1,8 Prozent bei Gold sowie zuletzt 3,3 Prozent beim US-Verbraucherpreisindex.

Bei Solana wird unter anderem darüber diskutiert, die Geschwindigkeit, mit der die Inflation zurückgeht, deutlich zu erhöhen. Ein entsprechender Vorschlag sieht vor, die jährliche Disinflationsrate von 15 auf 30 Prozent zu verdoppeln. Dadurch könnte Solana seine langfristige Zielinflation von 1,5 Prozent bereits etwa 2029 statt erst 2032 erreichen. Gleichzeitig würden über mehrere Jahre deutlich weniger neue SOL ausgegeben.

Für Anleger ergibt sich daraus allerdings ein zweischneidiger Effekt. Weniger neu ausgegebene Token bedeuten zugleich niedrigere Staking-Rewards. Dafür würde die Verwässerung bestehender Bestände sinken. Grayscale argumentiert deshalb, dass insbesondere nicht gestakte ETH- und SOL-Bestände von einer geringeren Inflation profitieren könnten. Bei Stakern hängt der Effekt dagegen davon ab, ob mögliche Kursgewinne die niedrigeren Token-Rewards kompensieren.

Entscheidend bleibt zunächst, dass die Vorschläge noch diskutiert werden und keineswegs vollständig umgesetzt sind. Grayscale sieht bei den Solana-Vorschlägen derzeit allerdings eine vergleichsweise breite Unterstützung. Sollten die Änderungen tatsächlich kommen, würde sich die Angebotsdynamik beider großen Smart-Contract-Plattformen langfristig deutlich verändern – und Knappheit könnte stärker als bisher Teil der Investmentthese von ETH und SOL werden.

Solana: Mehr Tempo, weniger Inflation und höhere Burns

Gerade bei Solana könnte sich in den kommenden Jahren eine interessante Kombination mehrerer Faktoren entwickeln. Denn während eine niedrigere Inflation bereits das Wachstum des SOL-Angebots bremsen würde, arbeitet das Netzwerk parallel daran, die technische Leistungsfähigkeit weiter zu erhöhen. Solana will also nicht nur knapper, sondern zugleich schneller und effizienter werden. Genau diese Verbindung ist aus fundamentaler Sicht besonders relevant.

Hinzu kommt ein weiterer angebotsseitiger Faktor: die Verbrennung von Gebühren. Ein Teil der im Netzwerk anfallenden Transaktionsgebühren wird dauerhaft aus dem Umlauf entfernt. Mit steigender Netzwerkaktivität kann dieser Mechanismus an Bedeutung gewinnen. Besonders während einer neuen starken Marktphase könnten täglich erhebliche Gebührenvolumina entstehen. Werden gleichzeitig die Emissionen neuer SOL reduziert und mehr Gebühren verbrannt, würde sich das Nettowachstum des Angebots zusätzlich abschwächen.

Damit treffen bei Solana potenziell drei Entwicklungen aufeinander: sinkende Inflation, steigende Netzwerkleistung und höhere Burns bei wachsender Nutzung. Entscheidend bleibt allerdings die tatsächliche Aktivität im Netzwerk. Denn eine bessere Angebotsstruktur allein erzeugt noch keine steigende Nachfrage.

Gerade deshalb ist die Kombination interessant. Solana verfügt bereits über ein großes DeFi-, Stablecoin- und Trading-Ökosystem. Sollte die Nutzung in einer kommenden Marktphase wieder deutlich zunehmen, könnte dies gleichzeitig die Nachfrage nach Blockspace und SOL erhöhen, während das zusätzliche Angebot langsamer wächst. Genau diese Kombination aus wachsender Nachfrage und knapperem Angebot wäre aus tokenökonomischer Sicht besonders relevant.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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