Bitpanda-Modell soll auf RBI-Banken in CEE ausgedehnt werden

RBI Bitpanda bringen Krypto-Dienste in weitere CEE-Banken: Der Rollout erfolgt schrittweise, ein Starttermin steht für die einzelnen Länder noch nicht fest.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Updated 3 Min. read
Bitpanda-Modell soll auf RBI-Banken in CEE ausgedehnt werden

Raiffeisen Bank International (RBI) weitet die Zusammenarbeit mit Bitpanda auf den gesamten Konzern aus und öffnet damit potenziell rund 18 Millionen Kunden in Zentral- und Osteuropa den Zugang zu Krypto-Diensten. Das teilten beide Unternehmen am 23. September mit. Ein fester Starttermin fehlt bislang, der Rollout soll schrittweise und länderabhängig erfolgen.

RBI weitet Bitpanda-Modell auf CEE-Netzwerkbanken aus

Kern der Ankündigung ist die konzernweite Ausdehnung eines Modells, das bislang nur in Österreich lief: Netzwerkbanken der RBI-Gruppe sollen künftig Krypto-Dienste direkt in ihren jeweiligen Banking-Apps anbieten können. RBI ist mit Tochterbanken in elf Märkten Zentral- und Osteuropas vertreten, was die genannte Reichweite von 18 Millionen Kunden erklärt.

Die technische Grundlage liefert Bitpanda Enterprise, die B2B-Sparte des Wiener Brokers, der bereits nach der europäischen Krypto-Verordnung MiCA zugelassen ist. Für Banken ist diese Lizenzierung ein wichtiges Kriterium, weil sie damit ein Krypto-Angebot aufbauen können, ohne selbst eine eigene Zulassung beantragen zu müssen.

Ein einheitliches Produkt soll dabei ausdrücklich nicht überall gleichzeitig starten. Jede Netzwerkbank entscheidet eigenständig über Umfang und Zeitpunkt ihres Angebots, abhängig vom jeweiligen Markt und der dort geltenden Regulierung. Einen konkreten Starttermin oder eine Liste der ersten Länder nannten die Partner nicht.

Vom österreichischen Pilotprojekt zum Konzernmodell

Der Ausgangspunkt liegt zwei Jahre zurück: 2024 wurde die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien nach eigenen Angaben die erste traditionelle Bank in der EU, die ihren Kunden Krypto direkt in der eigenen Banking-App anbot. Michael Höllerer, der das Institut damals leitete und heute als CEO der RBI amtiert, überträgt diesen Ansatz nun auf den gesamten Konzern und begründet die Expansion mit der starken Nachfrage in den jeweiligen Heimatmärkten.

Wie schnell und in welcher Reihenfolge die einzelnen Netzwerkbanken tatsächlich live gehen, bleibt offen – die Entscheidungshoheit liegt bei den lokalen Instituten selbst. Das passt in ein breiteres Bild wachsender Krypto-Akzeptanz im DACH-Raum, wobei sich traditionelle Banken bislang meist auf regulierten Zugang statt auf DeFi-Anwendungen konzentrieren.

Für Bitpanda fällt die Ankündigung in eine Phase personeller Veränderungen: Erst vor einer Woche wurde bekannt, dass CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad das Unternehmen im ersten Quartal 2027 verlässt und zur Erste Group wechselt. Mitgründer Christian Trummer rückte daraufhin als Co-CEO nach und trat die Partnerschaft nun gemeinsam mit Höllerer an die Öffentlichkeit.

Ausblick auf länderspezifische Entscheidungen

Da jede Netzwerkbank Angebot und Zeitpunkt selbst festlegt, dürften die kommenden Monate vor allem einzelne, marktabhängige Entscheidungen bringen statt eines groß angelegten, koordinierten Starts. Ob und wann konkrete Länder folgen, hängt maßgeblich von den jeweiligen regulatorischen Rahmenbedingungen vor Ort ab.

Krypto-Investments bleiben mit Risiken verbunden, unter anderem durch hohe Kursschwankungen und regulatorische Auflagen wie KYC-Pflichten bei Handelsplattformen. Wer sich über den aktuellen Stand der EU-weiten MiCA-Regulierung informieren möchte, findet dort weiterführende Einordnung.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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