Open USD: Neuer Stablecoin setzt USDT und USDC unter Druck

Stablecoins entwickeln sich zur wichtigsten Infrastruktur im digitalen Zahlungsverkehr. Mit Open USD greifen mehr als 140 Partner bestehende Marktführer an. Auch Bitcoin-Layer-2-Projekte wie Bitcoin Hyper könnten von diesem Trend profitieren.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 6 Min. read
Open USD: Neuer Stablecoin setzt USDT und USDC unter Druck

Das Wichtigste in Kürze

  • Open USD will Stablecoins günstiger, offener und unternehmensfreundlicher machen.
  • Visa, Stripe, BlackRock und Coinbase unterstützen die neue Infrastruktur.
  • Bitcoin Hyper verbindet Bitcoin-Sicherheit mit schneller Layer-2-Ausführung.

Stablecoins haben sich in den vergangenen Jahren von einem Krypto-Nischenprodukt zu einer der wichtigsten Anwendungen der Blockchain-Technologie entwickelt. Während viele digitale Assets vor allem spekulativ genutzt werden, erfüllen Stablecoins bereits heute einen klaren Zweck: Sie ermöglichen schnelle, günstige und weltweit verfügbare Zahlungen in digitaler Dollar-Form. Genau deshalb wächst das Interesse von Banken, Zahlungsdienstleistern, Fintechs und großen Technologieunternehmen rasant.

Mit Open USD entsteht nun ein neuer Stablecoin, der den Markt strukturell verändern könnte. Denn hinter dem Projekt stehen nicht nur einzelne Krypto-Unternehmen, sondern ein breites Netzwerk aus mehr als 140 Partnern – darunter Visa, Mastercard, Stripe, BlackRock, Coinbase, Google, Shopify und zahlreiche Banken.

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Ein Stablecoin für Unternehmen, Zahlungsverkehr und globale Infrastruktur

Open USD wird von Open Standard als neuer Stablecoin für den globalen Geldverkehr positioniert. Der Anspruch ist dabei deutlich größer als bei vielen bisherigen Stablecoin-Projekten. Es geht nicht nur darum, einen weiteren digitalen Dollar auf den Markt zu bringen. Vielmehr soll Open USD als gemeinsame Infrastruktur für Unternehmen dienen, die Stablecoins in großem Maßstab einsetzen wollen.

Genau hier liegt der entscheidende Punkt. Stablecoins sind zwar bereits etabliert, doch für große Unternehmen bleiben praktische Hürden bestehen. Wer hohe Volumina bewegt, achtet auf Kosten, Liquidität, Zuverlässigkeit, regulatorische Anschlussfähigkeit und technische Skalierbarkeit. Minting- und Redemption-Gebühren können bei großen Beträgen relevant werden. Zudem profitieren die Nutzer bestehender Stablecoins meist nicht direkt von den Erträgen, die mit den hinterlegten Reserven erzielt werden. Open USD will dieses Modell verändern.

Das Projekt setzt auf drei zentrale Prinzipien: Der Stablecoin soll ohne künstliche Volumenlimits skalieren, Ausgabe und Rücknahme sollen kostenlos möglich sein, und die wirtschaftlichen Erträge aus den Reserven sollen weitgehend an Partner weitergereicht werden. Nur eine kleine Managementgebühr soll zur Deckung operativer Kosten einbehalten werden. Damit verschiebt sich der Fokus weg vom klassischen Emittentenmodell hin zu einer partnerschaftlich getragenen Infrastruktur.

Für Zahlungsdienstleister, Banken, Händlerplattformen und Fintechs ist das attraktiv. Wer Stablecoins in Produkte integriert, könnte künftig nicht nur bessere Zahlungswege anbieten, sondern auch stärker an der Ökonomie des Stablecoins beteiligt werden. Das ist besonders relevant für Unternehmen, die über große Kundenbasen oder hohe Transaktionsvolumina verfügen. In einem solchen Modell entsteht Wert nicht nur beim Herausgeber des Tokens, sondern auch bei den Netzwerken, die reale Nutzung erzeugen.

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Open USD ist eine Kampfansage an etablierte Marktführer

Der Stablecoin-Markt wird aktuell vor allem von USDT und USDC geprägt. Tether dominiert mit enormer Liquidität und globaler Verbreitung, während Circle mit USDC besonders stark auf Regulierung, Transparenz und institutionelle Nutzung setzt. Beide Modelle beruhen jedoch im Kern darauf, dass die Emittenten Reserven halten und daraus Erträge erzielen. Gerade in einem Umfeld höherer Zinsen ist dieses Geschäft sehr lukrativ.

Open USD greift genau diesen wirtschaftlichen Kern an. Wenn Partner die Reserveerträge erhalten und gleichzeitig keine Gebühren für Ausgabe oder Rücknahme zahlen, entsteht ein anderes Wettbewerbsmodell. Stablecoins würden dann stärker zu einer Art Basisschicht werden, vergleichbar mit neutraler Zahlungsinfrastruktur. Die Marge verschiebt sich weg vom Token selbst und hin zu Distribution, Anwendungen, Nutzerzugang und Zusatzdiensten.

Das könnte für den gesamten Markt weitreichende Folgen haben. Sollte Open USD tatsächlich breite Akzeptanz finden, müssten bestehende Anbieter stärker erklären, warum Unternehmen weiterhin hohe indirekte Kosten oder weniger attraktive Beteiligungsmodelle akzeptieren sollten. Für Circle und Tether entsteht damit ein neuer Wettbewerbsdruck. Besonders Circle könnte betroffen sein, da USDC bereits stark im regulierten, institutionellen Umfeld positioniert ist – also genau dort, wo Open USD ebenfalls angreifen dürfte.

Bemerkenswert ist zudem die Zusammensetzung des Partnernetzwerks. Visa und Mastercard stehen für globale Zahlungsnetzwerke. Stripe und Adyen bringen Händler- und Entwicklerzugang mit. BlackRock, BNY und große Banken liefern institutionelle Glaubwürdigkeit. Coinbase, Solana, Ripple, MetaMask und weitere Krypto-Akteure sorgen für Anschluss an bestehende Blockchain-Ökosysteme. Diese Mischung macht Open USD potenziell stärker als ein rein krypto-natives Projekt.

Stablecoins werden zur gemeinsamen Schicht des digitalen Finanzsystems

Die größere Bedeutung von Open USD liegt deshalb nicht nur im direkten Wettbewerb mit USDT oder USDC. Vielmehr zeigt die Initiative, dass Stablecoins zunehmend als strategische Infrastruktur betrachtet werden. Banken, Zahlungsunternehmen und Technologiekonzerne wollen nicht länger nur beobachten, wie Krypto-Unternehmen digitale Dollar herausgeben. Sie wollen die Regeln, Standards und ökonomischen Anreize selbst mitgestalten.

Für Endnutzer dürfte Open USD zunächst unsichtbar bleiben. Genau das ist jedoch Teil der Stablecoin-These. Der Nutzer muss nicht zwingend wissen, welche Blockchain im Hintergrund verwendet wird. Entscheidend ist, ob Geld schneller ankommt, Zahlungen günstiger werden, internationale Transfers zuverlässiger funktionieren und Unternehmen Liquidität effizienter steuern können. Stablecoins werden damit weniger als Spekulationsobjekt betrachtet, sondern als technische Schicht hinter modernen Finanzprodukten.

Open USD könnte diesen Wandel beschleunigen. Das Projekt kombiniert große Namen, ein aggressives Kostenmodell, geteilte Ökonomie und den Anspruch neutraler Governance.

Bitcoin Hyper: Warum Stablecoin-Wachstum auch Bitcoin-Layer-2 beflügeln könnte

Die Open-USD-Initiative zeigt, wohin sich der Kryptomarkt zunehmend bewegt: Weg von reiner Spekulation, hin zu nutzbarer Infrastruktur. Stablecoins sind dafür das beste Beispiel. Sie lösen ein konkretes Problem im Zahlungsverkehr, funktionieren rund um die Uhr und können globale Geldbewegungen effizienter machen.

Bislang profitieren davon jedoch vor allem Netzwerke wie Ethereum, Tron oder Solana. Bitcoin spielt im Stablecoin-Sektor bisher kaum eine Rolle, obwohl es die bekannteste, liquideste und sicherste Blockchain der Welt ist. Der Grund liegt auf der Hand: Bitcoin wurde nicht für komplexe Anwendungen, schnelle Transaktionen oder DeFi-Use-Cases gebaut.

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Genau hier könnten Bitcoin-Layer-2-Lösungen eine neue Dynamik erzeugen. Wenn es gelingt, Bitcoin mit schneller Ausführung, günstigen Gebühren und programmierbaren Anwendungen zu verbinden, entsteht ein völlig neuer Markt. Bitcoin Hyper positioniert sich in diesem Umfeld als spannendes Projekt, das die Stärken von Bitcoin mit der Geschwindigkeit moderner Netzwerke kombinieren will. Die Idee: Bitcoin bleibt der robuste Basiswert, während eine Layer-2-Architektur zusätzliche Funktionen ermöglicht – etwa DeFi, Token-Anwendungen, Zahlungen und perspektivisch auch Stablecoin-Integrationen.

Besonders interessant ist der technische Ansatz. Bitcoin Hyper will eine zk-proof-basierte Bridge nutzen, um Bitcoin mit einer leistungsfähigeren Ausführungsschicht zu verbinden. Dabei soll die Performance an Solana erinnern, während die Nähe zu Bitcoin als strategischer Vorteil erhalten bleibt. Damit adressiert das Projekt einen wichtigen Zukunftsmarkt: Sollte sich Stablecoin-Nutzung immer stärker in Richtung globaler Zahlungsinfrastruktur entwickeln, könnten auch Bitcoin-basierte Layer-2-Netzwerke davon profitieren.

Auffällig ist zudem die relative Stärke im aktuellen Marktumfeld. Während viele Altcoins schwach bleiben und kaum Momentum zeigen, konnte Bitcoin Hyper im Presale laut Projektangaben bereits rund 33 Millionen US-Dollar einsammeln. Zusätzlich bietet das Projekt Staking mit rund 36 Prozent APY.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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