Bitcoin-Signal stärkt Erholung – Bullenmarkt bleibt unbestätigt

Bitcoin über der 50-Wochen-Linie: Das technische Signal nährt Hoffnungen auf eine Bodenbildung, doch Analysten warnen vor voreiligen Schlüssen.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Updated 3 Min. read
Bitcoin-Signal stärkt Erholung – Bullenmarkt bleibt unbestätigt

Bitcoin hat die Woche auf Coinbase bei $81.159 geschlossen – und liegt damit erstmals seit mehr als zehn Monaten wieder über seiner 50-Wochen-Linie, die laut TradingView bei $78.788 liegt. Der letzte Wochenschluss über diesem Niveau datiert auf den 9. November 2025. Ob das reicht, um vom Ende des Bärenmarktes zu sprechen, ist unter Analysten allerdings umstritten.

Bitcoin kehrt über die 50-Wochen-Linie zurück

Der jüngste Schluss markiert zugleich Bitcoins höchsten Wochenschluss seit vier Monaten. Die 50-Wochen-Linie hat in der Vergangenheit als eine Art Deckel während Bärenmärkten fungiert, wie Alex Thorn, Head of Firmwide Research bei Galaxy Research, bereits im August in einer Research-Note festhielt. Ein Rückblick auf die technischen Muster früherer Zyklen liefert dazu ergänzenden Kontext im Coinspeaker-Beitrag zum Bärenmarkt-Indikator.

Das technische Signal spricht für eine mögliche Bodenbildung

Thorn erklärte: „In four of the five completed bear markets, once the 50-week moving average was first broken to the upside, the bear market bottom was definitively ‚in.'“ Nach seiner Einschätzung hat das Zurückerobern der 50-Wochen-Linie den Boden eines Bärenmarktes historisch bestätigt.

Ben Simpson, Gründer der Krypto-Research-Firma Collective Shift, bezeichnete einen Schluss über diesem Niveau bereits vor dem Wochenende als das letzte fehlende Puzzleteil, um von einem Bullenmarkt zu sprechen. Er verwies darauf, dass Bitcoin nach vergleichbaren Ausbrüchen 2017, 2020 und 2023 jeweils zwischen 700 und 900 Prozent zugelegt habe. Bitget-Chefanalyst Ryan Lee sieht in dem aktuellen Schluss ebenfalls ein zusätzliches Argument für eine laufende Erholung, da Reclaims dieser Art in früheren Zyklen typischerweise erst nach einem etablierten Tief und wiederkehrender langfristiger Dynamik auftraten. Eine tiefere technische Einordnung bietet dazu der Coinspeaker-Artikel zum bullischen Trendwende-Signal.

Ein einzelner Wochenschluss bestätigt noch keinen neuen Bullenmarkt

Lee dämpfte die Euphorie jedoch zugleich: „What matters now is whether Bitcoin can stay above the 50-week average and continue forming higher lows.“ Gescheiterte Reclaims habe es in früheren Zyklen bereits gegeben, besonders wenn das makroökonomische Umfeld schwierig blieb. Auch Galaxy Research betont, dass der Indikator zwar historisch stark, aber nicht unfehlbar ist: Von 13 Rückeroberungen der 50-Wochen-Linie folgten in zwei Fällen tiefere Tiefs – beide während des Bärenmarktes 2021/2022.

Trader Craig Cobb verfolgt einen anderen Ansatz und beobachtet stattdessen die Marke von $83.000 sowie ein spezifisches Muster im Drei-Monats-Chart. Einordnungen zu möglichen Widerstandszonen auf dem Weg dorthin liefert der Coinspeaker-Beitrag zu Bitcoins Verkaufszonen.

Die nächsten Bestätigungssignale liegen über der Durchschnittslinie

Lee verweist zusätzlich auf die Erholung von den Juli-Tiefs bei $57.000, den Abbau überschüssigen Leverage durch wiederholte Liquidationen sowie erste Anzeichen zurückkehrender institutioneller Nachfrage. Cobb formuliert seine eigene Bedingung so: „So combine $83,000 being broken and the close of the September three-month candle, then a break of the high and I will say the bull market has begun.“ Historisch trat dieser Rot-zu-Grün-Wechsel im Quartalschart 15 Mal auf, wobei in 11 Fällen das Hoch der ersten grünen Kerze anschließend gebrochen wurde – und alle 11 Bewegungen mündeten letztlich in ein neues Allzeithoch.


Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen und Trades in Kryptowährungen sind mit erheblichen Risiken verbunden; Leser sollten eigene Recherchen anstellen. Zudem gilt: Kryptowährungen bieten keine vollständige Anonymität, und Handelsplattformen unterliegen in der Regel KYC-Pflichten. Weitere Einordnungen zur aktuellen Marktlage bietet der Coinspeaker-Artikel zum Bärenmarkt-Indikator.

Quelle: Cointelegraph

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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