Im Februar gingen in den USA 92.000 Jobs verloren, die Arbeitslosenquote stieg auf 4,4 Prozent.
Es belasten Nahost-Konflikt und Jobdaten die US-Börsen zum Handelsstart deutlich.
Bitcoin rutscht am Freitagabend wieder unter 70.000 US-Dollar. Gewinnmitnahmen, ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarkt und die Eskalation im Nahen Osten treffen Risiko-Assets gleichzeitig – und der Ölmarkt verschärft die Lage.
Erst rauf, dann runter: Der Rebound kippt
Noch vor wenigen Tagen reichte die Rally laut CoinGecko in den Bereich des Wochenhochs bei 73.669,78 US-Dollar – jetzt dominiert wieder die Verkaufsseite.
Der Rücksetzer wirkt dabei nicht wie ein einzelner „Fehltritt“, sondern wie ein Schalter, der umgelegt wurde: Sobald Bitcoin unter 70.000 US-Dollar fällt, werden Absicherungen und Gewinnmitnahmen oft aggressiver gefahren, weil viele kurzfristige Positionen genau in dieser Zone drehen.
US-Arbeitsmarkt schwächelt – und die Stimmung kippt trotzdem
Der Schlag kommt aus dem Makro-Regal. Die US-Statistikbehörde BLS meldet für Februar einen Rückgang der Beschäftigung um 92.000 Stellen und eine Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent.
Die Veröffentlichung fällt damit als deutlich schwächer als erwartet aus und führt mehrere Sektoren mit Jobverlusten auf.
Normalerweise könnten schwächere Daten die Hoffnung auf lockerere Geldpolitik schüren. Doch der Marktpreis für die nächste Fed-Entscheidung zeigt vorerst „Hold“: Der Fed Rate Monitor weist für die März-Sitzung eine 97,3-Prozent-Wahrscheinlichkeit für unveränderte Zinsen aus und basiert dabei auf CME-Futuresdaten.
In dieses wacklige Setup platzt Trumps Eskalationsrhetorik. Der US-Präsident schrieb am Freitag auf Truth Social: „There will be no deal with Iran except UNCONDITIONAL SURRENDER!“.
Die unmittelbare Marktreaktion sieht man beim Öl: Es gibt einen Sprung bei WTI auf 88,96 US-Dollar (rund +9,81 Prozent) und beschreibt eine angespannte Versorgungslage im Kontext des Konflikts und der Straße von Hormus.
Aktien runter, Gold rauf – Bitcoin verhält sich wie Risiko
Das Muster ist klassisch riskant: US-Aktien starteten schwächer in den Handel, Gold zog im selben Nachrichtenstrom an.
Für Bitcoin heißt das: Das „digitales Gold“-Narrativ hilft in diesem Moment kaum. Solange Makro-Schocks und geopolitische Risiken die Liquidität aus Risikoassets ziehen, wird BTC oft wie ein High-Beta-Asset mitverkauft – und genau das spiegelt der Rutsch unter 70.000 US-Dollar heute wider.
Als politischer Nebenschauplatz bleibt Washington zudem unruhig: Coinspeaker verweist diese Woche auf Trumps erneute Einmischung in die Krypto-Gesetzgebung rund um den CLARITY Act.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Website zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir davon aus, dass Sie damit zufrieden sind.Ok