MemeCore explodiert um 35 %: Analyst sieht Scam-Risiko
MemeCore bleibt der heißeste Memecoin im März 2026. Dennoch sehen immer mehr Experten Scam-Gefahr. Was steckt dahinter und warum fließen aktuell Millionen in eine neue Dogecoin-Alternative?
MemeCore zeigt Stärke und steigt über 35 Prozent in einer Woche.
Analysten sehen Scam-Risiko - zu wenig Nutzen, zu hohe Bewertung.
Maxi Doge geht viral, Privatanleger wetten auf Dogecoin Alternative.
Wenn wir uns die Kursentwicklung am Kryptomarkt in den letzten sieben Tagen anschauen, fällt insbesondere ein Projekt auf: MemeCore (M) zählt aktuell zu den stärksten Top-100-Coins. Mit einem Plus von über 30 Prozent in nur einer Woche zeigt der Memecoin eine klare relative Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt. Auch auf Monatssicht überzeugt die Performance – über 50 Prozent Zugewinn trotz einer breiten Konsolidierung im Kryptosektor.
Im Jahresvergleich steht sogar ein Anstieg von mehr als 3.600 Prozent zu Buche. Der Abstand zum Allzeithoch beträgt derzeit nur noch rund 25 Prozent. Dennoch mehren sich kritische Stimmen, die vor erheblichen Risiken warnen.
Analyst warnt vor strukturellen Risiken und möglichem Scam-Szenario
Trotz der starken Kursentwicklung sieht ein Analyst erhebliche Warnsignale bei MemeCore, die auf ein potenziell fragiles Fundament hindeuten könnten. Im Zentrum der Kritik steht vor allem die Netzwerkstruktur. Demnach soll die Blockchain lediglich von sieben Validatoren betrieben werden, die gleichzeitig durch wenige Wallets kontrolliert werden. Eine derart geringe Dezentralisierung widerspricht dem Grundgedanken vieler Krypto-Projekte und erhöht die Gefahr gezielter Manipulationen erheblich.
Hinzu kommt, dass die technische Basis offenbar keine echte Innovation darstellt. Laut Analyse handelt es sich um eine modifizierte Version eines bestehenden Ethereum-Clients (Geth-Fork), ohne nennenswerte Weiterentwicklung. Das sogenannte „Proof of Meme“-Konzept scheint dabei eher ein Rebranding klassischer Konsensmechanismen zu sein, ohne echten Mehrwert. Gleichzeitig rotieren die gleichen Validatoren regelmäßig und generieren dabei konstante Einnahmen – ein potenziell in sich geschlossenes System.
A potential big scam is going on with #MemeCore$M 🤨
Ghost chain. $2.5B valuation. $10 in total transaction fees. 7 validators, all running the minimum 7M $M stake. 7 wallets controlling the entire network. Geth fork. Codebase is a rebranded Go-Ethereum clone. “Proof of Meme”… pic.twitter.com/8tV3z84wpW
Besonders kritisch ist auch die Liquiditätssituation. Die Orderbücher gelten als extrem dünn, während das tatsächliche Spot-Handelsvolumen nahezu bei null liegen soll. Das deutet darauf hin, dass der Preis aktuell kaum durch echte Nachfrage gestützt wird. Stattdessen könnte künstlich erzeugtes Volumen den Eindruck von Marktaktivität vermitteln.
Ein weiteres Risiko liegt in der Tokenverteilung. Rund 83 Prozent des Angebots sind nicht transparent nachvollziehbar, während es keinen klaren Unlock-Plan für die verbleibenden Token gibt. Das schafft Unsicherheit und eröffnet Spielraum für plötzliche Verkäufe.
Zusätzlich wird kritisiert, dass Nutzer angeblich hohe Gebühren generieren müssen, um ihre Rewards auszahlen zu können. Dies könnte darauf hindeuten, dass Aktivität künstlich erzeugt wird, um das Netzwerk lebendig erscheinen zu lassen. Insgesamt ergibt sich somit ein Bild, das zwar kurzfristig von Momentum geprägt ist, langfristig jedoch erhebliche strukturelle Risiken birgt.
Trotz zunehmender Risiken im Markt bleibt eines klar: Privatanleger sind weiterhin hochgradig aktiv im spekulativen Segment der Memecoins. Gerade in Phasen, in denen etablierte Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum eher seitwärts tendieren, suchen viele Anleger gezielt nach überdurchschnittlichen Renditechancen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf neuen Projekten, bei denen frühzeitig Kapital zufließt und sich Momentum aufbaut. Denn genau diese initiale Nachfrage entscheidet häufig darüber, ob ein Coin kurzfristig eine explosive Rallye entwickeln kann.
Ein Projekt, bei dem aktuell genau dieses Muster zu beobachten ist, ist Maxi Doge. Im Presale konnte das Projekt bereits über 4,7 Millionen US-Dollar einsammeln – ein beachtlicher Wert für einen neuen Memecoin in einem insgesamt eher verhaltenen Marktumfeld. Gleichzeitig ist die Bewertung noch vergleichsweise niedrig, was aus Sicht vieler Anleger ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis mit entsprechendem Upside-Potenzial bietet.
Auffällig ist vor allem das Branding: Maxi Doge positioniert sich bewusst als „der stärkere Dogecoin“ und kombiniert Elemente aus Trading, Fitness-Lifestyle und Leverage. Diese Mischung zielt klar auf eine junge, spekulative Zielgruppe ab, die sich mit Community, Performance und Status identifiziert. Genau dieses virale Narrativ kann in frühen Phasen entscheidend sein, um Aufmerksamkeit und Kapital anzuziehen.
Zusätzlich wird ein Staking-Modell mit über 60 Prozent APY geboten, was kurzfristig weitere Anreize für Kapitalbindung schafft.
Insgesamt zeigt sich hier ein klassisches Memecoin-Setup: frühes Momentum, starke Community-Ansprache und hohe Renditeversprechen – Faktoren, die in der Vergangenheit immer wieder explosive Kursbewegungen ausgelöst haben.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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