Hyperliquid: Bullisch! HIP-4 wagt nächstes Upgrade

Hyperliquid zählt 2026 zu den stärksten Altcoins am Markt. Trotz eines jüngsten Rücksetzers bleibt HYPE seit Jahresbeginn deutlich im Plus. HIP-3 erweitert die Plattform um Aktien, Rohstoffe und weitere Real-World-Assets. Gleichzeitig eröffnet HIP-4 zusätzliche Wachstumschancen durch permissionless Prognosemärkte.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 4 Min. read
Hyperliquid: Bullisch! HIP-4 wagt nächstes Upgrade

Das Wichtigste in Kürze

  • HIP-3 bringt Aktien, Rohstoffe und weitere Real-World-Assets zu Hyperliquid.
  • RWA-Märkte gewinnen stark bei Handelsvolumen und offenem Interesse.
  • Niedrige Gebühren fördern Entwickler, Integrationen, Liquidität und neue Nutzer.
  • HIP-4 ermöglicht künftig permissionless Prognosemärkte mit hinterlegtem HYPE-Stake.

Hyperliquid gehört 2026 zu den wenigen Krypto-Projekten, die trotz des schwachen Gesamtmarktes deutlich zulegen konnten. Hinter dem Projekt steht eine leistungsstarke Layer-1-Blockchain, deren wichtigste Anwendung eine vollständig Onchain betriebene Börse für Perpetual Futures ist. Orderbuch, Trades, Finanzierungsraten und Liquidationen werden direkt über HyperCore abgewickelt. Der HYPE-Token zählt mittlerweile zu den zehn größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung.

Obwohl der Kurs in der vergangenen Woche rund zehn Prozent nachgab, liegt HYPE 2026 weiterhin etwa 150 Prozent im Plus. Neue Fantasie liefert nun HIP-4, mit dem Hyperliquid den Markt für Prognosen und reale Ereignisse erschließen möchte.

Mehr erfahren: Beste Krypto-Presales in 2026

HIP-4 wird geöffnet: Hyperliquid plant permissionless Prognosemärkte

HIP-4 steht für sogenannte „Outcome Markets“. Dabei handeln Nutzer keine klassischen Coins oder gehebelten Futures, sondern tokenisierte Ausgänge klar definierter Ereignisse. Denkbar sind beispielsweise Märkte zur Entwicklung wirtschaftlicher Kennzahlen, zu Sportereignissen, Wahlen oder anderen öffentlich überprüfbaren Ergebnissen. Die jeweiligen Token können nach Eintritt eines bestimmten Szenarios einen festgelegten Wert erhalten. Im Unterschied zu Perpetual Futures kommen diese Märkte grundsätzlich ohne Hebelwirkung, Finanzierungsraten und Liquidationen aus.

Hyperliquid führte die ersten HIP-4-Märkte bereits im Mai 2026 in einer kontrollierten, von Validatoren verwalteten Umgebung ein. Nach Angaben von The Block erreichten die Outcome Markets innerhalb ihres ersten Monats bereits ein Handelsvolumen von rund 100 Millionen US-Dollar. Nun soll das System schrittweise für externe Entwickler geöffnet werden. Zunächst ist ein Start im Testnet geplant. Nach ausreichenden Belastungstests soll die permissionless Bereitstellung später auch auf dem Mainnet möglich werden. Einen verbindlichen Termin nannte Hyperliquid bislang nicht.

Vollständig unkontrolliert wird die Markterstellung jedoch nicht. Validatoren sollen zunächst über standardisierte Vorlagen abstimmen. Diese definieren unter anderem, welche Ereignisse zulässig sind und nach welchen Kriterien ein Ergebnis festgestellt wird. Anschließend können Deployments auf Basis der genehmigten Templates eigene Märkte erstellen, die konkreten Bedingungen festlegen und die Abwicklung übernehmen. Sämtliche Vorgaben sollen Onchain gespeichert und technisch durchgesetzt werden.

Für einen HIP-4-Deployment müssen Betreiber 500.000 HYPE hinterlegen. Beim aktuellen Kurs entspricht dies einem Kapital von ungefähr 30 Millionen US-Dollar. Der hohe Einsatz soll wirtschaftliche Anreize für eindeutig formulierte und ordnungsgemäß abgewickelte Märkte schaffen. Bei unklaren Definitionen, fehlerhafter Abrechnung oder ausbleibendem Settlement können Validatoren über eine Kürzung des hinterlegten Stakes entscheiden. Berichten zufolge bleibt dieser grundsätzlich sechs Monate gebunden; vor einer Freigabe müssen sämtliche offenen Märkte abgewickelt sein.

Zusätzlich sollen Betreiber perspektivisch einen Anteil von bis zu 50 Prozent an den von ihnen erzeugten Handelsgebühren erhalten können. Dadurch entsteht ein neues Geschäftsmodell für Entwickler, Datenanbieter und spezialisierte Prognosemarkt-Plattformen. Für HYPE ist das Upgrade deshalb relevant: Permissionless Deployments erhöhen potenziell die Token-Nachfrage, binden große Mengen HYPE im Staking und erweitern Hyperliquid über das bisher dominante Perpetual-Geschäft hinaus.

HIP-3 entwickelt sich zum zweiten Wachstumsmotor für Hyperliquid

Neben HIP-4 sorgt vor allem HIP-3 für neue Fantasie rund um Hyperliquid. Der Standard ermöglicht es externen Entwicklern, eigene Perpetual-Märkte auf der Infrastruktur der Börse bereitzustellen. Dadurch erweitert sich das Angebot zunehmend über klassische Kryptowährungen hinaus. Nach Gold und Silber folgten Ölkontrakte sowie Märkte auf Aktien, Indizes und andere Real-World-Assets. Besonders während wichtiger Börsenstarts, Unternehmensberichte oder Rohstoffbewegungen verlagert sich damit zusätzliches Handelsvolumen auf die Plattform.

Die Strategie zeigt bereits Wirkung: Das offene Volumen der RWA-Märkte erreichte im Juli einen Rekordwert von rund 3,6 Milliarden US-Dollar. Damit entfällt inzwischen ein erheblicher Anteil des gesamten Open Interest auf HIP-3-Produkte. Zeitweise sollen Real-World-Assets sogar mehr als die Hälfte des durchschnittlichen Handelsvolumens ausgemacht haben. Hyperliquid erschließt somit eine Nachfrage, die weit über den derzeit schwachen Altcoin-Markt hinausgeht.

Um dieses Wachstum zu beschleunigen, befinden sich viele HIP-3-Märkte im sogenannten Growth Mode. Dabei werden Protokollgebühren, Rabatte und bestimmte volumenabhängige Beiträge um 90 Prozent reduziert. Entwickler können zugleich eigene Gebührenanteile konfigurieren. Kurzfristig fällt der direkte Umsatz deshalb niedriger aus, langfristig soll die aggressive Preisgestaltung jedoch Liquidität, Nutzer und neue Integrationen anziehen.

Hinzu kommen indirekte Einnahmequellen. Hyperliquid soll künftig einen Großteil der Erträge erhalten, die durch auf der Plattform gehaltene USDC-Reserven entstehen. Steigende RWA-Aktivität erhöht den Bedarf an USDC-Sicherheiten und kann dadurch zusätzliche Einnahmen erzeugen. Auch Priority Fees gewinnen an Bedeutung, da Market Maker bei volatilen Börsenstarts für eine bevorzugte Ausführung zahlen. HIP-3 ist damit nicht nur eine Produkterweiterung, sondern Hyperliquids entscheidende Brücke zwischen dem Kryptomarkt und traditionellen Finanzanlagen.

Kryptowährungen kaufen – alles Wissenswerte für 2026

Altcoin News, Cryptocurrency News, News
Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

Raphael Adrian on X

Related Articles