AAVE: DeFi United mobilisiert 160 Millionen US-Dollar zur Rettung

Nach dem KelpDAO-Hack mobilisiert DeFi United rund 160 Millionen US-Dollar. Aave will rsETH stabilisieren und Bad Debt eindämmen.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 2 Min. read
AAVE: DeFi United mobilisiert 160 Millionen US-Dollar zur Rettung

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach aktuellen Berichten unter Berufung auf Arkham wurden für defiunited.eth rund 160 Millionen US-Dollar zur Deckung der Aave-Ausfälle nach dem KelpDAO-Vorfall mobilisiert.
  • Offiziell arbeitet die Aave-Governance an einem DeFi-United-Finanzierungsplan, der die verbleibende ETH-Deckungslücke schließen und betroffene Nutzer auf den betroffenen Aave-V3-Deployments schützen soll.
  • Die größten Bausteine des Pakets sind derzeit eine Mantle-Kreditlinie von bis zu 30.000 ETH und ein Aave-DAO-Vorstoß über 25.000 ETH.

Nach dem bislang größten DeFi-Exploit des Jahres versucht Aave, aus dem Krisenmodus in den Reparaturbetrieb zu wechseln. Das Ziel von „DeFi United“ ist klar: rsETH wieder unterfüttern, Bad Debt eindämmen und einen weiteren Vertrauensschaden im DeFi-Sektor verhindern.

Rettungspaket als Antwort auf den Schock

Dass die Branche jetzt überhaupt über ein Rettungspaket in dieser Größenordnung spricht, zeigt, wie tief der rsETH-Schock sitzt. Laut aktuellen Berichten, die sich auf Daten von Arkham stützen, sind für defiunited.eth inzwischen rund 160 Millionen US-Dollar mobilisiert worden. Das ist noch nicht die vollständige Lösung, aber genug, um aus einer akuten Systemkrise eine geordnete Sanierung zu machen.

Wer die Vorgeschichte noch einmal sauber nachlesen will: Millionen-Verlust durch Kelp-Hack: LayerZero macht Lazarus verantwortlich.

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So soll DeFi United die Deckungslücke schließen

Im offiziellen Governance-Update beschreibt Aave die Logik hinter „DeFi United“ ziemlich nüchtern: Nach der unautorisierten Freisetzung von rsETH aus dem Ethereum-LayerZero-Adapter soll die Koalition die verbleibende ETH-Unterdeckung schließen und betroffene Nutzer über die betroffenen Aave-V3-Märkte hinweg schützen. Laut Proposal lag der ursprüngliche Shortfall bei 163.183 ETH. Davon gelten 87.955 ETH als zurückgewonnen oder voraussichtlich realisierbar. Übrig bleibt eine Restlücke von 75.081 ETH.

Genau an dieser Stelle wird das Paket konkret. Mantle hat eine Kreditlinie von bis zu 30.000 ETH zugesagt. Parallel liegt bei Aave ein Antrag auf dem Tisch, 25.000 ETH aus dem DAO-Treasury bereitzustellen. Dazu kommen weitere Zusagen aus dem Ökosystem. Im Proposal werden unter anderem EtherFi, Lido, Ethena, Ink, BGD Labs sowie Stani Kulechov genannt. Kulechov selbst will 5.000 ETH persönlich beisteuern – beim aktuellen ETH-Kurs also rund 11,56 Millionen US-Dollar.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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