CLARITY Act: BlackRock sieht Bitcoin regulatorisch im Vorteil
In den aktuellen Nachrichten zum CLARITY Act erklärte Robert Mitchnick, Leiter der Abteilung für digitale Vermögenswerte bei BlackRock, am Mittwoch gegenüber CNBC, dass das Gesetz für Bitcoin weniger entscheidend sei als für den Rest des Kryptomarktes. Er betonte, dass Bitcoin bereits ein Maß an regulatorischer Akzeptanz erreicht habe, das den meisten anderen digitalen Assets noch […]
HR 3633, der Digital Asset Market Clarity Act of 2025, passierte das Repräsentantenhaus am 17.07.2025 mit 294 zu 134 Stimmen, wie aus dem Sitzungsprotokoll hervorgeht.
Der Senatsausschuss für Banken, Wohnungswesen und städtische Angelegenheiten legte die Maßnahme am 01.06.2026 mit einem Änderungsvorschlag vor.
Am 08.08.2026 erhielt der Senat schließlich einen Antrag auf Schluss der Debatte (Cloture) sowie einen Antrag auf Aufnahme der Beratungen über den Gesetzentwurf.
In den aktuellen Nachrichten zum CLARITY Act erklärte Robert Mitchnick, Leiter der Abteilung für digitale Vermögenswerte bei BlackRock, am Mittwoch gegenüber CNBC, dass das Gesetz für Bitcoin weniger entscheidend sei als für den Rest des Kryptomarktes. Er betonte, dass Bitcoin bereits ein Maß an regulatorischer Akzeptanz erreicht habe, das den meisten anderen digitalen Assets noch fehle.
Seine Äußerungen fielen in eine Zeit, in der US-Spot-Bitcoin-ETFs laut Daten von CoinGlass am Mittwoch 232,1 Millionen US-Dollar anzogen. Damit verlängerte sich eine achttägige Zufluss-Serie auf insgesamt 2,8 Milliarden US-Dollar.
BlackRock Sees a Bigger Bitcoin Catalyst Than The CLARITY Act
BlackRock digital assets head Robbie Mitchnick says Bitcoin’s $BTC long term case extends beyond the CLARITY Act.
He pointed to America’s $40 trillion debt and persistent fiscal deficits as bigger structural factors.… pic.twitter.com/FfChd9YrG6
Mitchnick zog in seinen Kommentaren eine klare Trennlinie zwischen Bitcoin und Bereichen wie dem dezentralen Finanzwesen (DeFi) sowie anderen komplexen Krypto-Kategorien. Für diese Sektoren bleibe das regulatorische Bild weiterhin ungeklärt.
CLARITY Act News: Der aktuelle Stand des Gesetzes
H.R. 3633, der Digital Asset Market Clarity Act of 2025, passierte das Repräsentantenhaus am 17. Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen, wie aus dem Sitzungsprotokoll hervorgeht.
Der Senatsausschuss für Banken, Wohnungswesen und städtische Angelegenheiten legte die Maßnahme am 1. Juni 2026 mit einem Änderungsvorschlag vor. Am 8. August 2026 erhielt der Senat schließlich einen Antrag auf Schluss der Debatte (Cloture) sowie einen Antrag auf Aufnahme der Beratungen über den Gesetzentwurf.
Bisher hat das Gesetz den Senat noch nicht passiert. Der offizielle Titel des Entwurfs sieht in der vom Repräsentantenhaus geänderten Fassung ein Regulierungssystem für das Angebot und den Verkauf digitaler Rohstoffe durch die SEC (Securities and Exchange Commission) und die CFTC (Commodity Futures Trading Commission) vor.
In Bezug auf Bitcoin erklärte Mitchnick, dass institutionelle Anleger in ihrem Basisszenario nicht zwingend auf weitere Gesetze angewiesen seien. Seiner Ansicht nach wäre weiterer regulatorischer Fortschritt eher ein potenzieller Vorteil („Upside“) als eine zwingende Voraussetzung für Bitcoin.
Er kontrastierte diese Position mit DeFi und anderen komplexen Krypto-Sparten, bei denen regulatorische Fragen nach wie vor offen seien. Diese Unterscheidung hebt die institutionelle Stellung von Bitcoin von den breiteren politischen Debatten ab, die andere Teile des Marktes für digitale Vermögenswerte betreffen.
Institutionelle Produktnachfrage über Bitcoin hinaus
Laut Mitchnick stößt der IBIT von BlackRock weiterhin auf reges Interesse bei institutionellen Investoren, Finanzberatern und Direktanlegern. BlackRock hat zudem sein Krypto-Produktangebot auf Ethereum ausgeweitet – inklusive Produkten mit und ohne Staking – und im Sommer ein Bitcoin-Premium-Income-Produkt hinzugefügt.
Im Bereich der Stablecoins konzentriert sich BlackRock auf Wachstumschancen jenseits des Krypto-Handels, wie etwa grenzüberschreitende Zahlungen und Kapitalmärkte, insbesondere da die Umsetzung des Genesis Act näher rückt.
Mitchnick führte die jüngste Rallye von Bitcoin, während die Aktienmärkte in der vergangenen Woche schwächelten, auf eigenständige Risiko- und Renditetreiber zurück und nicht auf ein klassisches Aktien-Beta-Verhalten.
Er verwies dabei auf die spezifischen Zuflüsse bei Bitcoin und den sogenannten „Debasement Trade“ (Absicherung gegen Währungsabwertung), während er gleichzeitig die Besorgnis der Anleger über die weltweite Staatsverschuldung und Defizite zitierte. Zudem gab er an, dass jüngere Generationen Bitcoin zunehmend gegenüber Gold als Wertaufbewahrungsmittel bevorzugen.
Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten laut SoSoValue kumulierte Nettozuflüsse von 54,6 Milliarden US-Dollar und ein Gesamtnettovermögen von 98,6 Milliarden US-Dollar. In Mitchnicks Analyse ist der CLARITY Act für das aktuelle institutionelle Case von Bitcoin weniger zentral als für jene Krypto-Kategorien, in denen die regulatorische Lage weiterhin instabil ist.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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