Standard Chartered halbiert Bitcoin-Prognose für 2025 – Was steckt hinter dem Kursrückgang?

Standard Chartered senkt seine Bitcoin-Prognose für 2025 auf 100.000 US-Dollar – ETF-Zuflüsse und Unternehmensinteresse schwinden.

Sergei Timurov von Sergei Timurov Updated 6 Min. read
Standard Chartered halbiert Bitcoin-Prognose für 2025 – Was steckt hinter dem Kursrückgang?

Das Wichtigste in Kürze

  • Standard Chartered senkt sein Kursziel für Bitcoin 2025 auf 100.000 US-Dollar und revidiert die langfristige Prognose.
  • Als Gründe nennt die Bank ausbleibende Unternehmensnachfrage und stagnierende ETF-Zuflüsse.
  • Die nächstens geldpolitischen Entscheidungen könnten die Bitcoin-Entwicklung maßgeblich beeinflussen.

Die neuesten Prognosen für den Bitcoin-Kurs sorgen für Aufregung: Die britische Großbank Standard Chartered hat ihre bekannte Bitcoin-Prognose für das Jahr 2025 überraschend um die Hälfte gekürzt. Nach monatelangem Höhenflug sehen sich Anleger nun mit einer völlig neuen Marktlage konfrontiert. Denn der Optimismus der letzten Jahre—geprägt durch große Unternehmensaufkäufe und einen rasanten ETF-Boom—scheint vorerst gestoppt.

Warum korrigiert eine der renommiertesten Banken der Welt ihre Einschätzung so drastisch nach unten? Welche Faktoren spielen bei der Neubewertung die entscheidende Rolle? Und was bedeutet das für private wie institutionelle Investoren, deren Erwartungen an den Kryptomarkt hoch eingepreist sind? Antworten liefert dieser Artikel anhand einer detaillierten Analyse.

Standard Chartered setzt neues Kursziel für Bitcoin – Eine Zäsur im Kryptomarkt?

Die Reduktion der Bitcoin-Prognose von 200.000 auf 100.000 US-Dollar durch Standard Chartered markiert einen tiefen Einschnitt in die Stimmung am Kryptomarkt. Begründet wurde dieser Schritt mit einer erneuten Bewertung der Nachfrageseite, die insbesondere den institutionellen Zufluss infrage stellt. Noch vor wenigen Monaten galt Bitcoin als der kommende Sieger unter den digitalen Assets, getrieben durch massives Großinvestoren-Interesse und beeindruckende ETF-Zuflüsse.

Die jetzige Entscheidung der Bank zeigt, wie sensibel selbst robuste Märkte auf strukturelle Veränderungen reagieren können. Insbesondere das Ende aggressiver Firmen-Aufkäufe wie bei MicroStrategy und ein starker Rückgang der ETF-Einstiege schlagen sich unmittelbar in der Preisentwicklung nieder. Für viele Anleger ist dies ein warnendes Signal, dass nicht jede Bullenphase endlos andauert.


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ETF-Zuflüsse brechen ein: Die treibende Kraft der vergangenen Jahre verliert an Dynamik

Einer der Hauptgründe für die gesenkte Prognose liegt laut dem Bericht von Standard Chartered im deutlichen Rückgang der ETF-Zuflüsse. Während im vierten Quartal 2024 noch sensationelle 450.000 BTC pro Quartal über ETFs und Firmen wie MicroStrategy eingekauft wurden, hat sich diese Zahl nun auf nur noch 50.000 BTC reduziert – das niedrigste Niveau seit Einführung von US-Spot-Bitcoin-ETFs. Dieser Einbruch signalisiert eine Abkühlung der internationalen Investorenstimmung, die bislang als Motor für den institutionellen Einstieg in Bitcoin galt.

Viele Marktbeobachter erkennen darin einen Wendepunkt, da die spekulativen Impulse der Vergangenheit durch eine deutlich abwartendere Haltung ersetzt werden. Für Anleger wächst damit die Unsicherheit über künftige Kursanstiege und die Frage, welche Marktakteure den nächsten großen Wachstumsimpuls liefern könnten.

Unternehmensnachfrage stagniert: MikroStrategy-Ära als Episode

Laut der Analyse von Standard Chartered hat das intensive Bitcoin-Kaufen durch digitale Unternehmensschatzmeister seinen Höhepunkt überschritten. Namen wie MicroStrategy stehen zwar nach wie vor für aggressives Engagement im Kryptosektor, doch laut Bankanalyst Geoffrey Kendrick „ist diese Phase vorbei“. Da die Offensive der Firmen bei neuen Bitcoin-Anlagen nachlässt, müssen sich Anleger auf eine einseitigere Nachfrage aus dem Bereich der börsengehandelten Produkte einstellen.

Das bedeutet: Die zukünftige Entwicklung wird im Wesentlichen davon bestimmt, wie aktiv die ETF-Investoren bleiben. Ein Ausbleiben neuer Großinvestoren könnte zu einer weiteren Seitwärtsbewegung, wenn nicht gar zu einer Korrektur führen. Für viele Beobachter endet damit eine Ära der Hoffnung auf institutionelle Massennachfrage.


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Langfristprognose bleibt ambitioniert, Zeitplan wird angepasst

Trotz des reduzierten 2025er-Ziels hält Standard Chartered an ihrem langfristigen Optimismus fest: Das Kursziel von 500.000 US-Dollar für Bitcoin bleibt bestehen, allerdings mit verschobenem Zeithorizont. So wird die Erreichung dieser Marke nun nicht mehr bis 2028, sondern erst bis 2030 erwartet. Diese Neubewertung spiegelt den Wandel in der Betrachtung fundamentaler Nachfragetreiber wider, herausgelöst aus kurzfristigen Übertreibungen und alten Marktregeln.

Analysten argumentieren, dass insbesondere die zyklischen Erwartungen an Halbierungszyklen ausgedient haben und neue Paradigmen, wie die Bedeutung von Geldpolitik und makroökonomischen Einflüssen, stärker in den Fokus rücken. Für Anleger entsteht daraus ein Bild größerer Unsicherheit, aber auch erhöhter Chancen für dynamische Entwicklungen auf lange Sicht.


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Makroökonomische Einflüsse: Geldpolitik entscheidet über Risiko-Appetit der Investoren

Neben markttechnischen Faktoren und struktureller Nachfrage beleuchtet Standard Chartered in ihrem Bericht den wachsenden Einfluss der Geldpolitik auf Krypto-Assets. Ins Zentrum rückt dabei die US-Notenbank Fed, deren künftige Zinsentscheidungen den Kursverlauf entscheidend mitbestimmen könnten. Experten weisen darauf hin, dass politische Einflussnahme auf die Fed und die voraussichtliche Ernennung von Kevin Hassett zu einem deutlich lockereren geldpolitischen Kurs führen könnte.

Ein solches Umfeld könnte Anleger animieren, erneut verstärkt „harte“ Assets wie Bitcoin ins Portfolio zu legen. Allerdings bleiben diese makroökonomischen Schlüsselfragen etwa zu Zinsen und Inflation unberechenbar. Ein positiver Impuls aus dieser Richtung könnte den Markt drehen, aber auch rasch enttäuschen, sollte die Fed zurückrudern.


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Halbierungszyklen und „Krypto Winter“: Werden alte Modelle obsolet?

Bankanalyst Geoffrey Kendrick betont, dass die bisherigen „Krypto-Winter“ und die auf Halvings gestützten Preismodelle ausgedient hätten. „Diesmal ist wirklich alles anders“, so seine Kernbotschaft. Unterstützt wird diese Einschätzung auch durch Daten des Prognosemarkts Myriad, wo der Eintritt in einen neuen Krypto-Winter bis Februar 2026 nur noch mit 6 Prozent Wahrscheinlichkeit gesehen wird.

Die einst als sicher geltenden Rhythmen werden von fundamentalen Faktoren wie ETF-Zufluss, Regulierung und globaler Geldpolitik abgelöst. Anleger müssen sich deshalb mit neuen Mechanismen der Kursfindung, erhöhter Volatilität und unscharfen Zeitplänen arrangieren. Dies könnte für mehr Dynamik, aber auch für größere Unsicherheit am Kryptomarkt sorgen.


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Der aktuelle Seitwärtstrend: Wie anfällig ist Bitcoin?

Nach mehreren Wochen des Ringens um die 90.000-Dollar-Marke bleibt Bitcoin in einem engen Preiskorridor gefangen. Ohne klare Impulse aus der Geldpolitik und mit gesunkener Investorenlust auf neue Großaufkäufe herrscht Zurückhaltung am Markt.

Händler und Analysten weisen darauf hin, dass das Trust-Niveau in die Zukunftssicherheit von Bitcoin trotz der kurzfristigen Skepsis hoch bleibt. Viele institutionelle Anleger beobachten die Entwicklungen, um beim nächsten marktbewegenden Ereignis reagieren zu können.

Bitcoin Hyper: Mehr als nur digitales Gold

Bitcoin hat sich als zuverlässige Wertanlage etabliert, doch seine technische Basis ist nicht für hohe Geschwindigkeiten oder komplexe Anwendungen ausgelegt. Die begrenzte Transaktionskapazität und fehlende Smart-Contract-Funktionen halten das Netzwerk davon ab, sein volles Potenzial zu entfalten. Für Entwickler bedeutet das: Umständliche Workarounds statt nahtloser Integration.

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Sergei Timurov

Sergei Timurov ist seit 2016 großer Bitcoin Fan und ihn begeistert die Freiheits Idee sowie die Unabhängigkeit von Bitcoin. Sergei ist Bitcoin Maximalist und der Überzeugung, dass sich nur Bitcoin für einen langfristigen Vermögensaufbau eignet. Neben seinen journalistischen Tätigkeiten betreibt Sergei Bitcoin Mining und Freistil-Ringen sowie kocht köstliche Gerichte aus seiner ursprünglichen Heimat Georgien.

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