Bitcoin-Mining im Wandel: USA will „America First“
Das Bitcoin-Mining könnte vor einem Wandel stehen. In den USA mehren sich die Stimmen, dass America-First auch das Bitcoin-Mining dominieren könnte. Was steckt hinter dem neuen Krypto-Gesetz?
Bitcoin-Mining soll in die USA kommen, neuer Gesetzentwurf für America-First-Mining.
Aktuell stellt die USA zwar einen Großteil der Hashrate, doch die Hardware stammt aus China.
Hashprice zuletzt deutlich gefallen, Hashrate korrigiert auf hohem Niveau.
Bitcoin-Miner sind ein zentrales Fundament des gesamten Netzwerks. Sie sichern die Blockchain, validieren Transaktionen und sorgen dafür, dass neue Blöcke entstehen. Ohne Mining würde Bitcoin weder funktionieren noch Vertrauen genießen.
Gleichzeitig stellen Miner die Infrastruktur bereit, die das Netzwerk dezentral hält und Manipulationen nahezu unmöglich macht. Auch für den Markt spielen sie eine wichtige Rolle, da sie durch ihre Aktivitäten Angebot und Liquidität beeinflussen.
Steigende oder fallende Mining-Aktivität kann daher direkte Auswirkungen auf Preisbewegungen haben. Kurz gesagt: Miner sind das Rückgrat von Bitcoin – technologisch, ökonomisch und strategisch.
USA setzen auf „America First“ beim Bitcoin-Mining
Kernstück des Gesetzes ist eine freiwillige „Mined in America“-Zertifizierung für Mining-Farmen und Mining-Pools. Unternehmen, die diese Zertifizierung erhalten wollen, müssen ihre Hardware schrittweise von Herstellern lösen, die mit sogenannten „foreign adversaries“ in Verbindung stehen. Damit zielt das Gesetz direkt auf die aktuell starke Abhängigkeit von chinesischer Mining-Hardware ab – ein Punkt, der zunehmend als strategisches Risiko gesehen wird.
Tatsächlich zeigen aktuelle Zahlen die Dimension dieses Problems: Während die USA bereits rund 38 Prozent der globalen Bitcoin-Hashrate kontrollieren, stammen etwa 97 Prozent der eingesetzten Mining-Geräte aus China. Aus Sicht der Initiatoren ist das kein nachhaltiger Zustand. Vielmehr soll eine eigene, sichere Lieferkette aufgebaut werden, die langfristig die technologische Souveränität stärkt.
Zusätzlich setzt das Gesetz auf bestehende staatliche Programme, um den Übergang zu unterstützen. Statt neue Subventionen zu schaffen, sollen vorhandene Energie- und Förderprogramme genutzt werden, um Mining-Infrastruktur in den USA auszubauen. Parallel dazu wird die heimische Produktion von Mining-Hardware gezielt gefördert – unter anderem durch Institutionen wie das National Institute of Standards and Technology.
Ein weiterer zentraler Bestandteil ist die gesetzliche Verankerung einer strategischen Bitcoin-Reserve der USA. Damit wird ein politisches Signal gesetzt: Bitcoin soll nicht nur toleriert, sondern aktiv als Bestandteil der nationalen Finanzstrategie genutzt werden.
Insgesamt zeigt sich klar: Die USA verfolgen beim Bitcoin-Mining zunehmend eine „America First“-Strategie. Ziel ist es, die Kontrolle über Infrastruktur, Energie und Technologie zu bündeln – und sich im globalen Wettbewerb um digitale Assets langfristig an die Spitze zu setzen.
Experte sieht strategischen Vorstoß für Bitcoin-Mining
Der Bitcoin-Experte bewertet den „Mined in America Act“ ausgesprochen positiv und ordnet den Gesetzentwurf nicht nur als Krypto-Thema, sondern als industrie-, energie- und sicherheitspolitisches Projekt ein. Aus seiner Sicht geht es eben nicht bloß darum, Mining in den USA politisch zu unterstützen. Vielmehr sei das Gesetz der Versuch, mehrere strategische Schwachstellen gleichzeitig anzugehen: die Abhängigkeit von chinesischer Hardware, die Stärkung der heimischen Produktion, die bessere Nutzung von Energieinfrastruktur und die institutionelle Verankerung einer strategischen Bitcoin-Reserve.
Besonders stark hebt der Experte hervor, dass die USA zwar bereits rund 38 Prozent der globalen Hashrate kontrollieren, zugleich aber weiterhin massiv von chinesischen Herstellern abhängig sind. Genau darin sieht er eine gefährliche Lücke: Wer beim Mining weltweit führt, aber die zugrunde liegende Hardware fast vollständig importieren muss, besitzt aus seiner Sicht keine echte technologische Souveränität. Der Gesetzentwurf werde deshalb als notwendiger Schritt interpretiert, um diese Lieferkettenrisiken langfristig zu reduzieren.
Hinzu kommt nach Einschätzung des Experten, dass das Gesetz politisch clever konstruiert ist. Er betont, dass der Entwurf nicht auf neue staatliche Ausgaben setzt, sondern bestehende Programme nutzt. Dadurch steige die Chance, dass das Vorhaben auch über die klassische Bitcoin-Community hinaus Zustimmung findet. Gleichzeitig lobt er den Ansatz, Mining nicht nur als Stromverbraucher, sondern als flexiblen Baustein für Netzstabilität, Energieentwicklung und sogar nationale Sicherheit zu betrachten.
Insgesamt wirkt der Tenor klar: Für diesen Analysten könnte der „Mined in America Act“ zu den wichtigsten Bitcoin-Gesetzen der kommenden Jahre zählen, natürlicih stets aus einer Krypto-Perspektive.
Mining unter Druck: Hashrate fällt, Effizienz entscheidet
Die aktuellen Daten zeigen eine zunehmend angespannte Lage im Bitcoin-Mining-Sektor. Laut CoinShares liegt der sogenannte Hashprice – also die tägliche Einnahme pro Recheneinheit – aktuell nur noch bei rund 28 US-Dollar pro PH/s. Das ist ein klarer Rückgang im Vergleich zu früheren Niveaus und hat direkte Auswirkungen auf die Profitabilität der Miner. Schätzungen zufolge arbeiten derzeit bereits 15 bis 20 Prozent der Miner unrentabel. Besonders kleinere oder weniger effiziente Betreiber geraten dadurch unter Druck.
NEW: CoinShares reports that Bitcoin mining is tightening, with 15–20% of miners now unprofitable due to a post-halving low hashprice of around $28 PH/s/day in February 2026. 🥶 pic.twitter.com/5weX6bEe3a
Der Hintergrund ist vor allem im Halving zu finden, das die Blockbelohnungen halbiert hat. Gleichzeitig ist der Bitcoin-Preis zwar stabil, aber nicht stark genug gestiegen, um die geringeren Einnahmen vollständig zu kompensieren. Dadurch sinken die Margen im Mining-Sektor deutlich. Nur Unternehmen mit günstigen Stromkosten, moderner Hardware und effizienter Infrastruktur können aktuell profitabel arbeiten.
Spannend ist dabei der Blick auf die Hashrate. Trotz der sinkenden Profitabilität zeigt die Gesamt-Hashrate weiterhin einen übergeordneten Aufwärtstrend. Das bedeutet: Der Wettbewerb im Netzwerk nimmt weiter zu, obwohl ein Teil der Miner bereits aus dem Markt gedrängt wird. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass große Player weiter expandieren und Marktanteile gewinnen, während kleinere Miner kapitulieren.
Insgesamt entsteht damit eine klassische Marktbereinigung. Ineffiziente Strukturen werden aussortiert, während sich das Mining zunehmend professionalisiert und konzentriert. Das beeinflusst dann auch die Bitcoin Prognose.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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