XRP Prognose: Wale kaufen Milliarden – Bären behalten Kontrolle

XRP erlebt deutliche Abverkäufe, trotz massiver Wal-Käufe bleibt Unsicherheit. Kritische Supportzonen entscheiden über die kurzfristige Richtung.

Sergei Timurov von Sergei Timurov Updated 5 Min. read
XRP Prognose: Wale kaufen Milliarden – Bären behalten Kontrolle

Das Wichtigste in Kürze

  • Trotz massiver Wal-Käufe und Kursstützung bleibt die Marktstimmung bei XRP angespannt.
  • Langfristige Investoren verlieren Vertrauen, während Derivatemärkte stark auf weitere Kursverluste setzen.
  • Die kritische Kursschwelle bei 1,42 US-Dollar entscheidet über kurzfristige Zukunft und Stabilität des Ripple-Tokens.

Der Krypto-Markt ist einmal mehr in Aufruhr: Nach einem scharfen Abverkauf steht XRP am Rande einer richtungsweisenden Entscheidung. In den letzten Tagen erreichte der Token seinen tiefsten Stand seit 15 Monaten und versetzte Anleger in Alarmbereitschaft. Doch während verunsicherte Investoren ihre Bestände auflösen, treten große Marktteilnehmer als Käufer auf.

Dieser Kontrast zwischen Wal-Akkumulation und verbreiteter Skepsis macht XRP derzeit zu einem der spannendsten Altcoins im Markt. Ob der Token die Wende schafft oder weitere Rückschläge hinnehmen muss, bleibt fraglich. Die Lage analysiert dieser Artikel ausführlich samt Einblicke aus On-Chain- und Derivatemarkt-Daten.

Whale-Käufe trotzen Angst – Milliarden fließen in XRP

Während viele Kleinanleger in Panik verkaufen, nutzen große Wallets das niedrige Preisniveau zur Akkumulation. Nach aktuellen Daten haben Wallets mit 100 Millionen bis zu einer Milliarde XRP-Token in nur einer Woche über 1,6 Milliarden Token aufgenommen. Zum derzeitigen Kurs entspricht dies Käufen im Wert von mehr als 2,24 Milliarden US-Dollar—ausschlaggebend für die zuletzt beobachtete Stabilisierung nach dem scharfen Kursrutsch. Doch trotz dieser Mega-Investments bleiben kurzfristige Markttrends volatil. Die Beweggründe der Wale sind vielschichtig und spiegeln oft einen weitsichtigeren Ansatz wider. Kritiker merken jedoch an, dass solche Akkumulationen noch lange kein Signal für eine Kurswende seien.


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Langfristige Halter auf dem Rückzug: Liveliness als Warnsignal

Trotz der milliardenschweren Zukäufe durch Wale zeigen sich langfristige XRP-Besitzer verunsichert. Der sogenannte Liveliness-Indikator, der die Aktivität und Umlaufgeschwindigkeit lang gehaltener Coins misst, ist während des Kurssturzes deutlich angestiegen. Das bedeutet, dass viele „strong hands“ begonnen haben, ihre über einen längeren Zeitraum gehaltenen Token zu verkaufen. Ein solcher Trend steht im Kontrast zu den stabilisierenden Kräften der Wal-Käufe und gilt am Markt als Anzeichen für eine fortgesetzte Unsicherheit. Sollte diese Entwicklung weiter anhalten, könnten selbst neue Käufer den Abwärtsdruck kaum kompensieren.



Bearishe Stimmung am Derivatemarkt – Short-Positionen dominieren

Ein Blick auf die Daten aus dem Derivatemarkt unterstreicht die angespannte Lage: Dort sind derzeit Short-Positionen klar im Vorteil. Mit einem offenen Short-Exposure von nahezu 400 Millionen US-Dollar steht die doppelte Menge an Shorts den Long-Kontrakten gegenüber. Diese Schieflage signalisiert, dass professionelle Trader mehrheitlich auf weiter fallende Kurse setzen. Auch wenn Whale-Käufe das Bild kurzfristig aufhellen, sprechen die Zahlen für eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung. Sollte der XRP-Preis in Richtung der 1,00-US-Dollar-Marke absacken, drohen weitere Liquidationen.


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Doppelte Bodenbildung oder neues Jahrestief?

Aktuell pendelt XRP um die Marke von 1,44 US-Dollar und konnte sich nach einem Ausrutscher auf 1,11 US-Dollar wieder stabilisieren. Die unmittelbare Unterstützung liegt bei 1,42 US-Dollar—eine psychologisch und technisch bedeutende Schwelle. Sollte diese nicht gehalten werden, wäre ein erneuter Test des bisherigen Tiefs wahrscheinlich. Dort müssten mutige Käufer beherzt entgegenhalten, um weiteren Abverkauf zu verhindern. Bleibt die Unterstützung standhaft, eröffnet sich theoretisch ein Erholungsszenario in den kommenden Tagen. Allerdings ist der Ausblick durch die Summe der Marktindikatoren nach wie vor eingetrübt.



Die Strategie der Wale: Akkumulation und Marktbeeinflussung

Whale-Investoren spielen im derzeitigen Marktgeschehen eine Schlüsselrolle. Ihre massiven Käufe dienen nicht nur der Wertsteigerung, sondern auch der Erhöhung der Markttiefe. Oft ist ihre Strategie langfristig ausgelegt, was kurzfristige Kursturbulenzen meist relativiert. Historisch gesehen gilt: Setzen Wale konsequent auf eine Akkumulation, können sie Abwärtsdruck absorbieren und der Volatilität entgegenwirken. Allerdings ist dies kein Garant für nachhaltigen Aufschwung, besonders wenn die allgemeine Marktstimmung negativ bleibt. Für private Investoren ist wichtige Frage, ob sich an die Spur der Wale anhängen oder Abstand halten sollten.


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Pessimismus der Langfristanleger – Risikofaktor für den gesamten Markt

Gerade die wachsende Skepsis aufseiten der Langfristanleger könnte dem XRP-Kurs mittelfristig zu schaffen machen. Ihre Bereitschaft zu verkaufen, signalisiert ein schwindendes Vertrauen ins langfristige Wachstum der Kryptowährung. Da diese Anlegergruppe traditionell als „Anker“ für Stabilität gilt, ist ihre Erosion ein Warnsignal für alle Marktteilnehmer. Sollte sich die Verkaufswelle intensivieren, könnte sie einen Dominoeffekt auslösen, der den Preis tiefer als zuvor drückt. Auch gestandene Investoren stellen sich die Frage, ob derzeit ein günstiger Einstiegszeitpunkt besteht oder weitere Kursverluste zu erwarten sind.



Kritische Supportzonen entscheiden über den Kursverlauf

Der Blick auf die Charttechnik zeigt: Die nächsten Tage werden entscheidend sein. Hält sich XRP über der Marke von 1,42 US-Dollar, könnte eine kurzfristige Erholung starten und die Hoffnung auf eine Trendwende nähren. Andernfalls stehen die Zeichen klar auf Fortsetzung des Bärenmarkts, mit 1,11 US-Dollar als potenziellem Ziellevel. In diesem Bereich liegt große Aufmerksamkeit auf der Reaktionsfähigkeit der Käufer. Ein weiterer Bruch nach unten würde massive Liquidationen verursachen und gleichzeitig zusätzliche Preisschwankungen generieren. Wer mutig bleibt, könnte bei einer Kursverteidigung profitieren.


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Perspektiven: Kommt die Erholung oder der nächste Rückschlag?

Ein bullisches Szenario scheint nur denkbar, wenn auffällige Verkaufswellen nachlassen und die anhaltende Wal-Akkumulation weiter wirkt. In dem Fall könnte ein kräftiger Anstieg in Richtung 1,91 US-Dollar und darüber hinaus erfolgen. Entscheidend ist dabei, ob die Marktteilnehmer rechtzeitig Zuversicht auffassen. Das Überwinden der genannten Widerstände hätte Signalwirkung und könnte wieder mehr Kapital anziehen. Doch noch dominieren Skepsis und Vorsicht, sowohl unter institutionellen als auch privaten Investoren. Deshalb bleibt XRP ein Spiel zwischen Hoffnung und Risiko – mit offenem Ausgang.



Fazit: Unsichere Zukunft für XRP trotz Milliardenzuflüssen

Insgesamt bleibt das XRP-Feld von Unsicherheit und gegensätzlichen Kräften geprägt. Während Wale Milliarden investieren und die kurzfristige Volatilität dämpfen, senden traditionelle Investoren und Derivatehändler widersprüchliche Signale. Die nächsten Tage rund um die kritischen Unterstützungszonen dürften wegweisend werden. Anleger sind gut beraten, Chancen und Risiken blitzschnell gegeneinander abzuwägen, denn der Markt könnte schon bald neue Überraschungen bereithalten. Klar scheint bislang nur: XRP bleibt vorerst ein Asset für mutige und erfahrene Investoren.

 

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Sergei Timurov

Sergei Timurov ist seit 2016 großer Bitcoin Fan und ihn begeistert die Freiheits Idee sowie die Unabhängigkeit von Bitcoin. Sergei ist Bitcoin Maximalist und der Überzeugung, dass sich nur Bitcoin für einen langfristigen Vermögensaufbau eignet. Neben seinen journalistischen Tätigkeiten betreibt Sergei Bitcoin Mining und Freistil-Ringen sowie kocht köstliche Gerichte aus seiner ursprünglichen Heimat Georgien.

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