Die Trump-nahen Kryptowährungen TRUMP und WLFI verzeichnen massive Verluste nach der Einleitung eines parlamentarischen Untersuchungsverfahrens.
Im Fokus steht eine undurchsichtige Großinvestition der Trump-Familie mit einem Mitglied des UAE-Königshauses.
Die gesamte Kryptobranche befindet sich angesichts politischer Unsicherheiten und negativer Marktstimmung im Sinkflug.
Politische Skandale sind für Kurskapriolen an den Finanzmärkten längst kein Novum mehr, doch selten trifft es die Welt der Kryptowährungen derart direkt und heftig wie in den vergangenen Tagen. Im Zentrum der Aufregung stehen zwei prominente Titel: der offizielle Trump Meme Coin (TRUMP) und das Ökosystemtoken von World Liberty Financial (WLFI).
Über Nacht hat eine US-amerikanische Parlamentsuntersuchung das Vertrauen massiv erschüttert, was zu deutlichen Verlusten und einer beispiellosen Debatte um die politische Einflussnahme auf die Kryptoindustrie führte. Anleger fragen sich, wie tief der Sog reicht – und ob eine Erholung denkbar ist.
US-Ermittlungen schüren Unsicherheit bei Krypto-Anlegern
Seit dem Bekanntwerden einer Untersuchung gegen World Liberty Financial und die Verstrickungen mit dem Trump-Lager ist die Nervosität an den Kryptomärkten greifbar. Die US-Demokraten leiteten eine Untersuchung zu einem 500-Millionen-Dollar-Investment ein, das Verbindungen zwischen der Trump-Familie und Sheikh Tahnoon bin Zayed Al Nahyan, einem Mitglied der royalen Familie der Vereinigten Arabischen Emirate, offenbart. Diese Nachricht sorgte weltweit für Schlagzeilen und schickte Schockwellen durch die Wallets der Anleger. Viele befürchten, dass politische Interessen immer stärker auf die Kurse von Meme-Coins und Governance-Token Einfluss nehmen.
Trump (TRUMP) und WLFI Token führen die Verlustliste an
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In den letzten 24 Stunden ist der Preis des offiziellen Trump Meme Coins um fast 15 Prozent abgesackt – ein Minus von rund 37 Prozent allein im letzten Monat. Noch dramatischer trifft es das WLFI-Token. Hier summiert sich das Wochenminus auf über 25 Prozent, der Monatsverlust beträgt sogar fast 35 Prozent. Beide Coins haben seit ihren Allzeithochs einen massiven Werteverfall erlebt – ein deutlicher Hinweis darauf, wie eng politische Unsicherheiten und Marktbewertungen verknüpft sind.
🚨BREAKING🚨
US House lawmakers have launched a probe into WLFI following reports that a UAE-linked entity acquired a $500M stake. pic.twitter.com/S5mCA1myoT
Im Zentrum der US-Ermittlungen steht ein undurchsichtiger Mega-Deal: Die Trump-Familie investierte gemeinsam mit World Liberty Financial und dem umstrittenen Scheich Tahnoon in einen 500-Millionen-Dollar-Deal. Pikant: Kurz danach genehmigte die damalige Trump-Regierung die Lieferung von einer halben Million KI-Chips in die Vereinigten Arabischen Emirate – entgegen der bisherigen US-Politik. Die Demokraten witterten schnellen Einfluss und vermuten, dass persönliche Profite die politischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst haben könnten. Dieser Verdacht sorgt nun international für Verunsicherung.
Der Effekt der Ermittlungen beschränkt sich nicht nur auf Trump-nahe Krypto-Token, sondern trifft den gesamten Markt. In den letzten 24 Stunden ist die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen um knapp 3 % auf 2,37 Billionen Dollar gefallen. Während Bitcoin und große Altcoins zwar ebenfalls Verluste verbuchen, erleiden TRUMP und WLFI überproportionale Abschläge. Analysten sehen darin ein Warnsignal: Politische Skandale und geopolitische Risiken könnten künftig für weitere Volatilität an den Kryptobörsen sorgen, gerade wenn bekannte Persönlichkeiten involviert sind.
Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass politische Entscheidungen und Verdachtsmomente auf Verquickungen zwischen Regierungsstellen und Unternehmen in der Krypto-Branche enorme Marktwirkung entfalten können. Schon in der Vergangenheit hatten geopolitische Unsicherheiten und regulatorische Eingriffe zu Kurseinbrüchen geführt. Neu ist, dass der Verdacht der Korruption durch prominente Namen wie Donald Trump unmittelbar und drastisch auf einzelne Tokens durchschlägt. Anleger müssen sich darauf einstellen, dass PR-Kampagnen und Ankündigungen politischer Natur schnell zu Kursrutsch oder – im Idealfall – zu Erholungsbewegungen führen können.
Marktbeobachter wie eToro-Analyst Simon Peters sehen die Hauptursache für die aktuellen Verwerfungen in einer risk-off-Stimmung, die durch geopolitische Spannungen, schwache Unternehmenszahlen und die Angst vor disruptiven Technologien befeuert wird. Vor allem institutionelle Investoren ziehen sich zunehmend aus der Krypto-Branche zurück – nicht zuletzt aufgrund der Unsicherheiten, die politische Skandale wie diese schaffen. Die Folge ist ein Rückgang der Handelsvolumina, verstärkte Liquidationen und ein Ausbleiben frischer Kapitalzuflüsse, etwa über ETFs.
#Bitcoin bounced to $71K and is coming back down again.
Standard Saturday price action, it's weekend. Low liquidity.
I think that it's going to find a higher low and continue to move from there.
Today: correction day. Tomorrow: back up again towards the CME gap. Next week:… pic.twitter.com/DY3gE9PITc
World Liberty Financial unter politischem Beschuss
Im Zentrum der Kritik stehen die engen Verbindungen zwischen World Liberty Financial und der US-Politik. Neben Donald Trump gilt Steve Witkoff als Gründungsmitglied,— dessen Sohn steht aktuell an der operativen Spitze der Firma. Brisant: Obwohl die Gesellschaft betont, dass weder Trump noch seine Familie offizielle Funktionen bekleiden, werfen die Ermittler ihnen Interessenkonflikte bei politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen vor. Außerdem wird die Rolle von World Liberty Financial als Drehscheibe für milliardenschwere Krypto-Investitionen aus dem Nahen Osten in den Fokus genommen.
Noch ist unklar, ob und wie schnell sich die Kurse von Trump- und WLFI-Token wieder erholen können – zu stark ist die Unsicherheit rund um die politischen Ermittlungen. Analysten verweisen allerdings darauf, dass Bitcoin nahe an seiner langfristigen 200-Wochen-Linie steht, die in der Vergangenheit immer wieder eine Trendwende markierte. Stabilisiert sich der Markt, könnten mit Wiederaufnahme der ETF-Investitionen und dem Abbau von Risikohebeln moderate Erholungen einsetzen. Für risikofreudige Anleger könnten nun günstige Einstiegsgelegenheiten entstehen, sofern die Unsicherheiten abnehmen.
Der Fall TRUMP und WLFI zeigt: Kryptowährungen sind längst keine abgeschottete Parallelwelt mehr, sondern hochgradig von geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen abhängig. Politische Skandale, regulatorische Unsicherheiten und internationale Finanzdeals bestimmen zunehmend die Kurse – und können binnen Stunden milliardenschwere Portfolios erschüttern. Für Anleger bleibt eines klar: Das Spielfeld der Kryptobranche ist dynamischer, unsicherer, aber auch chancenreicher denn je.
Sergei Timurov ist seit 2016 großer Bitcoin Fan und ihn begeistert die Freiheits Idee sowie die Unabhängigkeit von Bitcoin. Sergei ist Bitcoin Maximalist und der Überzeugung, dass sich nur Bitcoin für einen langfristigen Vermögensaufbau eignet. Neben seinen journalistischen Tätigkeiten betreibt Sergei Bitcoin Mining und Freistil-Ringen sowie kocht köstliche Gerichte aus seiner ursprünglichen Heimat Georgien.
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