XRP-News: Garlinghouse räumt Stablecoin-Zweifel aus

XRP bleibt laut Brad Garlinghouse Kern von Ripple. RLUSD ergänzt das Setup – samt DeFi-Plan, EVM-Sidechain und Compliance-Fokus.

Michael Sprick von Michael Sprick Michael Sprick Editor Michael Sprick Updated 2 Min. read
XRP-News: Garlinghouse räumt Stablecoin-Zweifel aus

Das Wichtigste in Kürze

  • Garlinghouse betont: XRP steht bei Ripple weiterhin „im Fokus“.
  • RLUSD soll ergänzen, nicht ersetzen – vor allem im institutionellen Setup.
  • Ripple plant XRPL-Upgrades: MPTs, Permissioned Domains und EVM-Sidechain.

Gerüchte um einen Strategiewechsel Richtung Stablecoin machten in der XRP-Community die Runde. Ripple-CEO Brad Garlinghouse kontert – und rückt XRP wieder klar ins Zentrum.

XRP wird Herzstück von Ripple bleiben

Ripple-Chef Brad Garlinghouse hat Spekulationen zurückgewiesen, wonach das Unternehmen künftig bei grenzüberschreitenden Zahlungen ausschließlich auf den Stablecoin RLUSD setzen wolle. Auf X stellt er klar, XRP habe „immer im Fokus gestanden und wird es auch weiterhin“.

Die Klarstellung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Ripple seine „Institutional DeFi“-Agenda für 2026 deutlich absteckt – mit XRP als Brücken-Asset für Liquidität zwischen Token und Systemen.

RLUSD ergänzt – XRP soll die Brücke bleiben

Ripple selbst beschreibt in seinem DeFi-Ausblick XRP als „primäres Bridge-Asset“ für institutionelle Liquidität auf dem XRPL. RLUSD taucht dabei nicht als Ersatz auf, sondern als Baustein für Treasury-, Cash-Management- und Stablecoin-Use-Cases im institutionellen Umfeld.

Ein zentraler Punkt: Ripples „Auto-bridging“ soll auf dem XRPL weiterhin standardmäßig XRP nutzen, um Handelspaare effizienter zu routen.

Ripple plant für den XRPL neue Token-Standards („Multi-Purpose Tokens“, MPTs), um komplexere Asset-Strukturen für Institutionen abzubilden. Dazu kommen „Permissioned Domains“ – also Bereiche mit verifizierten Teilnehmern – sowie ein „Credentialed DEX“, der Identitäts- und Compliance-Anforderungen stärker abbilden soll. Auch neue Kontrollmechanismen sind vorgesehen, darunter „Deep Freeze“, um Assets bei Bedarf stärker zu sperren – ein Thema, das im institutionellen Betrieb (Stichwort Risiko & Regulierung) regelmäßig auftaucht. Für zusätzliche Privatsphäre in sensiblen Workflows nennt Ripple „Confidential Transfers“ als Ziel – ohne die regulatorische Nachvollziehbarkeit komplett aufzugeben. Und weil der XRPL bislang nicht als klassische Smart-Contract-Spielwiese gilt, setzt Ripple zusätzlich auf eine EVM-kompatible Sidechain, um Ethereum-Entwickler ins Ökosystem zu holen.

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Kurslage: XRP bleibt gefragt – trotz Debatten um Adaption

Am heutigen Sonntag, 15. Februar 2026, notiert XRP laut CoinGecko bei 1,52 US-Dollar nach einer kleinen Rally innerhalb der letzten sieben Tage von 4,6 Prozent.

Der Kontext erklärt, warum jede Nuance in Ripples Messaging sofort zündet: Der Markt schaut auf institutionelle Anschlussfähigkeit – und darauf, ob Ripple im Rennen um große Zahlungs- und Banking-Integrationen sichtbar bleibt.

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