Charles Hoskinson fordert laut aktuellen Berichten, Ripple solle einen Teil seiner Erlöse für XRP-Rückkäufe einsetzen.
XRP notiert laut CoinGecko heute bei rund 1,39 US-Dollar.
ADA bei rund 0,25 US-Dollar.
Charles Hoskinson dreht im Streit mit Ripple weiter auf. Der Cardano-Gründer kritisiert, dass Ripple zwar mit XRP wirtschaften könne, XRP-Halter daraus aber keinen direkten Anspruch auf Unternehmenswerte ableiten. In einem Interview auf dem Paul Barron Podcast habe Hoskinson gesagt, Ripple solle 20 bis 30 Prozent seiner Erlöse für XRP-Rückkäufe nutzen, um das Geschäftsmodell stärker mit dem Token zu verzahnen.
Der Vorwurf trifft einen wunden Punkt der XRP-Community. XRP ist laut Ripple der native Token des XRP Ledger, während Ripple selbst ein Technologieunternehmen ist, das XRPL, XRP, RLUSD und andere digitale Assets in seinen Produkten nutzt. Genau diese Trennung ist der Kern von Hoskinsons Kritik: Wenn Ripple neue Geschäftsbereiche aufbaut, profitieren davon zunächst die Anteilseigner des Unternehmens, nicht automatisch die XRP-Halter.
Ripple verdient, XRP wartet
Hoskinson verweist als Gegenmodell auf Hyperliquid. Das Projekt ist eine Layer-1-Blockchain mit Fokus auf Perpetual Futures und Spot Trading; Hoskinsons Argument: Wenn Protokollerlöse direkt in Token-Rückkäufe fließen, entsteht eine klarere Nachfragebrücke zwischen Nutzung und Token.
Ripple hält dagegen zumindest eine historische Gegeninformation bereit. Im XRP Markets Report aus dem zweiten Quartal 2020 schrieb das Unternehmen, es habe programmatische Verkäufe pausiert, sich auf OTC-Verkäufe für On-Demand-Liquidity-Kunden konzentriert und sei zugleich Käufer am Sekundärmarkt gewesen.
Der EOS-Vergleich sitzt
Hoskinson zieht zudem den Vergleich zu Block.one und EOS. Die SEC erklärte 2019, Block.one habe mit seinem ICO über rund ein Jahr mehrere Milliarden US-Dollar eingesammelt und dafür später eine zivilrechtliche Strafe von 24 Millionen US-Dollar akzeptiert. In der offiziellen SEC-Verfügung heißt es außerdem, Block.one habe die ICO-Erlöse als Unternehmensumsatz behandelt.
Genau dieses Muster meint Hoskinson: Kapital landet im Unternehmen, während Token-Halter auf steigende Kurse hoffen müssen. Das muss nicht heißen, dass Ripple und EOS gleichzusetzen sind. Aber es erklärt, warum die Debatte so emotional läuft. Bei XRP geht es längst nicht nur um Technik, sondern um die Frage, ob ein Token eine echte Wertbeteiligung abbildet oder nur eine Wette auf Narrative bleibt.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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