Alexander Fournier ist Blockchain-Projektmanager und seit fast einem Jahrzehnt leidenschaftlicher Investor im Bereich Kryptowährungen. Als täglich aktiver Autor bleibt er stets am Puls der Krypto-Welt, analysiert Trends und teilt fundierte Einblicke. Neben seiner redaktionellen Tätigkeit bietet er Coachings an, unterstützt bei Transaktionen und ist auf zahlreichen sozialen Plattformen präsent, um sich und seine Community immer auf dem neuesten Stand zu halten.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein globaler Liquidationsschock löschte über 12 Billionen US-Dollar aus und traf den Kryptomarkt besonders hart.
- Bitcoin fiel in zwei Flash-Crashs bis auf rund 75.000 US-Dollar, während Ethereum, XRP, Solana und BNB wichtige Supports verloren.
- Auslöser waren überhebelte Edelmetallmärkte, Margin Calls und ein geldpolitischer Stimmungswechsel.
- Das Niveau um 75.000 US-Dollar ist nun eine mögliche Bottomzone.
Der plötzliche und massive Einbruch an den Kryptomärkten hat Investoren weltweit überrascht und verunsichert. Innerhalb kürzester Zeit wurden Hunderte Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung vernichtet. Ausgelöst wurde das Ganze wahrscheinlich durch eine Kettenreaktion aus überhebelten Märkten, makroökonomischen Schocks und geopolitischen Spannungen.
Historischer Crash lässt Bitcoin und Altcoins unter wichtige Supportzonen fallen
In den letzten 72 Stunden kam es zu einem der heftigsten synchronen Abverkäufe der letzten Jahrzehnte an den globalen Finanzmärkten. Über 12 Billionen US-Dollar an Marktkapitalisierung wurden weltweit aus Aktienmärkten, Edelmetallen und dem Kryptomarkt ausradiert. Der Kryptomarkt blieb von dieser Entwicklung natürlich nicht verschont, sondern wurde sogar noch stärker abgestraft als die traditionellen Märkte.

Quelle: Tradingview.com
Bei Bitcoin gab es vor zwei größere Crashs, die den Kurs zunächst von 90.000 US-Dollar auf 82.000 US-Dollar einbrechen ließen und gestern zu einem weiteren Flash-Crash auf Tiefstände um 75.000 US-Dollar führten. Für die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum ging es in diesem Zuge von rund 3.000 US-Dollar auf einen Kurs von etwa 2.400 US-Dollar abwärts. BNB handelt wieder unter der 800-US-Dollar-Marke, XRP bei rund 1,65 US-Dollar und Solana ist sogar bis auf die 100-US-Dollar-Supportmarke zurückgefallen. Insgesamt wurden im Kryptomarkt über 500 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung vernichtet. Gleichzeitig wurden mehrere Milliarden US-Dollar an Long-Positionen liquidiert und viel Hebel aus den Perpetual-Märkten gespült.
Massive Liquidierungen im Edelmetallmarkt als Ursache des Crashs
Der Abverkauf begann nicht im Kryptomarkt, sondern bei Edelmetallen und Aktien. Vor allem Gold, Silber, Platin und Palladium erlebten historische Einbrüche. Bei Gold kam es zu Liquiditätsabflüssen in Höhe von rund 6 Billionen US-Dollar, wodurch der Kurs von einem Allzeithoch bei 5.594 US-Dollar auf aktuell nur noch etwa 4.893 US-Dollar zurückfiel.
Der Silber-Crash war sogar noch intensiver und führte zu einem Wertverlust von über 30 Prozent vom neuen Allzeithoch bei rund 121 US-Dollar. Silber hatte zuvor 9 grüne Monatskerzen in Folge verzeichnet und im Jahresvergleich über 200 Prozent zugelegt. Auch Gold befand sich zuvor in einer parabolischen Rallye mit rund 100 Prozent Jahresplus. Die vertikale Rallye zog eine große Welle später Marktteilnehmer an, die Kapital aus Aktien und Kryptowährungen in Edelmetalle umschichteten.

Quelle: Gold.de
Das Kapital floss jedoch größtenteils in gehebelte Futures und Papierkontrakte anstatt in physische Metalle. Das führte zu überdimensionierten Long-Positionen genau am Zyklus-Hoch. Als die Preise zu kippen begannen, setzten unmittelbar Kaskaden aus Margin Calls und Zwangsliquidationen ein. Sobald die Kurse fielen, wurden automatisch Sicherheiten nachgefordert, Positionen liquidiert und weitere Verkäufe ausgelöst.
Der Edelmetallmarkt war dementsprechend stark überhebelt und brach zusätzlich durch wachsende geopolitische und makroökonomische Unsicherheiten ein. So ernannte Donald Trump Kevin Warsh zum neuen Fed-Vorsitzenden. Der gilt als kritisch gegenüber exzessiver Liquidität und aggressivem quantitative Easing. Der Markt hatte jedoch auf schnelle weitere Leitzinssenkungen im Jahr 2026 und umfangreiche Liquiditätsspritzen gesetzt.
If you’re wondering why asset prices are getting hit like gold down over 10% and silver down more than 30% in a day then listen to this Kevin Warsh clip.
He’s openly critical of QE and favors a tighter Fed balance sheet which means less liquidity across markets. pic.twitter.com/fye4ds2o06
— Shay Boloor (@StockSavvyShay) February 1, 2026
Dass dieses Szenario nun nicht eintritt, kommt vor allem dem Kryptomarkt ungelegen, der insbesondere in Phasen expansiver Geldpolitik profitiert. Derzeit ist noch nicht abzusehen, ob der Krypto-Crash sein Ende erreicht hat oder ob dies der Beginn eines größeren Bärenmarktes ist. Grundsätzlich stellt das Niveau um 75.000 US-Dollar jedoch eine wichtige Unterstützungszone dar, die bereits im März und April 2025 als finales Bottom diente.
Sollte der überzogene Hebel jetzt aus dem Markt bereinigt sein und sich in der kommenden Woche eine Entspannung einstellen, könnte das aktuelle Preisniveau von Bitcoin und vielen Altcoins historisch günstige Einstiege ermöglichen. Von einem erneuten Aufschwung könnten neben Bitcoin vor allem auch junge Altcoin-Projekte profitieren, die in diesem Marktumfeld gelauncht werden.
HYPER könnte einer der Profiteure von potenziellem Marktaufschwung sein
Ein spannendes Beispiel ist hier unter anderem HYPER, der sich gerade noch im Presale befindet. Das bedeutet, dass die Entwickler einen Teil des gesamten Coin-Supply verwenden, um ihn vor dem ersten Launch und vor dem ersten Börsen-Listing an die Community zu verkaufen. Das ermöglicht einen besonders frühen und günstigen Einstieg für Anleger, die bereit sind, die mit einem Presale einhergehenden Risiken auf sich zu nehmen. Stand jetzt flossen schon über 31 Millionen $ an Investitionen in die junge Kryptowährung und der Einstiegspreis beläuft sich derzeit nur auf 0,013665 $.
Es kann sowohl mit Bankkarte als auch mit etablierten Kryptowährungen investiert werden. Zudem ist es möglich, die im Vorverkauf erworbenen Coins für eine jährliche Rendite von bis zu 38 % zu staken. Das immense Interesse kann vor allem darauf zurückgeführt werden, dass die Entwickler das Ziel verfolgen, Bitcoin Hyper zu einer funktionsfähigen Layer-2-Blockchain für Bitcoin zu machen.
Bis jetzt verfügt Bitcoin ja nur über seine Layer-1-Chain, die in Sachen Geschwindigkeit und Kosten kaum noch mit jüngeren Blockchains mithalten kann. Es kann Minuten oder Stunden dauern, bis Bitcoins verschickt sind, und mehrere Dollar kosten. Das macht Bitcoin vor allem für Micro-Payments unattraktiv.
Eine Layer-2-Lösung wie Bitcoin Hyper könnte das ändern und Transaktionen in Zukunft von der Bitcoin Layer-1-Chain auf die Bitcoin-Hyper-Layer-2-Chain auslagern. Entsprechend groß ist der Mehrwert, den viele Anleger in Bitcoin Hyper sehen, falls die Entwickler ihre Vision erfolgreich in die Tat umsetzen können.
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