Historischer Crash: Silber fällt 30 % – ist das die Chance für Bitcoin?

Silber erlitt nach einer historischen Rallye einen Einbruch von über 30 % und verzeichnete damit den größten Crash seit 1987. Auslöser waren ein überhitzter Markt, massive Liquidationen, ein stärkerer US-Dollar und sinkende Zinssenkungserwartungen. Gleichzeitig wird Bitcoin als mögliche Alternative für eine Kapitalrotation interessant.

Alex Fournier von Alex Fournier Updated 6 Min. read
Historischer Crash: Silber fällt 30 % – ist das die Chance für Bitcoin?

Das Wichtigste in Kürze

  • Silber erlebte nach einer extremen Rallye einen historischen Einbruch von über 30 % und damit den größten Crash seit 1987.
  • Auslöser waren ein überhitzter Markt, massive Liquidationskaskaden, ein stärkerer US-Dollar und sinkende Zinssenkungserwartungen.
  • Während Edelmetalle unter Druck stehen, könnte Bitcoin als digitale Alternative von Kapitalrotation profitieren.

Der drastische Kurseinbruch am Silbermarkt hat für erhebliche Verunsicherung unter Investoren gesorgt. Nachdem Edelmetalle zuvor monatelang stark zulegen konnten, kam es zu einem abrupten Stimmungsumschwung. In diesem Kontext wird Bitcoin interessant, da sich in der Vergangenheit nach starken Korrekturen bei Edelmetallen häufig neue Chancen im Kryptomarkt ergeben haben.

Silber verzeichnet den größten Crash seit 1987

Die Turbulenzen an den globalen Märkten scheinen kein Ende nehmen zu wollen. In den vergangenen Wochen kam es vor allem bei Edelmetallen zu historisch starken Rallyes. Der Goldkurs stieg innerhalb eines Jahres um knapp 100 % und erreichte in der Spitze ein Allzeithoch von 5.417,6 US-Dollar pro Feinunze.

Noch stärker fiel die Rallye bei Silber aus. Hier ging es um über 200 % aufwärts, wodurch ein Allzeithoch von 121,64 US-Dollar erreicht wurde. Nun scheint diese Rallye jedoch ins Stocken zu geraten beziehungsweise im Fall von Silber vollständig zu kollabieren. Der Silberpreis brach gestern massiv ein und fiel zeitweise um über 30 % zurück.

Der Einbruch wurde durch massive Liquidationskaskaden und einen stark überhebelten Markt zusätzlich verstärkt. In der Folge kam es zum größten Crash seit 1987 und zu einem der schlimmsten Tage für das zweitwichtigste Edelmetall überhaupt. Zeitweise fiel Silber auf nur noch rund 79 US-Dollar, und auch aktuell steht der Kurs mit etwa 85 US-Dollar weiterhin deutlich unter Druck.

Innerhalb von weniger als 24 Stunden verlor Silber rund 1,8 Billionen US-Dollar an Marktkapitalisierung. Gold verzeichnete ebenfalls deutliche Verluste und fiel vom Hoch zeitweise um rund 13 % zurück. Aktuell handelt Gold bei etwa 4.893 US-Dollar pro Feinunze.

Für den starken Crash lassen sich mehrere Faktoren verantwortlich machen. Zum einen sorgte die Ernennung von Kevin Warsh zum neuen Fed-Chef für Entspannung hinsichtlich möglicher politischer Einflussnahme auf die Notenbank. Da Warsh als inflationskritisch gilt, sanken die Erwartungen an aggressive Zinssenkungen deutlich. Das stellt einen negativen Faktor für zinslose Edelmetalle wie Silber dar.

Zudem verzeichnete der zuvor schwache US-Dollar eine kräftige Rallye, was Silber für Käufer außerhalb der USA verteuert und die Nachfrage zusätzlich belastet. Darüber hinaus war der Silbermarkt, wie bereits angedeutet, extrem überhitzt, mit einem RSI deutlich über 80 Punkten. Viele Anleger nutzten diese Situation zur Gewinnmitnahme, was weitere Liquidationskaskaden auslöste und den Crash nochmals beschleunigte.

Ist das jetzt die große Chance für eine weitere Bitcoin-Rallye?

Im Kontext schwächerer Edelmetalle stellen sich viele Anleger nun die Frage, ob das ein möglicher Zeitpunkt für eine Kapitalrotation in Kryptowährungen sein könnte. Historisch zeigte sich eine klare Korrelation zwischen Bitcoin und insbesondere Gold, aber auch dem Silberpreis. Dabei fällt auf, dass der Bitcoin-Kurs den Edelmetallrallyes häufig mit Verzögerung folgt.

Nachdem Gold neue Allzeithochs erreicht hatte, kam es historisch oft auch zu starken Bitcoin-Rallyes auf neue Höchststände. Gleichzeitig signalisiert der Z-Score derzeit, dass Bitcoin im Vergleich zu Edelmetallen stark unterkauft ist. Solche Divergenzen tendieren dazu, sich früher oder später auszugleichen.

Mit einem wieder stärkeren US-Dollar, weiterhin hohen Aktienkursen und gleichzeitig einbrechenden Edelmetallpreisen könnte der Kryptomarkt attraktive Einstiegsmöglichkeiten bieten. Bitcoin notiert aktuell noch deutlich unter seinem Allzeithoch und könnte für Investoren eine interessante Alternative darstellen. Die Leitwährung des Kryptomarktes fiel zuletzt im Zuge der Turbulenzen auf rund 82.000 US-Dollar zurück und befindet sich damit in einem historisch relevanten Unterstützungsbereich.

Falls es den Bullen gelingt, auf diesem Niveau Unterstützung zu finden und neues Momentum aufzubauen, könnte BTC zum Beginn des Februars schnell wieder in Richtung 90.000 US-Dollar steigen. Da viele Marktteilnehmer dieses Preisniveau als günstigen Einstiegspunkt empfinden könnten, wäre eine entsprechende Gegenbewegung durchaus möglich.

Quelle: Tradingview.com

Quelle: Tradingview.com

In Anbetracht zahlreicher Indikatoren, wie beispielsweise des Z-Scores, die auf eine deutlich überverkaufte Situation und eine historisch günstige Bewertung von Bitcoin im Vergleich zu Edelmetallen und Aktienmärkten hindeuten, könnte sich eine solche Rallye auch weiter in Richtung 100.000 US-Dollar fortsetzen. Von einem möglichen erneuten Aufschwung des Bitcoin-Kurses in den kommenden Wochen könnten dabei nicht nur Bitcoin selbst, sondern auch kleinere Altcoins maßgeblich profitieren.

HYPER als Profiteur eines neuerlichen Krypto-Aufschwungs?

Das Krypto-Projekt Bitcoin Hyper zieht derzeit immer mehr Interesse von risikofreudigen Krypto-Investoren an, die sich für Projekte in einer frühen Entwicklungsphase interessieren. Hintergrund ist die spannende Utility, die die Entwickler bieten möchten. Ihr Ziel ist es, mit Bitcoin Hyper eine echte Layer-2-Blockchain für das Bitcoin-Ökosystem zu entwickeln und damit die Layer-1-Chain von BTC zu entlasten.

Das ist insofern relevant, als die Bitcoin-Blockchain in letzter Zeit immer höhere Auslastung erfahren hat und BTC-Transaktionen daher nicht mehr konkurrenzfähig sind. Im Vergleich zu moderneren Blockchains wie Solana dauert es Minuten oder Stunden, bis Bitcoins verschickt sind, und es kann mehrere Dollar kosten. Das macht BTC vor allem für Micro-Payments und DeFi-Anwendungen unattraktiv.
Mit Bitcoin Hyper soll sich das ändern. Die Entwickler setzen auf die Solana Virtual Machine als Basis ihrer Layer-2-Lösung. Falls sie damit erfolgreich sind und ihr Projekt wie geplant umsetzen, könnte dies entsprechend großen Mehrwert für das Bitcoin-Ökosystem schaffen.

Spannend für Investoren ist nun vor allem, dass es mit HYPER eine native Kryptowährung gibt, die sich derzeit noch im Presale befindet. Das bedeutet, dass der Coin noch nicht auf Krypto-Börsen gehandelt, sondern ausschließlich über die offizielle Website im dort laufenden Vorverkauf erworben werden kann. Hier wird HYPER zu einem rabattierten Kurs von 0,013665 $ pro Coin verkauft. Es kamen schon über 31 Millionen $ an Funding zusammen. Investiert werden kann sowohl mit Bankkarte als auch mit etablierten Kryptowährungen, und der Vorverkauf scheint sich der finalen Phase zu nähern.

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Alex Fournier

Alexander Fournier ist Blockchain-Projektmanager und seit fast einem Jahrzehnt leidenschaftlicher Investor im Bereich Kryptowährungen. Als täglich aktiver Autor bleibt er stets am Puls der Krypto-Welt, analysiert Trends und teilt fundierte Einblicke. Neben seiner redaktionellen Tätigkeit bietet er Coachings an, unterstützt bei Transaktionen und ist auf zahlreichen sozialen Plattformen präsent, um sich und seine Community immer auf dem neuesten Stand zu halten.

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