Coinbase-Premium zeigt historische Schwäche bei Bitcoin
Der Kryptomarkt präsentiert sich heute etwas fester. Bitcoin konnte die Marke von 63.000 US-Dollar zurückerobern, während auch zahlreiche Altcoins leichte Kursgewinne verzeichnen. Eine nachhaltige Trendwende lässt sich daraus jedoch noch nicht ableiten. Übergeordnet bewegt sich Bitcoin weiterhin seitwärts und notiert rund 50 Prozent unter seinem Allzeithoch. Neue Dynamik fehlt, Erholungsversuche werden regelmäßig abverkauft und die […]
Bitcoin bleibt rund 50 Prozent unter seinem bisherigen Allzeithoch.
Das Coinbase-Premium ist seit rekordverdächtigen 78 Tagen durchgehend negativ.
Bitcoin-Layer-2-Lösungen könnten neue Nachfrage und zusätzliche Anwendungen schaffen.
Bitcoin Hyper sammelte trotz Bärenmarkt bereits rund 33 Millionen Dollar.
Der Kryptomarkt präsentiert sich heute etwas fester. Bitcoin konnte die Marke von 63.000 US-Dollar zurückerobern, während auch zahlreiche Altcoins leichte Kursgewinne verzeichnen. Eine nachhaltige Trendwende lässt sich daraus jedoch noch nicht ableiten. Übergeordnet bewegt sich Bitcoin weiterhin seitwärts und notiert rund 50 Prozent unter seinem Allzeithoch.
Neue Dynamik fehlt, Erholungsversuche werden regelmäßig abverkauft und die Nachfrage bleibt überschaubar. Damit bleibt der übergeordnete Bärenmarkt vorerst intakt. Ein viel beachteter Indikator verdeutlicht nun, warum insbesondere von US-amerikanischen Marktteilnehmern bislang kaum Unterstützung kommt.
Coinbase-Premium bleibt 78 Tage negativ: US-Nachfrage zeigt historische Schwäche
Der sogenannte Coinbase Bitcoin Premium Index misst den Preisunterschied von Bitcoin zwischen Coinbase und anderen großen Kryptobörsen. Coinbase gilt dabei als besonders wichtiger Handelsplatz für US-amerikanische Anleger und institutionelle Marktteilnehmer. Notiert Bitcoin dort höher als an anderen Börsen, entsteht ein positives Premium. Dies deutet gewöhnlich auf eine vergleichsweise starke Nachfrage aus den USA hin. Ein negativer Wert bedeutet dagegen, dass Bitcoin auf Coinbase mit einem Abschlag gehandelt wird.
Genau dieses schwache Bild hält sich derzeit ungewöhnlich lange. Nach Angaben von CoinGlass liegt der Coinbase Bitcoin Premium Index bereits seit 78 aufeinanderfolgenden Tagen im negativen Bereich. Damit handelt es sich um die längste Negativserie seit Beginn der Datenerfassung. Der jüngste Wert von rund minus 0,1145 Prozent signalisiert, dass Bitcoin auf Coinbase weiterhin günstiger gehandelt wird als auf anderen relevanten Plattformen.
Coinbase Bitcoin Premium Index Sets Longest-Ever Negative Streak at 78 Days
CoinGlass data shows the Coinbase Bitcoin Premium Index has remained negative for 78 consecutive days, the longest such streak on record, with its latest reading at -0.1145%. The index measures the BTC… pic.twitter.com/MXWCmQToQ3
Für den Markt ist dies ein Warnsignal. Die anhaltende Differenz spricht dafür, dass die Nachfrage amerikanischer Investoren schwach bleibt oder auf Coinbase ein vergleichsweise hoher Verkaufsdruck besteht. Gerade in früheren Aufwärtsphasen war ein positives Coinbase-Premium häufig ein Hinweis darauf, dass neues Kapital aus den USA in den Markt floss. Davon ist aktuell wenig zu erkennen.
Der Indikator erklärt damit teilweise, warum Bitcoin trotz zwischenzeitlicher Erholungen keine überzeugende Dynamik entwickelt. Solange die US-Nachfrage nicht deutlich zurückkehrt, dürfte es schwierig bleiben, einen nachhaltigen Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung zu schaffen. Allerdings ist der Coinbase Premium Index kein eigenständiges Handelssignal. Internationale Kapitalströme, ETF-Aktivitäten, makroökonomische Entwicklungen und die Liquidität an anderen Börsen müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Dennoch bestätigt die historische Negativserie das aktuell schwache Marktumfeld und unterstreicht, dass die jüngsten Kursgewinne bislang eher als technische Erholung denn als Beginn eines neuen Bullenmarktes einzustufen sind.
Neue Nachfrage für Bitcoin: Layer-2-Lösungen rücken in den Fokus
Die schwache US-Nachfrage verdeutlicht, dass Bitcoin neue Impulse benötigt. Dafür reicht es langfristig womöglich nicht aus, ausschließlich als digitales Wertaufbewahrungsmittel wahrgenommen zu werden. Zusätzliche Anwendungsfälle könnten neue Nutzer, Entwickler und Liquidität in das Ökosystem bringen. Genau hier setzen Bitcoin-Layer-2-Lösungen an. Sie sollen Transaktionen schneller und günstiger abwickeln sowie Anwendungen ermöglichen, die auf der Bitcoin-Basisschicht nur eingeschränkt umsetzbar sind.
Ein Projekt, das in diesem Bereich relative Stärke zeigt, ist Bitcoin Hyper. Das Konzept versucht, zentrale Vorteile zweier großer Blockchain-Ökosysteme miteinander zu verbinden: die Sicherheit und Bekanntheit von Bitcoin sowie die hohe Geschwindigkeit und Programmierbarkeit, die Anleger von Solana kennen. Geplant ist eine Layer-2-Infrastruktur mit Solana Virtual Machine, über die sich Smart Contracts, dezentrale Anwendungen und DeFi-Angebote rund um Bitcoin entwickeln lassen sollen.
Eine wichtige Rolle spielt dabei eine sogenannte Canonical Bridge. Nutzer sollen Bitcoin auf der Basisschicht hinterlegen und eine entsprechende Abbildung innerhalb der Layer 2 verwenden können. Zero-Knowledge-Proofs sollen wiederum dabei helfen, Transaktionen gebündelt und effizient zu verifizieren. Das Ziel besteht darin, die Bitcoin-L1 als sichere Abwicklungsebene zu nutzen, während komplexere Aktivitäten auf der schnelleren zweiten Ebene stattfinden.
Dass dieses Narrativ trotz des Bärenmarktes Interesse weckt, zeigt der Presale. Rund 33 Millionen US-Dollar wurden bereits eingesammelt. Zusätzlich können Käufer ihre HYPER-Token staken, wobei derzeit eine dynamische Rendite von etwa 36 Prozent APY ausgewiesen wird
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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