Justin Biebers Bored Ape NFT ist von 1,3 Millionen Dollar auf nur noch 12.000 Dollar abgestürzt.
Der Fall illustriert die extreme Volatilität und Ernüchterung im NFT-Markt.
Auch andere prominente NFT-Projekte leiden unter massiven Wertverlusten.
Für kurze Zeit galten NFTs als der Inbegriff digitaler Investitionen und versprachen scheinbar grenzenlose Gewinne. Justin Bieber gehörte zu den prominentesten Verfechtern dieses Trends, als er im Januar 2022 für stolze 1,3 Millionen Dollar einen Bored Ape Yacht Club NFT kaufte.
Heute, nur vier Jahre später, ist dieses digitale Kunstwerk gerade mal rund 12.000 Dollar wert – ein Wertverlust von über 99 %. Was war passiert? Und was sagt das Beispiel Bieber über den gesamten NFT-Markt aus? In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Hintergründe, die psychologischen und ökonomischen Mechanismen und die Folgen für Anleger.
Prominente Investments: Warum Biebers Kauf als Meilenstein galt
Als Justin Bieber für 500 ETH – rund 1,3 Millionen Dollar – einen der „gewöhnlichsten“ Bored Apes kaufte, setzten Medien und Fans große Hoffnung in den NFT-Markt. Sein Einstieg sorgte für enorme Aufmerksamkeit und steigerte die Reputation der Bored Ape Yacht Club Kollektion, zu deren erlesenem Club nur wenige Zugang fanden. Während zuerst Kritik laut wurde, Bieber habe ein schlichtes Exemplar „über Wert“ gekauft, schien der Preis vom Markt bestätigt zu werden: Kurze Zeit später kletterten die Mindestpreise (Floorpreise) weiter – teils auf über 429.000 Dollar im April 2022. Solche prominenten Käufe befeuerten den Hype exorbitant, sodass auch viele Privatanleger den Einstieg wagten.
Der Absturz der NFTs: Wie aus Millionenwerten Ladenhüter wurden
Seit dem Hype-Jahr sind die Werte der meisten NFTs drastisch gefallen. Der Bored Ape #3001, den Bieber in seinem Besitz hat, dümpelt heute bei etwa 12.000 Dollar, während viele vergleichbare Exemplare in ähnlicher Preisspanne gehandelt werden. Nicht nur Bored Apes, sondern auch andere große Projekte wie CryptoPunks oder Pudgy Penguins leiden unter massiven Wertverlusten. Diese Entwicklung ist stellvertretend für den gesamten NFT-Markt, der seit Mitte 2022 in eine tiefe Krise – in der Szene bekannt als „NFT-Winter“ – gerutscht ist. Anleger, die während des Hype eingestiegen sind, mussten Verluste in bisher unvorstellbarer Höhe hinnehmen.
Who tf is advising Justin Bieber’s NFT purchases and how can I get in touch to sell them floors NFTs for 500 ETH?
Psychologie des NFT-Booms: Gier, FOMO und enttäuschte Erwartungen
Der Boom rund um Bored Ape Yacht Club und andere NFTs wurde von der Angst, etwas zu verpassen („FOMO“), und der Hoffnung auf schnelles Geld getrieben. Prominente Käufer wie Bieber dienten dabei als Vorbilder, die den Einstieg verlockend erschienen ließen. Die meisten NFTs jedoch – insbesondere solche ohne seltene Attribute – konnten die überzogenen Erwartungen schon bald nicht mehr erfüllen. Viele Experten und Krypto-Influencer warnten damals bereits: Nur seltene, besondere Exemplare können sich dauerhaft in ihrem Wert behaupten. Die breite Masse der Investoren tappte dennoch in die Falle und zahlte für Standard-NFTs Traumpreise.
Kritik an der NFT-Beratung der Stars: Wer profitiert von fragwürdigen Deals?
Nachdem Justin Bieber seinen Kauf getätigt hatte, meldeten sich Stimmen aus der NFT-Szene zu Wort, die seine Berater kritisierten. Der bekannte Krypto-Unternehmer Farokh Sarmad spottete öffentlich über den Ankauf und hinterfragte, wie ein Star-Unterstützer auf einen solch teuren „Floor“ Ape hereinfällt. Die Manöver der PR-Berater und Investment-Influencer stehen seitdem in der Kritik: Haben sie vom Ruhm der Prominenten profitiert, während diese massive Verluste einfuhren? Besonders folgenschwer war dabei die öffentliche Wahrnehmung solcher Deals, die weitere Anleger zu ähnlich unüberlegten Käufen motivierte.
Next time you think you’re down bad, just remember that .@justinbieber just bought a floor ape for 500 ETH.
NFT-Kollektionen im Vergleich: Punks, Apes und Penguins unter Druck
Nicht nur Justin Bieber und sein Affe sind betroffen. Einstige Prestige-NFTs wie CryptoPunks erreichten zu ihren Hochzeiten Preise von über 400.000 Dollar, Pudgy Penguins näherten sich der 100.000 Dollar-Marke. Heute liegt der Mindestpreis für CryptoPunks bei etwa 60.000 Dollar, für Pudgy Penguins gar nur noch bei 8.850 Dollar. Diese Preisentwicklung zeigt: Der ganze NFT-Markt leidet unter einer dramatischen Korrektur. Zwar gibt es seltene Ausnahmen mit Kultstatus, die noch gefragt sind – doch für die Mehrheit ist die Luft raus. Die ehemals durch Stars gepushte Euphorie ist einer skeptischen Ernüchterung gewichen.
Die Rolle von Krypto-Kursen: ETH im Sinkflug, NFTs verlieren doppelt
Neben der nachlassenden Nachfrage nach NFTs spielt auch die Wertentwicklung von Ethereum eine zentrale Rolle. Denn viele NFTs werden in ETH gehandelt, und der Kurs von Ethereum ist seit Anfang 2022 signifikant zurückgegangen. Das bedeutet doppelte Verluste: Zum einen ist der Wert der NFT-Sammlungen selbst eingebrochen, zum anderen reduziert der fallende ETH-Kurs den Gegenwert in US-Dollar. Investoren sitzen auf einem doppelten Minus – und das Risiko von Wertschwankungen bleibt hoch. Die Zeiten, in denen spektakuläre Gewinne fast garantiert schienen, sind endgültig vorbei.
Neue Projekte und Hoffnungsschimmer? Yuga Labs bleibt aktiv
Trotz des massiven Wertverfalls gibt die Muttergesellschaft Yuga Labs die Hoffnung auf ein NFT-Comeback nicht auf. Mit neuen Projekten, wie dem geplanten Bored Ape Clubhaus in Miami und der weiteren Entwicklung des Metaverse-Spiels „Otherside“, soll wieder neue Aufmerksamkeit geschaffen werden. Ob das genügt, um den Markt neu zu beleben, bleibt ungewiss. Fest steht aber: Kreativität und Community werden über den langfristigen Wert entscheiden. Innovative Ansätze könnten, zumindest in einzelnen Fällen, wieder für Aufwind sorgen und das NFT-Ökosystem am Leben halten.
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Blick nach vorn: Chance oder endgültiges Aus für NFTs?
Die Zuversicht vieler Anleger bleibt begrenzt, wie die Prognosen auf Plattformen wie Myriad zeigen. Die Chance, dass Apes, Punks oder Penguins bis Juli wieder ihren alten Glanz erreichen, liegt laut aktuellen Abstimmungen nur bei 16 Prozent. Die Risikobereitschaft nimmt ab – vor allem, weil viele Investoren bereits schmerzhafte Verluste erlitten haben. Dennoch: Der Markt bleibt in Bewegung, und innovative Anwendungen oder überraschende Comebacks sind nicht ausgeschlossen. Die Krypto- und NFT-Welt bleibt volatil, und Schnäppchenjäger wie Optimisten behalten ihre Lieblingsprojekte weiterhin im Auge.
Fazit: Was Anleger aus dem Bored Ape-Debakel lernen können
Justin Biebers spektakulärer Absturz mit seinem NFT-Investment ist mehr als nur eine Promi-Anekdote: Es ist ein warnendes Beispiel für die Risiken neuer, heißer Anlagetrends. Euphorie, Geltungsdrang und medial inszenierte Erfolge dürfen nicht den Blick für fundamentale Werte verstellen. Entscheidend bleiben Sorgfalt, Diversifikation und der Blick auf nachhaltige Projekte – gerade in einem Markt, wo Werte extrem schwanken können. Wer aus den Fehlern der Vergangenheit lernt, schützt sich besser vor dem nächsten Krypto-Hype und kann kritisch abwägen, wann Investieren wirklich Sinn ergibt.
Sergei Timurov ist seit 2016 großer Bitcoin Fan und ihn begeistert die Freiheits Idee sowie die Unabhängigkeit von Bitcoin. Sergei ist Bitcoin Maximalist und der Überzeugung, dass sich nur Bitcoin für einen langfristigen Vermögensaufbau eignet. Neben seinen journalistischen Tätigkeiten betreibt Sergei Bitcoin Mining und Freistil-Ringen sowie kocht köstliche Gerichte aus seiner ursprünglichen Heimat Georgien.
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