Ethereum-Aktivität steigt auf Rekordhoch: So steht es um dem Vize-Marktführer

Ethereum hat zum Jahresende ein starkes Signal an Nutzer, Entwickler und Investoren gesendet. Mit einer Rekordzahl täglicher Transaktionen bei gleichzeitig deutlich gesunkenen Gebühren unterstreicht das Netzwerk, dass die jüngsten technischen Upgrades greifen. Der Meilenstein markiert nicht nur einen statistischen Höchstwert, sondern verdeutlicht einen strukturellen Wandel: Ethereum entwickelt sich zu einer skalierbaren, kosteneffizienten Infrastruktur. Erfahre hier mehr!

Dennis Geisler von Dennis Geisler Updated 3 Min. read
Ethereum-Aktivität steigt auf Rekordhoch: So steht es um dem Vize-Marktführer

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 30.12.2025 verarbeitete das Ethereum-Mainnet rund 2,2 Millionen Transaktionen an einem Tag – mehr als je zuvor.
  • Möglich wurde dies durch fundamentale Upgrades wie Fusaka und frühere Optimierungen, die den Durchsatz erhöhten und Gasgebühren senkten.
  • Trotz steigender Nutzung sind Transaktionen heute deutlich günstiger, was neue Anwendungsfälle und steigende Nutzerzahlen begünstigt.

Ethereum verzeichnet die meisten täglichen Transaktionen seit Netzwerkstart

Das Ethereum-Netzwerk hat am 30. Dezember, also quasi zum Jahresabschluss, einen historischen Meilenstein erreicht:

Daten von Etherscan zeigen, dass das Mainnet an jenem Tag rund 2,2 Millionen Transaktionen abgewickelt hat – und das bei Gebühren, von denen Nutzer vor sechs Monaten nur träumen konnten!

Diese Entwicklung erfolgte vor dem Hintergrund rekordverdächtiger Smart-Contract-Bereitstellungen in Höhe von 8,7 Millionen im vierten Quartal, und stellt sogar Höchstwerte von 2021 in den Schatten.

Der jüngste Meilenstein bei der Transaktionsanzahl ist vor allem auf tiefgreifende architektonische Verbesserungen zurückzuführen. Im Mittelpunkt steht dabei das Fusaka-Upgrade Anfang Dezember, das weitgehend unter dem Radar vieler Investoren umgesetzt wurde.

Durch die Anhebung der Gaslimits um rund 33 Prozent konnte der Durchsatz deutlich erhöht werden, ohne dass es zu spürbar höheren Gebühren oder einer Überlastung des Netzwerks kam.

Ergänzend wirkte das bereits zu Jahresbeginn implementierte Pectra-Upgrade, das sowohl die Performance der Validatoren als auch die Flexibilität im Staking verbesserte.

Neben diesen strukturellen Einflussfaktoren dürfte auch die zunehmende DeFi-Aktivität, ein wiederkehrendes Interesse an NFT-Marktplätzen sowie steigende Transaktionen auf Layer-2-Lösungen die Netzwerkauslastung verstärkt haben


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Hohe Gasgebühren stellen kein strukturelles Problem mehr für Ethereum dar 

In der Vergangenheit war das Entwickeln auf Ethereum faktisch ein Spiel mit echtem Geld. Nahezu jede Interaktion mit der Blockchain löste Transaktionsgebühren aus – Mikrotransaktionen, die sich in der Praxis häufig zu spürbaren Kosten summierten!

Diese Kostenstruktur war auch ein elementarer Grund dafür, weshalb sich auf Ethereum nie die selbe Meme- und „Experimentierkultur“ wie bei Solana entfalten konnte, wo Gasgebühren nahezu kostenlos sind.

Doch genau dieses strukturelle Defizit beginnt sich nun zu verschieben. Trotz deutlich gestiegenem Transaktionsvolumen sind die durchschnittlichen Gasgebühren spürbar gesunken.

Bemerkenswert ist dabei nicht nur das absolute Niveau, sondern vor allem die Tatsache, dass die Gebühren trotz höherer Netzauslastung weiter gefallen sind. Damit wird eine lange verbreitete Annahme widerlegt – dass steigende Nutzung zwangsläufig zu steigenden Gaskosten führt.

Ermöglicht wurde diese Entwicklung durch eine Reihe gezielter Optimierungen auf Protokollebene.  Die Auswirkungen dieser technischen Fortschritte sind für Nutzer unmittelbar spürbar:

Eine einfache Transaktion kostet aktuell rund 17 Cent – ein drastischer Rückgang gegenüber durchschnittlich 2,15 US-Dollar noch vor sechs Monaten. Eine komplexe DeFi-Interaktionen hingegen kostet rund ein und drei US-Dollar. Zum Vergleich:

Noch vor kurzer Zeit lagen diese Kosten häufig im Bereich von 25 bis 50 US-Dollar. Ethereum entfernt sich damit zunehmend von seinem Ruf als teure Entwicklerplattform – und öffnet sich strukturell für neue Anwendungsfälle, Experimente und Nutzergruppen.

So geht es für Ethereum im Jahr 2026 weiter

Nach der erfolgreichen Einführung des Fusaka-Updates richten die Core-Entwickler ihren Fokus nun auf die nächsten Meilensteine der ambitionierten Ethereum-Roadmap.

Im Zentrum stehen dabei die geplanten Upgrades Glamsterdam, das derzeit für Anfang 2026 vorgesehen ist, sowie Hegota, dessen Umsetzung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurde.

Beide sollen entscheidend dazu beitragen, Ethereums zentrale Entwicklungsziele weiter voranzubringen: höhere Skalierbarkeit, niedrigere Transaktionskosten und mehr Dezentralität.

Glamsterdam konzentriert sich dabei auf zwei strukturell relevante Neuerungen: Zum einen sollen Zugriffslisten auf Blockebene eingeführt werden, was vor allem komplexen Anwendungen wie DeFi zugutekommt.

Zum anderen ist die verankerte Trennung von Proposer und Builder (ePBS) vorgesehen.

Dieses Konzept zielt darauf ab, die Transaktionskapazität des Netzwerks zu erhöhen und gleichzeitig Gebühren zu senken, indem es die Blockerstellung und Blockvorschlag in einem modularen Prinzip klar voneinander trennt.

Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels notiert der Ethereum-Kurs bei 2.980 US-Dollar, was einem minimalen Rückgang von 0,03 Prozent in 24 Stunden sowie einem Anstieg von knapp 0,8 Prozent auf 7-Tage-Basis entspricht.


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Dennis Geisler

Dennis Geisler, 25, stammt aus Kiel und lebt seit August in Thailand. Im Jahr 2020 kam er erstmals mit Kryptowährungen in Berührung, als er über Binance XRP im Wert von 100 Euro kaufte. Die starken Kursschwankungen und das Potenzial schneller Gewinne zogen ihn in den Bann und weckten sein Interesse an den Mechanismen hinter den Preisbewegungen – von rationalen Marktkräften bis hin zu psychologischen Mustern. Heute verbindet er seine journalistische Leidenschaft mit der Krypto-Welt: Für verschiedene Formate verfasst er Nachrichten, Grundlagenartikel und tiefgehende Blockchain-Analysen. Mit BitBlog engagiert er sich zudem in Norddeutschland für die Beratung von Unternehmen und Privatpersonen rund um digitale Währungen.

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