Bitcoin Prognose: Druck vor Fed-Zinsentscheid – letzte Chance zum Einstieg?

Während Bitcoin kurzfristig vor dem Fed-Zinsentscheid korrigiert, bleibt der mittelfristige Ausblick positiv. Anleger sehen hier weiterhin Potenzial auf eine fortgesetzte Erholung.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 3 Min. read
Bitcoin Prognose: Druck vor Fed-Zinsentscheid – letzte Chance zum Einstieg?

Das Wichtigste in Kürze

  • Bitcoin gibt vor dem nächsten Fed Zinsentscheid leicht nach.
  • ETF-Zuflüsse und Wal-Käufe stützen zuletzt die Bitcoin Prognose.
  • Rücksetzer könnte Einstiegschance vor Rallye auf 80k Dollar sein.

Bitcoin zeigt sich am heutigen Handelstag leicht schwächer und gibt um rund zwei Prozent nach. Der Kurs fällt dabei zurück auf etwa 72.000 US-Dollar und testet damit erneut das obere Ende der zuletzt etablierten Seitwärtsrange. Genau hier hatte sich in den vergangenen Wochen ein entscheidender Widerstandsbereich gebildet. Bislang fehlen jedoch die Anschlusskäufe, um diesen Ausbruch nachhaltig zu bestätigen und neues Momentum zu entfachen. Entsprechend bleibt die Lage kurzfristig angespannt.

Gleichzeitig richtet sich der Blick der Marktteilnehmer klar auf das bevorstehende Zinsmeeting der US-Notenbank, das in wenigen Stunden ansteht und für zusätzliche Volatilität sorgen dürfte. Wer Bitcoin kaufen möchte, muss auch diese Information berücksichtigen.

Bitcoin-Analyst sieht Kaufchance trotz kurzfristiger Schwäche

Ein bekannter Kryptoanalyst bewertet die aktuelle Kursentwicklung deutlich konstruktiver, als es der kurzfristige Rücksetzer vermuten lässt. Seiner Einschätzung nach handelt es sich bei der aktuellen Bewegung weniger um einen Trendbruch, sondern vielmehr um eine klassische Ablehnung an einem Widerstandsniveau. Solche Rücksetzer seien in starken Marktphasen üblich und könnten sogar als gesunde Konsolidierung interpretiert werden.

Er geht davon aus, dass Bitcoin nun kurzfristig ein höheres Tief ausbilden könnte – ein wichtiges Signal für die Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends. Sollte dieses Szenario eintreten, sieht der Analyst gute Chancen, dass Bitcoin noch im Laufe dieses Monats einen erneuten Angriff auf die Zone zwischen 76.000 und 80.000 US-Dollar startet. Vom aktuellen Niveau aus würde das einem Potenzial von rund zehn Prozent entsprechen.

Auch makroökonomische Faktoren spielen laut seiner Analyse eine Rolle. Die aktuelle Unsicherheit rund um das Fed-Meeting sowie steigende Ölpreise könnten kurzfristig zu einem sogenannten „Risk-Off“-Umfeld führen, in dem Anleger vorsichtiger agieren. Dennoch betont er, dass die zugrunde liegende Marktstruktur intakt bleibt.

Gerade die Tatsache, dass Bitcoin trotz dieser Unsicherheiten auf hohem Niveau stabilisiert, wertet er als Zeichen relativer Stärke. Für ihn bleibt die aktuelle Korrektur daher eher eine Kaufgelegenheit als ein Grund zur Sorge.

Fed-Entscheid im Fokus: Zinspause nahezu sicher eingepreist

Der heutige Zinsentscheid der US-Notenbank steht klar im Mittelpunkt der Märkte. Laut aktuellen Daten des FedWatch Tools der CME Group wird mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 99,0 Prozent davon ausgegangen, dass die Federal Reserve die Zinsen unverändert lässt. Eine weitere Zinssenkung ist damit aktuell nahezu ausgeschlossen.

Diese Erwartung spiegelt die zuletzt gestiegenen Inflationsrisiken wider. Insbesondere geopolitische Spannungen, wie der Konflikt rund um den Iran, sowie deutlich gestiegene Ölpreise erhöhen den Druck auf die Inflation.

In diesem Umfeld dürfte die Fed vorsichtig agieren und zunächst abwarten. Für den Kryptomarkt bedeutet das kurzfristig Unsicherheit, langfristig könnte eine stabile Zinspolitik jedoch weiterhin unterstützend wirken.

CME

Zusätzliche Daten untermauern dieses konstruktive Bild. So verweist Analyst Naga Avan-Nomayo darauf, dass sich Bitcoin trotz der aktuell wohl dichtesten Zentralbank-Woche seit Jahren stabil über wichtigen Niveaus hält. Innerhalb weniger Tage stehen Entscheidungen von Fed, EZB, Bank of Japan und Bank of England an – ein Umfeld, das normalerweise für deutliche Unsicherheit sorgt. Dennoch zeigen sich laut verschiedenen Marktdaten erste Anzeichen einer Entkopplung von klassischen Risikoassets.

Besonders auffällig: Sechs aufeinanderfolgende Tage mit ETF-Zuflüssen, eine wieder anziehende institutionelle Nachfrage sowie zunehmende Akkumulation durch sogenannte „Whales“.

Diese Faktoren sprechen laut Analyse dafür, dass sich Bitcoin strukturell in einer stärkeren Phase befindet. Sollte der Kurs weiterhin oberhalb von 70.000 US-Dollar stabil bleiben, könnte dies ein frühes Signal für die Ausbildung eines neuen Zyklusbodens sein – und damit die Grundlage für die nächste Aufwärtsbewegung liefern. Die  Bitcoin Prognose hängt also auch von der Price Action der kommenden Tage ab.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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