Bester Zeitpunkt für Bitcoin-Kauf? Jetzt könnte der Markt drehen
Bitcoin startet vergleichsweise ruhig in die neue Woche. Am Montag konsolidiert die größte Kryptowährung weiterhin im Bereich von rund 63.000 US-Dollar und konnte sich in den vergangenen 24 Stunden zumindest leicht erholen. Übergeordnet bleibt die Dynamik jedoch überschaubar: Bitcoin bewegt sich seitwärts, größere Impulse fehlen und der Bärenmarkt ist weiterhin intakt. Vom bisherigen Allzeithoch ist […]
Bitcoin bleibt bei 63.000 Dollar, kurzfristig fehlen jedoch klare Impulse.
CryptoQuant hält die Suche nach dem perfekten Tiefpunkt für problematisch.
Der Realized Price deutet auf eine interessante langfristige Akkumulationsphase hin.
Neue Käufe könnten Bitcoin wieder in Richtung 65.000 Dollar treiben.
Bitcoin startet vergleichsweise ruhig in die neue Woche. Am Montag konsolidiert die größte Kryptowährung weiterhin im Bereich von rund 63.000 US-Dollar und konnte sich in den vergangenen 24 Stunden zumindest leicht erholen. Übergeordnet bleibt die Dynamik jedoch überschaubar: Bitcoin bewegt sich seitwärts, größere Impulse fehlen und der Bärenmarkt ist weiterhin intakt. Vom bisherigen Allzeithoch ist BTC noch immer mehr als 50 Prozent entfernt.
Gerade in einer solchen Marktphase stellt sich für langfristig orientierte Anleger zunehmend die Frage nach dem richtigen Einstieg. Viele warten auf den perfekten Tiefpunkt. Doch lässt sich dieser überhaupt zuverlässig treffen – oder könnte das aktuelle Kursniveau bereits eine interessante Kaufzone darstellen?
CryptoQuant: Suche nach dem perfekten Bitcoin-Boden ein Fehler
Eine aktuelle Analyse von CryptoQuant stellt genau die Vorstellung infrage, Anleger müssten zwingend den absoluten Tiefpunkt eines Bärenmarktes erwischen. Stattdessen könnte es sinnvoller sein, eine längere Akkumulationsphase zu betrachten. Denn historische Bitcoin-Zyklen zeigen, dass attraktive Einstiegsfenster häufig deutlich länger geöffnet bleiben, als Marktteilnehmer zunächst erwarten.
The Idea of Catching the Absolute Bottom is Wrong
“The window of opportunity lasts longer than most people expect. Yet this is precisely when the majority leave the market.” – By @DanCoinInvestorpic.twitter.com/5gze4cGtYv
Im Mittelpunkt der Analyse steht der sogenannte Realized Price. Dieser beschreibt vereinfacht den durchschnittlichen Preis, zu dem die aktuell gehaltenen Bitcoin zuletzt bewegt wurden, und kann damit als eine Art aggregierte Kostenbasis des Netzwerks verstanden werden. Laut der gezeigten CryptoQuant-Grafik liegt dieser derzeit bei ungefähr 52.600 US-Dollar, während Bitcoin noch oberhalb von 60.000 US-Dollar gehandelt wird.
Interessant wird die Kennzahl insbesondere während längerer Bärenmärkte. Wenn Anleger, die zu deutlich höheren Preisen gekauft haben, ihre Positionen mit Verlust verkaufen, wechseln Bitcoin zunehmend zu Marktteilnehmern mit einer niedrigeren Kostenbasis. Dadurch kann auch der Realized Price stagnieren oder zurückgehen. CryptoQuant interpretiert diesen Prozess als Übergang von schwächeren zu stärkeren Händen.
Eine vergleichbare Entwicklung ließ sich bereits während des Bärenmarktes 2022 und 2023 beobachten. Damals notierte Bitcoin längere Zeit in der Nähe beziehungsweise unterhalb des Realized Price, bevor sich der nächste große Aufwärtstrend entwickelte.
Genau deshalb lautet die Kernaussage: Nicht der einzelne perfekte Einstiegstag ist entscheidend. Vielmehr können längere Phasen niedriger Bewertungen Chancen für eine schrittweise Akkumulation bieten. Ausgerechnet wenn viele Anleger aufgrund monatelanger Schwäche das Interesse verlieren, kann sich langfristig ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis entwickeln.
Bitcoin zeigt erste Lebenszeichen: Dreht der Markt jetzt nach oben?
Zusätzlich zur langfristigen Bewertung gibt es mittlerweile auch kurzfristig erste Hinweise darauf, dass die Käufer wieder etwas aktiver werden. Noch handelt es sich keineswegs um einen bestätigten Trendwechsel. Dennoch zeigen mehrere aktuelle Marktbeobachtungen eine vorsichtige Verbesserung des Momentums.
Der Analyst CW verweist darauf, dass zum Start der neuen Woche wieder Netto-Käufe von Bitcoin über verschiedene Börsen hinweg zu beobachten seien. Bemerkenswert sei dabei, dass auch am Futures-Markt die Käuferseite wieder stärker auftrete. Dieser war in der vergangenen Woche noch vergleichsweise ruhig geblieben. Steigende Kaufaktivität sowohl am Spot- als auch am Terminmarkt könnte darauf hindeuten, dass Marktteilnehmer auf dem aktuellen Niveau wieder vorsichtig Risiko aufnehmen.
Passend dazu konnte Bitcoin zuletzt vom unteren Bereich seiner kurzfristigen Handelsspanne nach oben reagieren. Damit rücken nun wichtige technische Marken in den Fokus. Der bekannte Krypto-Analyst Michaël van de Poppe sieht insbesondere den Bereich um 63.800 US-Dollar als kurzfristigen Widerstand. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde das technische Bild entsprechend verbessern.
Great move upwards on #Bitcoin, and it might become interesting.
These are the levels that I'm watching.
❌ – Resistance is this area at $63,800 for #Bitcoin, which I'd like to see break upwards. I don't think we'll do that immediately, but markets are looking better and… pic.twitter.com/5nMQXNAeTy
Auf der Unterseite gilt dagegen die Zone zwischen 63.150 und 63.300 US-Dollar als wichtige Unterstützung. Hält dieser Bereich bei einem Rücksetzer, könnte laut van de Poppe in den kommenden Tagen eine Bewegung in Richtung 65.000 US-Dollar folgen. Gleichzeitig könnte eine solche Bitcoin-Erholung auch bei Altcoins wieder stärkere Gegenbewegungen auslösen.
Fällt die Unterstützung dagegen, wäre zunächst ein erneuter Sweep unterhalb von rund 62.200 US-Dollar möglich. Damit bleibt Bitcoin kurzfristig weiterhin in einer Range gefangen.
Dennoch verdichten sich zumindest erste positive Signale: Die Kaufaktivität nimmt zu, der Markt reagiert wieder stärker auf Unterstützungen und Bitcoin nähert sich einem relevanten Widerstandsbereich. Nach Monaten ausgeprägter Schwäche könnte damit langsam wieder Bewegung in den Markt kommen. Für einen nachhaltigen Trendwechsel müssten die Käufer jedoch zunächst beweisen, dass sie auch oberhalb der aktuellen Handelsspanne dauerhaft Kontrolle übernehmen können.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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