Ethereum Prognose: Stellen Quantencomputer eine akute Gefahr für Kryptowährungen dar?

Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin fordert eine frühzeitige Absicherung des ETH-Netzwerks gegen potenzielle Bedrohungen durch Quantencomputer. In einem aktuellen Beitrag warnt er davor, notwendige Anpassungen an der Basisschicht aufzuschieben und damit langfristige Sicherheitsrisiken in Kauf zu nehmen – trotz möglicher Einbußen bei der Effizienz. Parallel dazu verharrt der ETH-Kurs technisch in einem zähen Seitwärtstrend.

Dennis Geisler von Dennis Geisler Updated 3 Min. read
Ethereum Prognose: Stellen Quantencomputer eine akute Gefahr für Kryptowährungen dar?

Das Wichtigste in Kürze

  • Buterin plädiert dafür, Ethereum möglichst früh quantenresistent zu gestalten, um langfristige kryptografische Sicherheit sowie den Walkaway-Test zu gewährleisten.
  • Kritiker warnen hingegen halten ein sofortiges Handeln für verfrüht und warnen vor Effizienzverlusten durch post-quantenresistente Verfahren.
  • Charttechnisch bewegt sich Ethereum weiterhin in einem Seitwärtskanal, wobei der nächste Impuls über die kurzfristige Kursrichtung entscheiden dürfte.

In einem Beitrag auf X drängte Vitalik Buterin jüngst dazu, das Netzwerk schon heute gegen die Risiken zukünftiger Quantencomputer abzusichern – also lange bevor diese überhaupt zur Bedrohung werden.

„Wer zu lange warte, riskiere, dass Blockchain-Sicherheit zu einem Wettlauf werde, den man nicht mehr gewinnen könne!“

In dem am Sonntag veröffentlichten Beitrag argumentierte Buterin, dass Ethereums Basisschicht den sogenannten „Walkaway-Test“ bestehen müsse, was bedeutet, dass ETH auch dann zuverlässig funktionieren muss, wenn sich Entwickler bzw. Institutionen eines Tages zurückziehen.

Ein zentraler Punkt seiner Argumentation ist die langfristige Gefahr durch Quantencomputing. Zwar seien heutige Quantencomputer noch längst nicht ausgereift genug, um gängige Blockchain-Kryptografie zu brechen.

Dennoch spricht sich Buterin klar dagegen aus, notwendige Anpassungen aufzuschieben: „Wir sollten der Versuchung widerstehen, Quantenresistenz bis zum letzten Moment hinauszuzögern, nur um kurzfristige Effizienzgewinne mitzunehmen“.

Er fügte hinzu, dass einzelne Benutzer natürlich die Möglichkeit haben, Änderungen im Vorfeld einer Quantenbedrohung hinauszuzögern, Protokolle dieses Recht allerdings nicht hätten.

„Das Ziel, sagen zu können, dass das Ethereum-Protokoll in seiner heutigen Form hundert Jahre lang kryptografisch sicher ist, sollten wir so schnell wie möglich erreichen“, schloss Buterin seinen Beitrag.

Während Buterin Quantencomputing zunehmend ernst nimmt, warnen Kritiker vor voreiligen Schlüssen

Die jüngste Stellungnahme markiert einen deutlichen Wandel gegenüber früheren Einschätzungen. Noch im Jahr 2019 hatte Buterin Fortschritte im Quantenbereich als wenig relevant für Blockchains eingeordnet.

Inzwischen sieht er das Risiko offenbar deutlich ernster und warnt davor, Quantenresistenz erst nachzurüsten, wenn leistungsfähige Quantencomputer bereits existieren.

Kritiker wie Cardano-Gründer Charles Hoskinson hingegen warnen vor einer vorschnellen Einführung post-quantenresistenter Verfahren. Diese seien oft ineffizienter und könnten Durchsatz sowie Performance deutlich reduzieren.

Buterin hält dagegen: Für ein globales Basisprotokoll wie Ethereum sei langfristige Sicherheit wichtiger als kurzfristige Effizienz. Wer Ethereum als langlebige Infrastruktur begreife, müsse die Weichen für das Quantenzeitalter frühzeitig stellen.

Meiner Einschätzung nach stellen Quantencomputer zwar eine potenzielle Gefahr für Kryptowährungen dar, allerdings halte ich vorschnelles Eingreifen für kontraproduktiv.

Da heutige Modelle noch weit davon entfernt sind, Hashfunktionen wie SHA-256 bei Bitcoin oder Keccak-256 bei Ethereum effektiv zu knacken, sehe ich akuten Handlungsbedarf erst in den kommenden Jahren – abhängig von Entwicklung des Quantencomputing-Sektors.


Lies hier unsere Ethereum-Prognose!


Der Ethereum-Chart im Überblick

Im Rahmen des Oktober-Flahcrashs ist Ethereum in einen Abwärtstrend geraten, welcher Ende November bei 2.600 USD seinen Tiefpunkt fand. Seitdem befindet sich der Preis übergeordnet in einem Seitwärtskanal zwischen 2.850 und 3.400 USD.

Aktuell notiert der Kurs bei rund 3.100 USD, nachdem in der Nacht von Sonntag auf Montag ein Impuls einsetzte, der den Preis zwar auf rund 3.300 USD trieb, jedoch kein höheres Hoch über 3.400 USD (grün) hervorbrachte.

Folglich gab ETH im Laufe des Montags erste Gewinne ab und lanciert inmitten des Seitwärtstrends – wobei die Bullen den Kurs der führenden Smart-Contract-Plattform immerhin über dem 21-Tage-EMA bei 3.050 USD (weiß) stabilisieren konnten.

Für mich steht fest: Ein Bruch unter den EMA erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Konsolidierung auf das untere Band des Trendkanals, wobei die Reaktion des Kurs an jenem Niveau sehr wichtig für den weiteren Verlauf ist.

Andererseits könnte Ethereum Kurszuwächse in Richtung des oberen Trendbandes vollziehen, wenn der Preis das letzte lokale Hoch bei 3.300 USD (blau) überbietet. So kannst du Ethereum mit PayPal kaufen!

Ethereum News
Dennis Geisler

Dennis Geisler, 25, stammt aus Kiel und lebt seit August in Thailand. Im Jahr 2020 kam er erstmals mit Kryptowährungen in Berührung, als er über Binance XRP im Wert von 100 Euro kaufte. Die starken Kursschwankungen und das Potenzial schneller Gewinne zogen ihn in den Bann und weckten sein Interesse an den Mechanismen hinter den Preisbewegungen – von rationalen Marktkräften bis hin zu psychologischen Mustern. Heute verbindet er seine journalistische Leidenschaft mit der Krypto-Welt: Für verschiedene Formate verfasst er Nachrichten, Grundlagenartikel und tiefgehende Blockchain-Analysen. Mit BitBlog engagiert er sich zudem in Norddeutschland für die Beratung von Unternehmen und Privatpersonen rund um digitale Währungen.

Dennis Geisler on LinkedIn

Related Articles