Bitcoin ist am Berichtstag deutlich unter Druck geraten und seit dem Morgen um rund 3.000 US-Dollar gefallen. Notierte die größte Kryptowährung um 6:30 Uhr noch über 87.000 US-Dollar, wurde im Tagesverlauf erneut die Marke von 84.000 US-Dollar erreicht – ein Rückgang von rund 3,7 Prozent. Mit der Eröffnung der Wall Street beschleunigte sich der Abverkauf: Binnen 25 Minuten verlor Bitcoin weitere 2 Prozent.
Ölpreis und US-Renditen verstärken den Abwärtsdruck
Auslöser des Ausverkaufs ist eine Gemengelage aus geopolitischen und geldpolitischen Faktoren. Brent-Öl verteuerte sich um mehr als 3 Prozent, nachdem die Hoffnung auf eine Einigung zwischen Iran und den USA schwand – Teheran bekräftigte, die Straße von Hormus geschlossen zu halten, solange Washington die iranischen Bedingungen nicht akzeptiert.
Parallel dazu kletterte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 2007, befeuert auch durch die wachsende Erwartung weiterer Zinserhöhungen nach Äußerungen mehrerer Fed-Vertreter. Höhere Renditen setzen tendenziell die Bewertungen von Aktien, Edelmetallen und Kryptowerten unter Druck – ein Zusammenhang, der auch die aktuelle Bitcoin-Kursprognose im Kontext von Fed-Politik und ETF-Zuflüssen prägt. Wie stark die ETF-Infrastruktur dabei stützend wirkt, dürfte sich erst in den kommenden Handelstagen zeigen.
Altcoins geben nach – XRP verliert fast 8 Prozent, Dogecoin 4,56 Prozent
Der Rückgang erfasste den gesamten Markt. Am stärksten traf es XRP, das seit dem Morgen fast 8 Prozent verlor und gegenüber dem Vortag 1,79 Prozent niedriger bei 1,52 US-Dollar notierte – die Marke von 1,50 US-Dollar gilt dabei als wichtige Unterstützung.
Dogecoin verbuchte im Vergleich dazu ein moderateres Minus von 4,56 Prozent, Ethereum gab um 2,34 Prozent nach, Solana um 1,46 Prozent. Unter den größten Verlierern im Top-100-Segment lagen SPX6900 mit -9,74 Prozent, Stacks mit -8,46 Prozent, MemeCore mit -7,98 Prozent, OFFICIAL $TRUMP mit -7,28 Prozent und Pepe mit -7,19 Prozent – der Memecoin-Sektor stand damit besonders im Fokus, ein Muster, das sich zuletzt auch bei der Dogecoin-ETF-Liquidation zeigte.
Steigende Renditen bleiben der zentrale Risikofaktor
Kurzfristig gelten der Iran-Konflikt und die daraus resultierende Energiekrise als wichtigster Belastungsfaktor. Darunter liegt jedoch ein strukturelles Problem: anhaltende Haushaltsdefizite und eine seit Jahren zu hohe Inflation. Trotz mehrerer Interventionen des US-Finanzministeriums verlangen Anleger weiterhin eine höhere Vergütung dafür, dem Staat Geld zu leihen.
Bitcoin muss die Unterstützungszone verteidigen
Für Bitcoin ist nun entscheidend, dass der Kurs oberhalb der grünen Ausbruchszone bleibt, die bis knapp unter 81.000 US-Dollar reicht. Wie sich Ölpreis, US-Renditen und die Verhandlungen zwischen Iran und den USA in den kommenden Tagen entwickeln, dürfte maßgeblich darüber entscheiden, ob diese Marke hält.
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Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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