Die Einzahlung von 4.938 ETH folgt auf eine Phase erheblicher Bewegungen innerhalb der Lido-Position der EF.
Bis Ende April 2026 hatte sich die Stiftung mit rund 69.500 gestakten ETH – verteilt auf Lido und eigene Validatoren – bereits ihrem internen Benchmark genähert.
Kurz darauf leitete sie jedoch einen strukturierten Ausstieg bei Lido ein.
In 271 gebündelten Transaktionen von jeweils 811 wstETH wurden etwa 21.270 ETH (ca.49,6 Millionen US-Dollar) über den unstETH-Auszahlungsvertrag von Lido abgezogen.
Die Ethereum Foundation (EF) hat laut On-Chain-Daten des Trackers Onchain Lens am 30. Juni 2026 insgesamt 4.938 ETH bei Lido Finance eingezahlt. Zum Zeitpunkt der Transaktion entsprach dies einem Gegenwert von etwa 7,86 Millionen US-Dollar.
Onchain Lens merkte an, dass die Stiftung ihre Position weiter ausbauen könnte, obwohl die EF bisher keine offizielle Erklärung zu dieser spezifischen Tranche abgegeben hat. Es handelt sich hierbei jedoch um weit mehr als nur eine Randnotiz in der Treasury-Verwaltung.
Die Einzahlung erfolgt im Rahmen der offiziell angekündigten Treasury Staking Initiative. Diese wurde am 24. Februar 2026 über den Blog der Ethereum Foundation vorgestellt und sieht vor, rund 70.000 ETH zu staken. Die daraus resultierenden Erträge sollen direkt in die Protokollentwicklung, Zuschüsse (Grants) und den laufenden Betrieb fließen.
Die strukturelle Kernfrage lautet längst nicht mehr, ob die EF am ETH-Staking teilnimmt, sondern wie diese Beteiligung zwischen Liquid-Staking-Protokollen von Drittanbietern und selbst betriebenen Validatoren aufgeteilt wird.
Ethereum Foundation Staking: Die Lido-Einzahlung im Kontext
Die Einzahlung von 4.938 ETH folgt auf eine Phase erheblicher Bewegungen innerhalb der Lido-Position der EF. Bis Ende April 2026 hatte sich die Stiftung mit rund 69.500 gestakten ETH – verteilt auf Lido und eigene Validatoren – bereits ihrem internen Benchmark genähert. Kurz darauf leitete sie jedoch einen strukturierten Ausstieg bei Lido ein. In 271 gebündelten Transaktionen von jeweils 811 wstETH wurden etwa 21.270 ETH (ca. 49,6 Millionen US-Dollar) über den unstETH-Auszahlungsvertrag von Lido abgezogen.
On-Chain-Analysten interpretierten diesen Rückzug damals als Rebalancing hin zu einer eigenen Validator-Infrastruktur und nicht als generelle Abkehr vom ETH-Staking.
Die aktuelle Einzahlung stellt somit eher eine Fortsetzung der aktiven Treasury-Rotation als eine rein gerichtete Wette dar. Lido Finance bleibt mit einem Anteil von etwa 22,8 % aller gestakten ETH eines der größten Liquid-Staking-Protokolle. Durch die Ausgabe von stETH, einem liquiden Token, ermöglicht Lido es Nutzern, ihre Bestände im Ökosystem einzusetzen, während die zugrunde liegenden ETH weiterhin Staking-Belohnungen generieren.
ETH-Angebotslage: Börsenbestände und On-Chain-Daten
Die Einzahlung der EF findet vor dem Hintergrund eines knapper werdenden ETH-Angebots statt. Die ETH-Bestände an den Börsen sind laut aggregierten On-Chain-Daten auf Mehrjahrestiefs gefallen, was bedeutet, dass die für den freien Verkauf verfügbare Menge (Liquid Float) deutlich geschrumpft ist.
Netzweit waren bis Januar 2026 mehr als 30 % des gesamten ETH-Angebots – etwa 36,6 Millionen ETH – gestaked. Dieser Rekordwert wird durch das Staking institutioneller Treasuries, Unternehmensbestände und die Nachfrage im Umfeld von ETFs getrieben.
Der Krypto-Trader Ted Pillows charakterisierte die aktuelle Positionierung von ETH auf X unter Verweis auf die Preisstruktur als Rückkehr in eine Zone hoher Nachfrage. Er erklärte, dass das Asset im nächsten Monat eine Erholungsrallye erleben könnte, sofern der Preis über der Marke von 1.500 US-Dollar bleibt.
Dieses Niveau von 1.500 US-Dollar fungiert in Händlerkreisen als entscheidende kurzfristige Unterstützung, wenngleich Ethereum trotz der Verknappung auf der Angebotsseite bisher Schwierigkeiten hatte, ein nachhaltiges Aufwärtsmomentum aufzubauen.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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